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Im Zeichen der Lämmer
Verfasser: Emilia Benedict (1)
Verlag: Eigenverlag (25890)
VÖ: 10. Dezember 2022
Genre: Thriller (8198)
Seiten: 320 (Taschenbuch-Version), 367 (Kindle-Version)
Themen: DNA (86), Füße (11), Gefahr (1979), Leichen (3068), Leichenteile (74), Psychopathen (312)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Emilia Benedict für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Emilia Benedict gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     O mein Gott, sie war nackt! Er hatte sie ausgezogen, mit seinen widerlichen Fingern berührt. Madison zitterte augenblicklich. Ob aus Entsetzen oder vor Kälte, sie wusste es nicht. Gleichzeitig begriff sie, dass er sie nicht nur festgebunden, sondern komplett fixiert hatte. Ihre Oberschenkel und Fußgelenke waren an das kalte Metall mit Riemen geschnallt, ebenso jedes ihrer Handgelenke, ihr Becken, der Oberkörper, die Stirn. Was hatte dieser kranke Typ vor? Ein Gedanke schoss ihr durch den Kopf und die Gewissheit traf sie wie ein Fausthieb. Er wollte sie vergewaltigen, er stellte ihr immer noch nach.
     Angst kroch durch ihre Glieder. Vor ihren Augen begann sich alles zu drehen und ihr wurde übel. Wenn sie sich jetzt übergeben würde, müsste sie zweifellos daran ersticken. Panik stieg in ihr auf. Sie atmete viel zu hektisch und in kurzen Stößen.
     Stopp! Reiß dich zusammen, Maddi! Sie musste sich dringend beruhigen und ihre Übelkeit in den Griff bekommen. Sie schloss die Augen. Dann zwang sie sich, ruhig zu atmen und an nichts zu denken. Gut, konzentrier dich. Langsam in den Bauch einatmen. Dabei zählte sie: Eins, zwei, drei – Luft anhalten – und jetzt lang und tief ausatmen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs. Noch mal.
     Nach einer Weile verschwand der aufsteigende Würgereiz und sie hatte ihre Angst unter Kontrolle. Sie war wieder einigermaßen in der Lage, klar zu denken. Okay, und nun benutze deinen Verstand. Sie musste hier schnellstens raus. Vielleicht ließen sich die Riemen ein wenig lockern.
     Madison drehte ihre Hände und Fußgelenke hin und her. Die einzigen Gliedmaßen, zu denen sie überhaupt fähig war, sie zu bewegen. Kurze Zeit später brannte ihre Haut wie Feuer, doch ihre Fesseln saßen nach wie vor straff. Erneut spürte sie das panische Kribbeln in ihrer Brust. Sie schluchzte verzweifelt und wurde hysterisch. Mit ganzer Kraft zerrte sie weiter an den Riemen, aber es war aussichtslos. Sie saß in der Falle. Jetzt konnte sie nur abwarten, dass ihr Peiniger kam, und alles über sich ergehen lassen.
     Ich werde dich anzeigen, du mieses Schwein. »Wo bist du!«, rief sie. »Komm endlich her und zeig dich!«
     Die letzten Worte kreischte sie wütend. Nichts geschah. Keine Schritte, die sich näherten. Keine Tür, die sich öffnete. Kein Licht. Diese Dunkelheit um sie herum und nicht zu wissen, wo sie war, brachte Madison fast um den Verstand. Das Einzige, das sie wahrnahm, war ihr eigener Herzschlag.
     Quälende Minuten vergingen. Mit einem Mal hörte sie ein Geräusch auf dem Boden und erstarrte. Es war unmittelbar neben ihr. Ein Scharren oder Schleifen, vielleicht eine Ratte? O Gott, sie hatte so schreckliche Angst vor Ratten und konnte sich nicht einmal bewegen. Bei dem Gedanken daran fing sie an zu kichern. Das alles war so bizarr. Sie befand sich in einer ausweglosen Situation und machte sich Sorgen wegen einer Ratte. Wie lächerlich.
     Plötzlich hörte sie, wie ein Stuhl zurückgeschoben wurde. Gleich darauf flammte gleißendes weißes Deckenlicht auf. Es blendete. Der stechende Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen. Sofort kniff sie sie fest zu.
     Dieser Dreckskerl hatte die ganze Zeit neben ihr auf einem Stuhl gesessen und gewartet.
     Sekunden später hatte sie sich noch immer nicht daran gewöhnt, doch sie registrierte, dass sie auf einer Art Metalltisch lag. Nur blinzelnd konnte sie etwas erkennen.
     »Was soll das, warum bin ich hier? Binde mich los!«
     Er stand neben ihr, setzte das Nachtsichtgerät ab und starrte teilnahmslos auf sie hinab. Aus dem Augenwinkel konnte Madison ihn kaum ausmachen. Sie musste ihre Augen verrenken, um wenigstens etwas von ihm sehen zu können. Sie versuchte ihren Kopf zu drehen. Keine Chance, der Riemen lag fest wie ein Schraubstock um ihre Stirn.
     »Antworte mir, verdammt!«
     Keine Regung. So hatte Madison ihn noch nie erlebt. Er wurde ihr immer unheimlicher. Wollte er sich vielleicht an ihr rächen? Ein einziges Mal hatte sie sich mit anderen Mädels über ihn lustig gemacht. Dummerweise hatte er das mitbekommen. Aber das war doch noch lange kein Grund für das Ganze hier.
     Gänsehaut überzog ihren Körper und unwillkürlich schlugen ihre Zähne aufeinander. Es gab nur eine Möglichkeit, sie musste weiterreden und ihn irgendwie dazu bringen, sie loszubinden. Ihre Angst durfte auf keinen Fall die Oberhand gewinnen.
     »Vielleicht reden wir einfach in Ruhe miteinander und fangen noch mal von vorn an. Jetzt binde mich schon los!«
     Das hatte gewirkt. Er ging zu ihren Füßen und entfernte die Riemen. Danach wandte er sich von ihr ab und ging.
     Madison war irritiert. War das ein Spiel? Wollte er, dass sie den Rest selbst schaffte? Jetzt hatte sie zwar ihre Füße frei, konnte sich aber noch immer keinen Zentimeter bewegen.
     »Hey, binde mir wenigstens die Hände los.«
     Keine Antwort. War er noch hier? Sie hatte ihn nicht hinausgehen hören und war sich nicht sicher. Sie wollte nachsehen, aber dieser verflixte Riemen um ihre Stirn hinderte sie daran und zwang sie, weiter an die Decke zu starren.
     Der Raum war hoch, die Wände weiß gekachelt und über ihr flackerte das grässliche Neonlicht. Was war das für ein Ort? Ein Waschhaus, ein Labor, ein Schlachthaus? Bei dem letzten Gedanken überzog sich ihr Körper erneut mit einer Gänsehaut. Bitte, lass das alles nur ein schlechter Traum sein.
     Madison vernahm das Schlurfen seiner Schuhe auf dem Boden. Er war noch immer hier. Die Schritte kamen näher, dann tauchte er am Fußende des Tisches auf, auf dem sie lag. Nackt, hilflos und ihm völlig ausgeliefert. Würde er sie jetzt losbinden? Das musste er, wenn er sie vergewaltigen wollte, zumindest ihre Beine. Sie nahm sich vor, sein Spiel mitzuspielen, und wollte versuchen, ihn um den Finger zu wickeln, so lange, bis er sie endlich losband. Danach, dann gnade ihm Gott.
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