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Verbotene Versprechen - Ich darf dich nicht lieben
Verfasser: Charlotte H. Schwarz (1) und Valeska Réon (5)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 30. Dezember 2022
Genre: Historischer Roman (6515) und Romantische Literatur (30423)
Seiten: 308 (Taschenbuch-Version), 325 (Kindle-Version)
Themen: Adel (572), Beziehungen (2816), Bretagne (91), Frankreich (968), Herzöge (227), Könige (1478), Orden (274), Ritter (381)
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Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und Königin von Frankreich, hat bereits zwei Ehen hinter sich und alle ihre Kinder sind tot, als sie ihren Seelenpartner Jean de Thyberon kennenlernt, einen Ritter des Michaelsordens, mit dem sie einige wunderschöne Monate verbringt, bevor sie gezwungen ist, König Ludwig XII. zu heiraten.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Valeska Réon gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram. Mehr zu Charlotte H. Schwarz findet ihr bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

»Es gibt nur zwei Dinge am Ende eines Erdendaseins, die man bereut:
Die, die man getan hat, und die, die man nicht getan hat. Letztere indes wiegen endlos schwerer …«

PROLOG
Blois
Montag, 9. Januar 1514


Düster türmten sich die Wolken über Blois, und auch die Loire floss gleich einem Trauerflor als dunkles Band am Königsschloss vorbei. Es war nicht richtig hell geworden an diesem Tag, gerade so, als wollte der Himmel sein Antlitz ob der Geschehnisse mit einem dichten Schleier verhüllen.
     Anne de Bretagne, Herzogin der Bretagne und zweimalige Königin von Frankreich, hatte kurz vor Vollendung ihres siebenunddreißigsten Lebensjahres ihre Augen für immer geschlossen.
     »Selbst der Himmel trauert um dich, meine geliebte Anne.« Mit tränenverschleiertem Blick schaute er nach oben. Ob sie von dort wohl gerade auf ihn herabsah?
     Auch wenn er in den kommenden Tagen in tiefer Trauer versank, war er die ganze Zeit dabei, als eine der prunkvollsten Beerdigungszeremonien vorbereitet wurde, die je einer französischen Königin zuteilgeworden war. Er richtete seinen verschleierten Blick auf Annes einbalsamierten Leichnam, der im Prunksaal aufgebahrt war. Ihr einstmals so wunderschönes Gesicht nun in solch lebloser Erstarrung vor sich zu sehen, war mehr, als er ertragen konnte. Ihr langes rotblondes Haar, das sich in seinen Händen wie Seide angefühlt hatte, war kunstvoll frisiert und hochgesteckt worden.
     Sie hatten sie in purpurroten Samt gekleidet und aufgebahrt, auf dem Kopf trug sie ihre Krone, in der rechten Hand hielt sie das königliche Zepter und in der linken Hand den Stab der Gerechtigkeit. Als er in das Weihwasserbecken schaute, das sich zusammen mit einem großen goldenen Kreuz am Fuß ihres Bettes befand, löste sich eine Träne von seiner Wange. »Du hast den Prunk stets gehasst«, flüsterte er kaum hörbar seinem sich in konzentrischen Kreisen auflösenden Spiegelbild zu, »aber immer gewusst, dass das Volk ihn braucht.«
     Bis Montagabend lag sie mit unbedecktem Gesicht dort, umgeben von Mönchen, die unaufhörlich Messen und Gebete für die Verstorbene sprachen, dann wurde ein Schleier über ihr Antlitz gelegt und der Leichnam kam in einen mit Blei ausgekleideten Holzsarg.
     Dies war der schlimmste Augenblick seines Lebens, und die schmerzliche Erkenntnis durchfuhr ihn wie ein Blitz: Er würde sie niemals wiedersehen. Nie mehr in ihre bernsteinfarbenen Augen blicken können, die so ernst wirkten, wenn sie über etwas nachdachte, wenn sie lachte indes regelrecht Funken zu sprühen schienen.
     Jeden Tag wurden zusätzlich zu den von den Mönchen gesprochenen Messen vier Hochämter von den Prälaten und dem Chor der Königskapelle abgehalten.
     Am 26. Januar bildete sich die Prozession, angeführt von François von Angoulême. »Gestern wärst du siebenunddreißig geworden«, murmelte er vor sich hin, als er ihrem Sarg hinterhersah, den der Trauerzug zur Kirche St. Saveur in Blois geleitete.
     In den Genuss seines Geschenks, das handgemalte und kunstvoll bebilderte Buch ›Die Legende des Purgatorium des Heiligen Patrick‹ von Marie de France, eine Übersetzung des lateinischen Textes ›Trac-tatus de Purgatorio Sancti Patricii‹ des Zisterziensermönchs Heinrich von Saltrey, das er auf einer seiner Reisen in einem Kloster entdeckt hatte, sollte sie nun nicht mehr kommen. Als er es am Morgen aufschlug, war sein Blick auf die Illustration zur ›Siebenten Peinigung in den Kesseln‹ gefallen – ausgerechnet, denn genau so fühlte er sich gerade. Mit zitternden Händen hatte er es wieder zugeschlagen und ganz nach hinten in den Schrank zu seinen anderen Büchern gestellt.
     Es war nicht üblich, dass Könige an Beerdigungszeremonien teilnahmen, insofern war Annes Witwer nicht zugegen – Ludwig XII., der Mann, den er so leidenschaftlich zu hassen gelernt hatte. Annes Vermählung mit dem französischen König hatte er seinerzeit, an einem eiskalten Morgen im Januar 1499, nicht verhindern können. Das Wohl Frankreichs und der Bretagne hatte stets wie ein Damoklesschwert über ihrer Liebe geschwebt.
     Am nächsten Tag fanden drei Messen der Bischöfe von Paris, Limoges und Bayeux statt. Annes Beichtvater, Guillaume de Parvi, sprach den ersten Teil der Leichenrede und siebenunddreißig Lobpreisungen der verstorbenen Königin, eine für jedes Jahr ihres Lebens. Trotz aller Trauer huschte ein Lächeln über Jeans Gesicht, als er an eben jene Dinge dachte, die sie Parvi wohlweislich nicht erzählt hatte.
     Gegen zwei Uhr nachmittags wurde der Sarg auf eine vierrädrige Kutsche gelegt und das Gefolge trat, von 450 Fackeln beleuchtet, seine Reise nach Paris an. Zwei Ritter zu Pferde waren an der Vorderseite der Bahre mit sechs Bogenschützen des Königs auf jeder Seite, um die Menge davon abzuhalten, zu nahe zu kommen. Die ganz in Schwarz gekleidete Eliteeinheit der königlichen Schweizergarde, die CentSuisses, angeführt von Capitaine Surintendant Louis de Menthon, begleitete die Trauerprozession zur Basilika Saint-Denis, der Grabstätte der französischen Könige und Königinnen. Kurz trafen sich ihre Blicke. Er hatte diesen Menthon noch nie leiden können – doch auch umgekehrt wurde ein Schuh daraus. Schon dessen Vater trug den Beinamen ›Keiler von Montlhéry‹, und genau so führte sein Sohn sich auch auf: laut, ungehobelt und den ihm unterstellten Soldaten gegenüber stets ungerecht. Keiner von beiden hatte den Streit auf dem Schlossplatz vergessen, bei dem es um eine unziemliche Bemerkung seitens Menthons über die äußeren Vorzüge von Königin Anne ging. Was folgte, war eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen ihnen, aus denen der Sohn des ›Keilers‹ nicht als Sieger hervorgegangen war.
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