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Verbotene Versprechen - Ich darf dich nicht lieben
Verfasser: Charlotte H. Schwarz (1) und Valeska Réon (5)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 30. Dezember 2022
Genre: Historischer Roman (6519) und Romantische Literatur (30442)
Seiten: 308 (Taschenbuch-Version), 325 (Kindle-Version)
Themen: Adel (574), Beziehungen (2819), Bretagne (91), Frankreich (972), Herzöge (228), Könige (1479), Orden (274), Ritter (381)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich und alle ihre Kinder sind tot, als sie ihren Seelenpartner Jean de Thyberon kennenlernt, einen Ritter des Michaelsordens, mit dem sie einige wunderschöne Monate verbringt, bevor sie gezwungen ist, König Ludwig XII. zu heiraten.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Valeska Réon gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Charlotte H. Schwarz findet ihr bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Ich weinte, jedoch nur kurz, denn der heiße Zorn, der in mir aufstieg, ließ meine Tränen verdampfen. Meine Wut auf die Franzosen wuchs ins Unermessliche, und ich überlegte, wie ich dem begegnen sollte. Als Erstes gab ich Anweisung, dieses Schloss, in dem mich alles an Papas Tod erinnerte, zu verlassen und in das stärker gesicherte Schloss in Guérande umzusiedeln. Wir waren es von klein an gewohnt, ab und zu in ein anderes Schloss umzuziehen, oder um es nett auszudrücken: Reisen bestimmte mein Leben. Doch diesmal war die Lage ernster, denn die Pest wütete immer noch, aber hier würden Isabeau und ich erst einmal zur Ruhe kommen, ehe ich weitere Pläne ins Auge fassen konnte.
     Ohne einen Mann an meiner Seite würde es mir nicht gelingen, das Herzogtum zu regieren. Nicht weil ich es alleine nicht konnte, sondern weil es so von mir erwartet wurde. Mit einem blühenden und reichen Land wie der Bretagne als ›Aussteuer‹ würde es an Freiern nicht mangeln, aber für meine Berater Marschall de Rieux, Alain d’Albret und Françoise de Dinan war es selbstverständlich, dass sie meine Ehe arrangieren würden. Lediglich Philippe de Montauban hatte stets mein Wohl und meine Gefühle im Blick. Wobei indes direkt zwei Damoklesschwerter über mir schwebten. Es war nicht nur so, dass ich einen Mann erwählen musste, der die Unabhängigkeit der Bretagne erhalten könnte, vor allem aber musste das jemand sein, der gemäß dem Vertrag von Verger die Zustimmung des französischen Königs Karl VIII. erhalten würde. Bei unseren Besprechungen herrschte zwar ein nach außen hin höflicher Umgangston, doch ich merkte, dass sie sich untereinander uneins waren, wobei ich noch nicht zu fassen bekam, wie die Lager sich genau aufteilten. Philippe de Montauban durfte ich nach wie vor als meinen guten Freund ansehen. Françoise und Alain d’Albret indes konnten ihre wahren Absichten immer schlechter verschleiern. Sie sahen mich nach wie vor als Kind an und wollten so lange wie möglich in meinem Namen die Regentschaft innehaben. Philippe jedoch stand auf meiner Seite, beantwortete meine Fragen und legte mir die finanzielle Situation der Bretagne offen, die nicht so rosig war, wie ich bis dato gedacht hatte. Manchmal glaubte ich, seine Mundwinkel zucken zu sehen, da es ihn wohl sehr amüsierte, wie gelassen ich die Impertinenz meiner anderen Berater an mir abprallen ließ. Das Einzige, wo wir alle am selben Strang zogen, war unsere Opposition Frankreich gegenüber.

