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Verbotene Versprechen - Ich darf dich nicht lieben
Verfasser: Charlotte H. Schwarz (1) und Valeska Réon (5)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 30. Dezember 2022
Genre: Historischer Roman (6515) und Romantische Literatur (30423)
Seiten: 308 (Taschenbuch-Version), 325 (Kindle-Version)
Themen: Adel (572), Beziehungen (2816), Bretagne (91), Frankreich (968), Herzöge (227), Könige (1478), Orden (274), Ritter (381)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich und alle ihre Kinder sind tot, als sie ihren Seelenpartner Jean de Thyberon kennenlernt, einen Ritter des Michaelsordens, mit dem sie einige wunderschöne Monate verbringt, bevor sie gezwungen ist, König Ludwig XII. zu heiraten.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Valeska Réon gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Charlotte H. Schwarz findet ihr bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Auf den ersten Blick wirkte sie sehr streng, was durch das braune Habit mit dem dunklen Schleier noch verstärkt wurde. Als ehemalige Herzogin der Bretagne hatte sie eine ›adelige‹ sprich kerzengerade Haltung, ohnehin überragte sie die anderen Nonnen um einen halben Kopf, sodass jeder vor Respekt erstarrte. Doch wenn Isabeau und ich mit ihr alleine waren, offenbarte sie uns ihre weiche Seite, schon zu ihrer Zeit als Herzogin der Bretagne hatte sie sich den Armen und Kranken gewidmet. Ihre Ehe mit Herzog Peter II. war kinderlos geblieben, aber sie wäre sicherlich eine gute Mutter geworden. Nun hatte sie ihre Berufung im Glauben gefunden.
     Auch ich hatte schon in jungen Jahren Trost im Glauben gesucht und so fand ich in den Wochen im Kloster der Karmelitinnen ein gewisses Maß an Zerstreuung. Wäre ich nicht von klein auf dazu erzogen worden, der Bretagne als Herzogin zu dienen – Nonne zu werden hätte durchaus eine Möglichkeit für mich sein können. Mein Glaube an Gott war tief und ich vertraute darauf, dass er mich, gerade nach dem Tod meiner Mutter, beschützen würde.
     »Armes Kind«, murmelte Françoise, als sie sich eines Abends an mein Bett setzte, der Stoff ihrer Nonnentracht raschelte, was irgendwie beruhigend auf mich wirkte, »das Schicksal der ganzen Bretagne lastet auf deinen zarten Schultern. Nur gut, dass es dir noch nicht bewusst ist, was alles auf dich zukommen wird.«
     Ich tat, als schliefe ich bereits, doch tief in meinem Herzen brodelte es. Nur zu gut wusste ich, wie schnell die Gesundheit meines Vaters verblühte und ich in nicht allzu ferner Zukunft seine Stelle einnehmen würde. Herzogin der Bretagne – mit diesem Gedanken driftete ich in einen traumlosen Schlaf.
     In Vannes war ich bis dato noch nie gewesen, und da ich hier nicht als Tochter des Herzogs der Bretagne auftrat, sondern als angehende Novizin, konnte ich mich frei bewegen. Meine Schwester und ich gingen mit einigen der anderen Nonnen spazieren, die uns diesen malerischen Ort zeigten. Es war das erste Mal, dass ich über einen Sandstrand ging, und als ich auf das tiefblaue Meer blickte, das an diesem Tag exakt die Farbe von Isabeaus Augen hatte, überkam mich ein Gefühl, das zwischen Traurigkeit und tiefer Sehnsucht angesiedelt war. Tränen liefen über mein Gesicht, meine Schwester nahm meine Hand und drückte sie. Nur sie wusste, dass in mir Gefühle tobten, die den rauen Wellen des Atlantiks gleich waren. Die Gewissheit, eines Tages dieses wunderschöne Land zu regieren, war erfreulich, aber ich war mir der großen Verantwortung bewusst, die auf meinen Schultern lastete.

Dann erreichte mich ein Brief von Papa, den mir ein reitender Bote ins Kloster brachte.
     Meine teure Anne,
     die politischen Umstände erfordern es, dass Du nach Nantes zurückkehrst.
     Ich freue mich, Dich und Isabeau wieder in meine Arme zu schließen.
     Ergebenst
     Euer Euch liebender Vater Franz

So verabschiedeten wir uns von Großtante Françoise und eilten unserem Vater zur Seite, denn neues Ungemach zog am Horizont auf. Bereits als ich mit Isabeau an der Hand das Schloss betrat, hörte ich laute Stimmen aus Papas Bibliothek. Hierhin zog er sich immer zurück, wenn er nachdenken musste – oder so wie heute wichtigen Besuch empfing. So stürmisch indes war es bislang noch nie zugegangen, und als ich die Tür einen Spaltbreit öffnete, erkannte ich Papas Cousin Ludwig von Orléans, die Grafen Alain d’Albret, Karl d’Angoulême und Odet d’Aydie, die Herzöge René II. von Lothringen, Johann IV. von Chalon sowie Philippe de Commynes. Sie waren schon oft bei uns gewesen, jedoch noch nie alle zusammen. Daher war mir sofort klar, dass es sich um etwas sehr Wichtiges handeln musste. Vorsichtig schloss ich die Tür wieder und zog mich mit meiner Schwester in unsere Gemächer zurück.

Am nächsten Morgen tat Papa, als sei nichts vorgefallen, aber natürlich war ihm so wie immer bewusst, dass er mir nichts vormachen konnte. Seit Jahren war das eine Art Spiel zwischen uns: Wer zuerst sprach, hatte verloren. Meistens war er das, und so auch diesmal.
     »Die Franzosen wollen sich die Bretagne einverleiben und zu einem Teil ihres Reiches machen, koste es, was es wolle«, begann er zu erzählen. »Daher, meine liebe Anne, nimm dich in Acht vor ihnen.«
     Solange ich mich erinnern konnte, hatte Papa stets eine schlechte Meinung von den Franzosen gehabt, und das nicht zu Unrecht, denn Anne de Beaujeu, die Schwester des eigentlichen Königs Karl VIII., betrieb gegenüber der Bretagne die gleiche hinterhältige Politik wie ihr mittlerweile verstorbener Vater Ludwig XI. Der Umstand, dass sich genau um diesen Punkt Papas gesamte Heiratspolitik mich betreffend drehte, wurde mir erst nach und nach bewusst: Ich brauchte einen Gemahl an meiner Seite, der die Unabhängigkeit der Bretagne garantieren und ebenso verteidigen könnte. Die Franzosen von seinem Herzogtum fernzuhalten war eine Last, die Papa Tag und Nacht niederdrückte, was seiner Gesundheit nicht sehr förderlich war. Gerade in den letzten Monaten war er zusehends schwächer und schwächer geworden.
     »Ich möchte dich nicht beunruhigen, liebste Anne, aber wir müssen dem Unvermeidlichen ins Auge sehen, dass du schon sehr bald Herzogin sein wirst.«
     »Oh Papa«, schluchzte ich, »sprich bitte nicht so.« Ich liebte meinen Vater sehr, und der Gedanke, ihn so wie wenige Monate zuvor meine Mutter zu verlieren, war unerträglich für mich.
     »Wir müssen aber darüber reden, teuerste Tochter. Es wird bald schon jede Menge Freier geben, die um deine Hand anhalten werden, doch wähle weise. Wähle denjenigen, der den Wohlstand und die Unabhängigkeit der Bretagne am besten zu bewahren weiß.«
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