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WeWorld - Der Mondclub
Verfasser: Daniel Sand (2)
Verlag: Thariel (2)
VÖ: 27. Dezember 2022
Genre: Thriller (8220)
Seiten: 668
Themen: Brille (11), Geld (415), Manipulation (236)
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In der WeWorld entscheidet der Kontostand darüber, wie viel man von der Welt sehen kann. Wer dort lebt, trägt eine nicht abnehmbare Brille, die in niedrigen Tarifgruppen auch vor den Mond einen Zensurbalken legt. Als mehrere Kunden ihre Brillen manipulieren, um einmal den Mond zu sehen, kommen sie unerwartet hinter ein gefährliches Geheimnis der WeWorld. Ihnen bleibt keine andere Wahl, als sich mit einem Gegner anzulegen, der ihren Blick auf die Welt manipulieren kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Sand für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Daniel Sand gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Anschleichen ist aber nicht witzig!“, schimpfte Laura weiter.
     „Deine Reaktion aber schon!“
     Er beugte sich vor und wollte sie küssen.
     „Nein, wenn ich mich erschrecke, bin ich eine Stunde kussunfähig!“
     „Was? Eine ganze Stunde?“, rief er empört, „viel zu lang!“
     „Selbst schuld“, blieb sie stur.
     „Ich glaube, du bist einfach nervös wegen dem, was wir jetzt vorhaben!“
     „Was soll mich da nervös machen?“
     „Na ja, wer weiß, was uns da erwartet.“
     „Es ist ein Antiquariat! Ich freu mich immer, wenn wir ein neues entdecken!“
     „Du hast keine Ahnung, was für gefährliche Dinge die Leute der Steinzeit uns hinterlassen haben!“
     „Zum einen besteht die Vergangenheit nicht nur aus Steinzeit und zum anderen sage ich dir, was wirklich unheimlich ist! Ein Referat vor sieben leeren Tischen und einer Silke zu halten. Du hättest beim Referat dabei sein sollen!“
     „Ich war doch da!“
     „Ich meine richtig.“
     „Und du hättest kritisieren sollen, dass der Mond zensiert wird“, gab er zurück und auch wenn er sie mit den Vorwürfen neckte, schwang auch etwas ernst mit.
     „Ich wollte eine gute Note, warum soll ich die wegen eines Streits mit der Breier über den Mond riskieren?“
     „Manchmal muss man aber streiten.“
     Er zeigte auf sein Hemd, auf dem eine Mondrakete zu sehen war, die sich den Sternen nähert.
     „Aber das war keiner dieser Momente!“
     „Du findest also, dass man sich nur in der Thorgarten-Show streiten darf?“
     „In der was?“
     „Die Show mit dem Autor und seinem Buch, die Breier empfohlen hat und die du unbedingt gucken willst.“
     „Ach so, das hatte ich doch auch nur so gesagt, um nett zu sein“, winkte sie lachend ab.

Während sie sich unterhielten, liefen sie Hand in Hand die Straße entlang. Um sie herum strebten die Hochhäuser wie stoische Riesen dem Himmel entgegen und Drohnen schwebten eifrig an ihnen vorbei, um Bestellungen abzuliefern. Sie durchquerten einen kleinen Park mit See und bogen schließlich in eine weitere Straße ein, in der Reihenhäuser die Hochhäuser ersetzt hatten. Hier ging es auch sonst deutlich ruhiger zu. Kaum Verkehr, wenige Drohnen.

