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Verbotene Versprechen - Ich darf dich nicht lieben
Verfasser: Charlotte H. Schwarz (1) und Valeska Réon (5)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 30. Dezember 2022
Genre: Historischer Roman (6515) und Romantische Literatur (30423)
Seiten: 308 (Taschenbuch-Version), 325 (Kindle-Version)
Themen: Adel (572), Beziehungen (2816), Bretagne (91), Frankreich (968), Herzöge (227), Könige (1478), Orden (274), Ritter (381)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich und alle ihre Kinder sind tot, als sie ihren Seelenpartner Jean de Thyberon kennenlernt, einen Ritter des Michaelsordens, mit dem sie einige wunderschöne Monate verbringt, bevor sie gezwungen ist, König Ludwig XII. zu heiraten.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Valeska Réon gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Charlotte H. Schwarz findet ihr bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich straffte meine Schultern und entgegnete selbstbewusst: »Wenn ich Herzogin der Bretagne bin, werde ich mein Bestes geben und immer daran denken, was du an meiner Stelle getan hättest.«

Wie ich bereits erzählte, hatten mich die bretonischen Stände 1486 als Nachfolgerin meines Vaters und damit als Erbin des Throns anerkannt, um die Autonomie des Herzogtums gegenüber Frankreich weiter zu sichern. 1487 unterzeichnete Papa den Vertrag von Chateaubriant mit Frankreich, der die Eigenständigkeit der Bretagne erneut bestätigte. Trotzdem konnte dies die Franzosen nicht davon abhalten, unser Herzogtum weiterhin zu bedrängen. Unter der Führung von Louis II. de la Trémoille schlug das französische Königsheer gegen Vannes und Fougères zu und kontrollierte den Zugang zur Bretagne. Für meinen Vater ein Affront sondergleichen.
     Somit bedurfte es keiner großen Überredungskünste, dass er mit von der Partie war, gegen die machtbesessene französische Regentin in den Krieg zu ziehen, wozu das lautstarke Treffen am Vortag in seiner Bibliothek gedient hatte.
     »Cousin Ludwig hast du ja gestern in der Bibliothek gesehen«, setzte Papa zu einer Erklärung an, er hatte also doch gemerkt, dass ich heimlich an der Tür spioniert hatte. »Er ist nach wie vor ein unverbesserlicher Rebell und Rabauke, aber für das, was wir vorhaben, der richtige Mann.«
     Ich verkniff mir ein Lachen, Ludwig kannte ich von klein auf. Er sah sehr gut aus mit seinen hellbraunen Locken, die ihm fast bis zu seinen breiten Schultern reichten. Doch auch, wenn er immer nett zu mir gewesen war, ging eine innere Unruhe von ihm aus, die mir manchmal schier unerträglich war. Erst als ich älter wurde, erfuhr ich von seiner Lebensgeschichte.
     Ludwig XI., der vorherige und mittlerweile verstorbene König von Frankreich, hatte in Ludwig d’Orléans, so sein voller Name, immer einen Konkurrenten für seinen Sohn Karl gesehen und daher versucht, die Nebenlinie der Familie, der Papas Cousin angehörte, auszulöschen. Und dafür hatte er zu wahrlich unglaublichen Methoden gegriffen. Hinter vorgehaltener Hand wurde immer schon darüber getuschelt, dass Karl sehr dumm und selbstgefällig war, und so wurde dafür gesorgt, dass Cousin Ludwig ebenfalls keine gute Erziehung und Bildung erhielt. Um zu verhindern, dass er Nachkommen zeugte, wurde er 1476 dazu gezwungen, die Tochter des Königs, Johanna von Frankreich, zu heiraten. Noch kurz vor der Trauungszeremonie sträubte Ludwig sich mit Händen und Füßen dagegen. Doch da zischte ihm der König zu: »Wenn du meine Tochter nicht ehelichst, werde ich dir höchstpersönlich deine Haare abschneiden und dich bis ans Ende deiner Tage ins Kloster stecken.«
     Ludwig hatte dann zähneknirschend in diese Ehe, die definitiv nicht im Himmel geschlossen wurde, eingewilligt. Es ging die Geschichte um, dass Johanna ihrem Vater einmal ohne den Kapuzenum-hang, den sie immer trug, um ihren missgestalteten Körper zu verhüllen, im Schloss über den Weg gelaufen war und der sich zu Tode erschreckt haben soll. Wenn dieses bedauernswerte Geschöpf auch nur halb so hässlich und entstellt war, wie man sich erzählte, war es immer noch schlimm genug. Viel wichtiger bei den Plänen des ›Spinnenkönigs‹ war indes der Umstand, dass sie gebärunfähig war, sodass mit Cousin Ludwig dieser Zweig der Familie aussterben würde.
