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Im Zeichen der Lämmer
Verfasser: Emilia Benedict (1)
Verlag: Eigenverlag (25890)
VÖ: 10. Dezember 2022
Genre: Thriller (8198)
Seiten: 320 (Taschenbuch-Version), 367 (Kindle-Version)
Themen: DNA (86), Füße (11), Gefahr (1979), Leichen (3068), Leichenteile (74), Psychopathen (312)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Emilia Benedict für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Emilia Benedict gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Sie sagen es. So was macht kein normaler Mensch. Das war ein Psychopath, so viel ist sicher. Ein ganz kranker Irrer.«
     Sie trat einen Schritt zurück und sprach ein paar Worte in ihr Diktiergerät. Mit dem Handy zoomte sie zum Tatort und machte Aufnahmen, obwohl nichts weiter zu erkennen war, als die Ermittler in ihren weißen Overalls. Sie schaltete um auf Video und filmte kurz die Umgebung mit all ihren Gaffern. Für ihre Recherchen konnte das nicht schaden, besser zu viel als zu wenig.
     Gerade wollte sie sich wieder nach vorn drängen, die beste Sicht hatte sie definitiv direkt am Absperrband. Eigentlich war sie kein Gaffer. Im Gegenteil, sie verabscheute derartige Sensationslüsternheit. Doch was sollte sie tun. Ihr selbst fehlte momentan die Idee zu einer neuen Geschichte und ihre Agentin begann allmählich zu nerven. Hier, hinter dieser Absperrung lag ihre Chance und das Leid des Opfers und dessen Angehörige wurden zu ihrer Geschichte.
     Jessica quetschte sich zwischen die Leute und schob sich Stück für Stück vorwärts. Ein Officer näherte sich. Stopp. Das war doch Officer Dixon. Sie kannte ihn, er hatte vor fast einer Ewigkeit mal Aidans Haus bewacht, um sie vor dem Toxin-Killer zu beschützen. Hatte er sie erkannt und kam jetzt deshalb in ihre Richtung? Bloß nicht, dann würde Aidan erfahren, dass sie hier wäre. Schnell zog sie sich zurück, bückte sich und schnürte zur Tarnung ihren Schuh. Zu allem Übel nahm Dixon von jedem der Umstehenden die Personalien auf. So ein Mist. Und was nun? Sie schlich bis zur Hecke an dem Schulgebäude und hockte sich dahinter. Gesehen hatten sie Dixon und der junge Spund, der bei ihm war, sicherlich nicht. Dafür waren es zu viele Gaffer und die beiden zu sehr beschäftigt. Doch auf weitere Informationen musste sie nun verzichten.
     Nach einer Stunde waren die meisten der Schaulustigen verschwunden. Keine Leiche oder weitere Teile, kein frisches Blut. Die Szene hatte eindeutig an Spannung verloren. Übrig blieben einzelne Beobachter von der Presse, ein paar restliche, unschlüssige Interessenten und Jessica, die noch immer hinter der Hecke hockte. Viel würde hier vermutlich nicht mehr passieren.
     Sie sah, wie Aidan und Ethan den Platz verließen. Das hieß, auch sie konnte jetzt verschwinden. Ihr blieb nichts anderes übrig, als sich heute Abend nun doch die Jefferson Tribune zu besorgen. Von Aidan würde sie sowieso nichts erfahren. Das hatte er ihr heute Morgen noch einmal deutlich gemacht. Vielleicht standen in der Zeitung weitere wichtige Informationen. Denn ohne den Namen der Leiche konnte sie mit ihren Recherchen nicht beginnen.


Dienstag
3


Aidan bog mit seinem 68er Mustang, den er hegte und pflegte und ihm tausendmal mehr wert war als all die neumodischen Plastikkarren, die eh alle gleich aussahen, in die Monroe Street ab zum Police Department. Acht Uhr begann die alltägliche Lagebesprechung in Deputy Chief Schroeders Büro. Es war eine Minute vor, also hatte er noch lange sechzig Sekunden Zeit. So pünktlich war er selten.
     Sergeant Karen Sanders kam ihm eilig und schnaufend mit einem Pott Kaffee in der Hand entgegen, als er gemächlich durch die Tür trat.
     Karen war die gute Seele des Reviers. Aidan mochte sie, doch er machte sich auch Sorgen. Die kleinste Bewegung, ihre Pausbacken begannen zu leuchten und sie kam ins Schwitzen. Wenn sie nicht bald etwas dagegen unternahm, konnte sie in ein paar Jahren mit ihrer Pension das eigene Grab bezahlen.
     »Da bist du ja, mein Lieber. Hab dich eben vorfahren sehen und schnell einen Kaffee für dich zurechtgemacht. Du solltest dich beeilen, der Depchi«, so nannte Karen den Deputy Chief, »er knurrt schon wieder und lechzt danach, dir das Fell über die Ohren zu ziehen. Na ja, aber du kommst ja eh lieber zu spät als zu früh. Zeit verschwenden war noch nie dein Ding.«
     »Was denn, was denn? Ich habe noch genau vierzig Sekunden bis acht. Immer schön sachte mit den jungen Gäulen.«
     »Na, da hast du ja genügend Zeit, dir selbst einen Kaffee zu holen.«
     »Ey, nicht doch. So gut wie du ihn machst, würde ich ihn nie hinbekommen.«
     Karen grinste. »Da hast du ausnahmsweise recht. Hier und jetzt scher dich. Außer dir sind alle schon da.«
     Aidan nahm die Tasse entgegen und ging damit zur Besprechung.

»Mr. Carter«, begann Schroeder, »was für ein Glück, dass Sie uns doch noch beehren.«
     »Ja und dazu bin ich sogar pünktlich, es ist genau drei, zwei, eins, exakt acht Uhr. Auf die Sekunde.«
     Aidan schlenderte durch den Raum und setzte sich. Schroeder schnaufte. Ob aus Verärgerung oder seiner Natur geschuldet oder gar beidem konnte Aidan beim besten Willen nicht erkennen, aber vermutlich lag es an ihm. Die zwei standen sich noch nie direkt nahe und Aidan tat sein Bestes, damit das auch so blieb. Dennoch war Schroeder gar kein so übler Chef. Das musste selbst er zugeben.
     Schroeder stützte seine Unterarme auf die Tischplatte und beugte sich mit seinem massigen Körper nach vorn. Einmal mehr fiel Aidan seine gravierende Ähnlichkeit mit einer Bulldogge auf.
     »So, meine Herren, wie an mich herangetragen wurde, gab es gestern einen Leichenfund. Ich will Genaueres darüber wissen.«
     »Wofür schlage ich mir eigentlich die Nacht um die Ohren und fertige einen Bericht an?«, brummte Aidan.
     »Tja, Carter«, sagte Schroeder und grinste dabei süffisant, »vielleicht, damit Sie Ihre Freizeit sinnvoll nutzen und ausnahmsweise mal keine Dummheiten anrichten.«
     »Oh, das ist aber nett gesagt und wie großzügig. Dann ist es sicherlich auch neu für Sie, dass der Name des Täters schon bekanntgegeben wurde, und zwar in der gestrigen Abendausgabe der Jefferson Tribune. Es handelt sich um den Metzger von Jefferson City. Steht übrigens alles im Bericht.« Aidan lehnte sich selbstgefällig auf seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.
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