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Verbotene Versprechen - Ich darf dich nicht lieben
Verfasser: Charlotte H. Schwarz (1) und Valeska Réon (5)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 30. Dezember 2022
Genre: Historischer Roman (6480) und Romantische Literatur (30280)
Seiten: 308 (Taschenbuch-Version), 325 (Kindle-Version)
Themen: Adel (568), Beziehungen (2800), Bretagne (91), Frankreich (963), Herzöge (221), Könige (1469), Orden (273), Ritter (381)
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Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich und alle ihre Kinder sind tot, als sie ihren Seelenpartner Jean de Thyberon kennenlernt, einen Ritter des Michaelsordens, mit dem sie einige wunderschöne Monate verbringt, bevor sie gezwungen ist, König Ludwig XII. zu heiraten.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Valeska Réon gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Charlotte H. Schwarz findet ihr bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Maximilian würde durch diese Ehe Herzog der Bretagne und ich die Herzogin bleiben, aber auch die Herzogin von Österreich und römisch-deutsche Königin. Die Krux dabei war jedoch: Ich würde mein geliebtes Land verlassen müssen, um bei meinem Gatten zu leben.
     Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Monate hin, Maximilian hatte dafür eine Delegation zu mir nach Rennes geschickt, angeführt von Wolfgang Freiherr von Polheim. Das sprach sich so schnell herum, dass die Rebellen in Nantes – Rieux, d’Albret und Madame de Dinan – kapitulierten. Auch wenn sie um Gnade flehten und wieder an meinen Hof zurückkehren wollten, ignorierte ich ihre Bitte. »Wer mich einmal verraten hat, wird es immer wieder tun, wenn der Preis stimmt«, teilte ich Philippe meinen Entschluss fest, bei dem er mich unterstützte.
     Letztendlich wurden Freiherr von Polheim und ich uns einig und setzten eine Vereinbarung auf, die in zehn Punkten die Unabhängigkeit der Bretagne festschrieb. Falls Maximilian ohne einen Erben gezeugt zu haben sterben würde, war es mir freigestellt, wieder in die Bretagne zurückzukehren. Wenn ich, ohne einen Erben geboren zu haben, vor ihm sterben würde, würde er keinen Anspruch auf die Bretagne erheben. Der erste Sohn aus dieser Verbindung würde in der Bretagne aufgezogen, und falls es mehrere Kinder gab, würde das älteste davon Österreich erben, und das zweite Herzog oder Herzogin der Bretagne werden.
     Der letzte Punkt der Vereinbarung war, dass die Eheschließung per procurationem, also mittels eines Stellvertreters, stattfinden sollte, der in diesem Fall Freiherr von Polheim war. Maximilian würde ich folglich selbst bei der Hochzeit nicht persönlich kennenlernen.
     Und da stand ich nun in der Kathedrale von Rennes, starrte auf das Grab meiner Schwester Isabeau und fragte mich: Was machst du hier? Auch die salbungsvollen Worte des Bischofs, der eine pompöse Ponti-fikalmesse zelebrierte, konnten meine Unruhe nicht besänftigen.
     Anschließend gab es ein Bankett im Schloss, bei dem ich trotz des hervorragenden Essens – unter anderem glasierter Truthahn mit einer Maronenfüllung – keinen Bissen herunterbekam. Rechts von mir saß mein ›Ersatzbräutigam‹ Wolfgang von Polheim, der sich genauso fehl am Platz fühlte wie ich. Philippe de Montauban zu meiner Linken versuchte, mich mit netten Worten zu beruhigen: »Liebste Anne, Ihr habt die richtige Wahl getroffen«, redete er mit leiser Stimme auf mich ein, »sowohl für Euch als auch Euer Herzogtum. Und wer weiß, vielleicht entpuppt sich Maximilian als … nun, alles ist besser als Alain d’Albret, habe ich recht?«
     Ein vorsichtiges Lächeln huschte über mein Gesicht – ja, alles war besser als dieser Verräter, der hoffentlich nie mehr wieder meine Wege kreuzen würde.
     Am Abend fand der, wie Philippe es nannte, ›germanische‹ Teil der Hochzeitszeremonie statt. Im Beisein des gesamten Hofstaates musste ich mich in meinen Gemächern aufs Bett legen. Freiherr von Polheim hatte sein rechtes Bein bis zum Knie hoch entblößt und platzierte es neben mir auf der Bettdecke. Er verharrte dort einen Moment und die Eheschließung war damit rechtskräftig, auch wenn Maximilian, der eigentliche Bräutigam, wie gesagt gar nicht persönlich anwesend war.
     Da dieses Vorgehen in der Bretagne völlig unbekannt war, kam es allen Anwesenden lächerlich vor, und als mein Blick den von Philippe streifte, sah ich, dass er sich das Lachen verkneifen musste. Auch alle anderen versuchten, ernst zu bleiben und gratulierten mir.
     Rennes war zwei Wochen lang in Feststimmung und alle offiziellen Geschäfte wurden von da an ›Im Namen von Maximilian und Anne,
     König und Königin des römisch-deutschen Reiches und Herzog und Herzogin der Bretagne‹ abgeschlossen.

Während meine Untertanen dachten, von nun an sei alles in Ordnung, wusste ich jedoch, dass ich gegen den Vertrag von Verger verstoßen und König Karl noch nicht einmal darüber informiert hatte. Natürlich ahnte ich, dass Anne de Beaujeus Spione die Kunde recht schnell verbreiten würden, und auch hier trat wieder einmal Alain d’Albret auf den Plan. Er hatte es immer noch nicht verwunden, dass ich ihn nicht zum Ehemann genommen hatte.
     So informierte er Karl darüber, dass Nantes sein wäre, da ich den Vertrag gebrochen hätte.
     Im Januar 1491 verlegten König Karl und seine intrigante Schwester den Französischen Hof nach Nantes – und erhöhten Alain d’Albrets jährliche Pension um eine stattliche Summe.
     Hatte ich mich vielleicht auch gerettet, so jedoch nicht mein Herzogtum vor den Franzosen, die sich nun stärker als je zuvor auf meinem Grund und Boden breitmachte.
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