     Zu wissen, dass der ›dumme Karl‹, wie Ludwig ihn immer nannte, eines Tages statt seiner König von Frankreich sein würde, und die unerfreuliche Ehe mit Johanna waren wohl die Hauptgründe, warum Papas Cousin so oft bei uns anstatt am französischen Hof weilte. Als König Ludwig XI. 1483 starb, hatte Cousin Ludwig die Regentschaft für den damals erst dreizehnjährigen Karl beansprucht, scheiterte jedoch vor der Generalständeversammlung von 1484, und Karls Schwester, die als grausam verschriene Anne de Beaujeu, übernahm die Regierungsgeschäfte.
     Somit schloss Ludwig sich nur allzu gern der Adelsopposition an der Seite von Papa an, in der Hoffnung, es dieser kaltherzigen und hinterhältigen Frau heimzuzahlen, die ein strenges und, wie man hörte, ungerechtes Regiment in Frankreich führte. Als ihr Vater Ludwig XI. noch lebte, hatte man sie immer für dumm und ungebildet gehalten, nun entpuppte sie sich als eiskalt und – im Sinne von Frankreich – klug agierende Herrscherin.
     »Neben all den anderen, die gestern dabei waren«, fuhr mein Vater mit seinen Erzählungen fort, »habe ich mich ebenfalls mit Maximilian, dem König des Heiligen Römischen Reiches, gegen Frankreich verbündet.« Papa machte eine Pause und sah mich durchdringend an, um dann mit wichtiger Stimme fortzufahren: »Er könnte übrigens ein passender Heiratskandidat für dich sein, wobei auch Alain d’Albret glaubt, ich würde ihm zum Dank für seine Hilfe in diesem Krieg deine Hand schenken, aber … Nun, lass uns erst einmal gegen Frankreich in den Krieg ziehen.«
     Statt einer Antwort nickte ich nur stumm. Was hätte ich auch sagen sollen, hatte ich doch zwischenzeitlich verstanden, dass es hier schon lange nicht mehr um mein persönliches Glück ging, sondern um das Schicksal unseres Herzogtums – aber war es das jemals? Und auch, wenn ich mich fügte, so merkte ich doch, wie mich die Opfer, die ich für die Unabhängigkeit der Bretagne zu bringen hatte, nach und nach hart und unnachgiebig machten.
     Ja, ich würde immer zum Wohl der Bretagne denken und handeln, jedoch auch stets meinen eigenen Kopf haben.

Besagter Alain d’Albret, der Halbbruder meiner Gouvernante Françoise de Dinan, war ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse und einer der letzten Männer, mit dem ich den Ehebund eingehen wollte, aber immerhin verstärkte er unsere bretonische Armee mit 5 000 Mann, die vom König von Spanien geschickt wurden. Maximilian I. von Österreich entsandte ebenfalls 1 500 Mann, und Edward Woodville brachte eine Truppe von Bogenschützen aus Großbritannien herüber.
     Leider waren alle Bemühungen umsonst, die Bretagne wurde am 28. Juli 1488 in der Schlacht von Saint-Aubin-du-Cormier besiegt und Cousin Ludwig in Festungshaft genommen. Damals konnte ich noch nicht ahnen, welche Rolle er einmal in meinem Leben spielen würde – zumal ich in diesem Moment ganz andere Sorgen hatte, nämlich meinen Vater, der an dieser Niederlage fast zugrunde ging.
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