Eines Tages kam ein Abgesandter des französischen Hofes zu uns, in gelben und purpurnen Samt gekleidet. Sein Pferd war ähnlich reich geschmückt. Er verbeugte sich tief und kondolierte mir im Namen des französischen Königs zum Tod meines Vaters. Dann fuhr er mit einer säuseligen Stimme fort: »Unserem hochwohlgeborenen König Karl VIII. ist es wohl bewusst, welch schwere Bürde auf Euren zarten Schultern lastet, teure Herzogin.«
     Wohlweislich hatte ich mich auf Kissen gesetzt, um meine geringe Körpergröße zu kompensieren, und so schaute ich ihn aus dieser erhöhten Position ungerührt ob seiner Worte an.
     »Und daher«, fuhr er salbungsvoll fort, »schlägt König Karl vor, dass Ihr und Eure Schwester Isabeau unter seinem Schutz stehen solltet.« Er holte tief Luft, um dann zum finalen Schlag auszuholen: »Ferner hält er es für das Beste, wenn er die Kontrolle über die Verwaltung Eures Herzogtums übernimmt.«
     Ich sah einen nach dem anderen in meinem Beraterstab an, ihre Gesichter zeigten nichts als puren Zorn. Philippe nickte mir unmerklich zu, gleich einer Aufforderung, auf diese unverschämte Forderung zu reagieren. Und so entgegnete ich, wobei ich seinen schwülstigen Unterton aufgriff: »Ich danke Euch für Eure fürsorglichen Worte, aber erinnert sich der König nicht an den Vertrag von Verger?«
     »Ich bin sicher, das tut er, Euer Exzellenz.«
     »Dann«, fuhr ich mit all der Würde in der Stimme, die ich aufbringen
     konnte, fort, »richtet ihm meinen ergebensten Dank für sein Angebot aus. Ich werde ihm zeitnah meine Antwort zukommen lassen.«
     »Aber Euer Majestät befinden sich in großer Gefahr«, versuchte er mir zu widersprechen, doch ich entgegnete völlig ungerührt: »Eine Gefahr, die ich zu verhindern weiß.«
     Er starrte mich an, um seinen Blick dann hilfesuchend zu meinen
     Beratern zu wenden, doch die ignorierten ihn komplett. Nur zu deutlich war ihm die Schmach anzumerken, von einem Kind, als das er mich ansah, so vorgeführt worden zu sein. Mit einer tiefen Verbeugung verabschiedete er sich und ritt wieder gen Frankreich.
     Nachdem ich eine angemessene Zeit hatte verstreichen lassen, schickte ich einen Boten an den Französischen Hof. In meiner Nachricht an König Karl erinnerte ich ihn in höflichem Ton an den Vertrag von Verger, mit dem besiegelt worden war, dass die Bretagne frei von der Kontrolle durch Frankreich sei, solange die anderen Punkte eingehalten würden. Mein Brief endete mit den Worten: »Ich bin gewillt, mich daran zu halten, gehe jedoch keine Konzessionen ein außer denen, die mit meinem verstorbenen Vater ausgehandelt worden sind.«
     Hatte ich dies für einen klugen Schachzug gehalten, so war Anne de Beaujeu äußerst verärgert darüber. Da sie ihren Bruder immer noch unter ihrer Kontrolle hatte, griff sie auf das Netz von Spionen zurück, das ihr Vater, der ›Spinnenkönig‹, so sorgsam geknüpft hatte und von dem ich natürlich wusste, jedoch nicht, welche Folgen dies nach sich ziehen würde. Und so kam der Viscount de Rohan ins Spiel, einer der mächtigsten Barone der Bretagne. Er war nicht mehr jung und hatte auch nicht die Intention, mich zu ehelichen, aber seine zwei Söhne sollten mich und meine Schwester Isabeau heiraten. Diese waren jedoch um einiges jünger als ich, sodass ich diesen Vorschlag rundweg ablehnte, worin meine Berater mich ausnahmsweise einmal unisono unterstützten, da sie de Rohan keinerlei Macht geben wollten, die er durch diese Ehe zweifellos bekommen hätte.
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