„Haut ab! Euch wollen wir hier nicht!“, schrie jemand von der anderen Straßenseite.
     „Hau du doch ab!“, antwortete Ben und stürmte hinüber, um mit Deniz zu ringen, der dort auf sie gewartet hatte. Deniz war etwas kleiner und fiel vor allem durch eine Lücke zwischen den Schneidezähnen auf. Zwar wäre es kein Problem, diese zu schließen, aber er bildete sich ein, dass die Mädchen ihn so attraktiver fanden. Außerdem hatte er etwas übergewichtig, was er durch ausladende T-Shirts zu verschleiern suchte. Sein dunkelblondes Haar hatte er auf wenige Zentimeter gekürzt, damit seine Zahnlücke mehr auffiel.
     „Was für ein süßer Boy“, flirtete Laura und deutete dabei auf seine Zahnreihe.
     „Bist leider nicht mein Typ, viel zu Rot!“, machte ihr Deniz keine Hoffnungen und deutete auf ihr Haar.
     „Da hast du mir früher aber ganz andere Sachen über Laura erzählt“, meinte Ben gut gelaunt.
     „Zählt denn die Beste-Freunde-Schweigepflicht gar nichts mehr?“, kam es gespielt empört zurück und Laura wechselte erfolgreich das Thema, als sie mit Blick auf das Antiquariat, vor dem Deniz gewartet hatte, „wow“ murmelte. Es befand sich im Erdgeschoss eines zweistöckigen Hauses, das zwischen den deutlich höheren Nachbarhäusern wie eingeklemmt wirkte. Wer nicht aufpasste, konnte sogar das Holzschild über der Türe übersehen, auf dem Früherladen stand.

„Mal sehen, ob wir hier neues Zeug aus der Steinzeit finden“, murmelte Deniz, als er die Türe öffnete und ein Glöckchen ihr Eintreten verriet. Schon, dass er sie mit der Hand aufmachen musste und sie nicht lautlos zur Seite glitt, sorgte bei den Dreien für Aufregung. Hinter solchen Türen konnten sich wahre Schätzen aus alten Zeiten verbergen. Modriger Geruch stieg ihnen in die Nase. Nichts von dem, was sie besaßen, hatte diesen Geruch. Zwei nackte Lampen hingen an der Decke und sorgten für schummriges Licht, das kaum in die Ecken des großen Raums vordrang. Auf allen Tischen türmten sich angestaubte Gegenstände in die Höhe, die dabei ohne einer bestimmten Ordnung zusammenlagen.
     „Schau mal!“ Laura zeigte auf einen Webstuhl, den Spinnennetze wie ein durchsichtiges Kleid umhüllt hatten. Ben setzte sich einen Soldatenhelm auf und Deniz lief mit einer Kettensäge und weit aufgerissen Augen auf seine Freunde zu. Sie griffen sich Puppen und Sportschuhe, Gemälde und Regenschirme, Kopfhörer und Scheibentelefone. Es kam ihnen vor, als würden sie im Hausrat entfernter Vorfahren stöbern. Sie liefen staunend von Tisch zu Tisch. Durch ein kleines Fenster fielen dünne Sonnenstrahlen herein, die neben den kraftlosen Lichtern der Lampen ebenfalls etwas Helligkeit spendeten. Wo sie die Luft zerschnitten, sah man Staubkörner tanzen. Deniz griff sich einen Lockenwickler und kämpfte gegen einen imaginären Gegner. Er machte mehrere Schritte rückwärts, bevor er gegen etwas Großes und Schweres stieß, das ein schepperndes Geräusch verursachte. Erschrocken wich er zurück, stolperte und fiel hin. Ben und Laura lachten, während er noch irritiert murmelte: „Was ist das?“
     Vor ihm stand jemand, der von Kopf bis Fuß in einer Rüstung steckte.
     „Ein Ritter“, erklärte Laura, „du bist gegen einen Ritter gelaufen!“
     „Man, wer stellt auch so ein Ding mitten in den Weg?“
     „Keine Sorge, der Herr Ritter schläft gerade, kannst dich beruhigen“, lachte Ben.
     „Ich will dich mal sehen, wenn du plötzlich so einem Ungetüm gegenüberstehst!“

Immer noch grinsend half Ben ihm auf die Beine, als hinter der Rüstung ein alter Mann erschien. Seine Haut wirkte so grau, als habe die ständige Düsternis des Früherladens ihr jede Farbe entzogen. Er trug eine Kappe auf dem Kopf und seine Stimmung schien irgendwas zwischen beunruhigt und gereizt zu sein.
     „Was ihr kaputt macht, müsst ihr kaufen! Hier ist alles zwischen 50 und 5000 Jahren alt und für jedes Jahr berechne ich einen C-Dollar!“
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