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Im Zeichen der Lämmer
Verfasser: Emilia Benedict (1)
Verlag: Eigenverlag (25876)
VÖ: 10. Dezember 2022
Genre: Thriller (8197)
Seiten: 367
Themen: DNA (86), Füße (11), Gefahr (1979), Leichen (3066), Leichenteile (74), Psychopathen (312)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Emilia Benedict für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Emilia Benedict gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Er lief einen Schritt schneller, bis er seinen Partner eingeholt hatte.
     »Monique, aha«, bemerkte Ethan.
     »Glaub mir, der Schreck, auf diese Frau zu treffen, ist schlimmer als die Nachricht von der Leiche.«
     »So wie es aussah, ging’s ihr ähnlich.«
     Aidan antwortete darauf mit einem ranzigen Laut.
     Keine zwanzig Meter weiter und sie waren am Fundort der Leiche. Sie blieben stehen. Näher heranzugehen und die Spurengasse zu verlassen, wäre unklug. Damit würden sie womöglich wichtige Spuren verdecken und selbst unnötige hinterlassen. Hinweise zu finden, war die Aufgabe der Spurensicherung, und wie Aidan jedes Mal aufs Neue feststellen musste, machten die Leute ihren Job ausgezeichnet.
     Dr. Brendl, der Kollege von Dr. Harris, war mit der Toten beschäftigt. Jogger fanden sie vor einer knappen Stunde. Es würde demnach noch eine ganze Weile dauern, ehe der Doktor mit seinen Untersuchungen fertig wäre.
     Ethan kramte seinen Notizblock aus der Jackentasche und notierte schon mal die eindeutigen Fakten. Leiche: weiblich, blond, zwischen fünfundzwanzig und fünfunddreißig Jahre alt, fehlende Füße, Beine gereinigt mit …
     »Dr. Brendl«, fragte Ethan.
     »Ja«, antwortete dieser gepresst. Er beugte sich soeben über die Leiche und ermittelte die Größe der Striemen auf ihrem Körper.
     »Haben Sie die Beine der Toten schon untersucht? Wurden sie mit Chlor gereinigt?«
     Dr. Brendl, ein betagter, hagerer Mann, lehnte sich zurück und wischte mit dem Handrücken über seine Stirn. Dann hievte er sich ächzend auf seine Füße. »Bobby, mach mal inzwischen weiter. Von jeder Markierung mehrere Nahaufnahmen.«
     »In Ordnung, Boss«
     Bobby war Dr. Brendls und Dr. Harris’ Assistent und Schüler. Der Doktor kam jetzt zu Ethan herüber.
     »Eine kurze Pause kann ich gut vertragen. In meinem Alter ist es nicht mehr so einfach, auf allen Vieren auf dem Boden zu kriechen, vor allem danach wieder hochzukommen. Aber zurück zu Ihrer Frage, Mr. Jones. Der ganze Körper der Toten riecht wie eine Chemiefabrik. Ich vermute, er hat sie komplett mit Chlor gewaschen. Sicher kann ich das natürlich erst nach der Obduktion sagen.«
     »Also hat er doch ’nen Putzfimmel«, stellte Aidan fest.
     »Entweder das oder er wollte dem Geruch vorbeugen, vielleicht wollte er die Leiche aber auch nur mit solch einem Bad schneller auftauen.«
     »Sie lag in einer Gefriertruhe?«, fragte Ethan erstaunt. »Dann ist sie sicherlich schon länger tot.«
     »Das ist anzunehmen«, sagte Dr. Brendl. »Wie lange kann ich hier an Ort und Stelle beim besten Willen nicht sagen. Dazu müssen Proben ins Labor. Ich mutmaße mal, dass die Frau mindestens acht Stunden tot war, bevor sie in eine Kühlzelle gelegt wurde.«
     »Und sie wurde so nackt gefunden, wie sie hier liegt?«
     »Ja und nein, Mr. Carter. Sie war zwar komplett entkleidet, aber wiederum eingewickelt in diese beiden Tücher, auf denen sie liegt.«
     Wie zwei Tischdecken aus Großmutters Zeiten, dachte Aidan. Das untere der beiden weißen Tücher sah aus wie ein einfaches Wachstuch und das andere wie die alte Tischdecke bei der Kaffeetafel seiner verstorbenen Grandma Gladys.
     »Ich frage mich gerade, warum hat sie der Mörder gleich in zwei Tücher gewickelt?«
     »Möglich, dass du recht hast«, sagte Ethan, »und der Täter hat tatsächlich einen Hygienewahn. Das untere Tuch ist ein Wachstuch und soll vielleicht gegen Schmutz und Feuchtigkeit schützen.«
     »Kommen Sie, ich will Ihnen mal etwas zeigen.« Dr. Brendl ging zurück zu der Toten und gestikulierte mit der Hand, ihm zu folgen. »Im Umkreis um den Leichnam ist bereits alles aufgenommen und asserviert. Sie können ruhig nähertreten.«
     Die beiden sahen sich dennoch vor, keine unnötigen Spuren zu hinterlassen.
     »Hier, sehen Sie sich mal das Gesicht der Frau an.«
     Aidan warf einen flüchtigen Blick auf die Tote, drehte sich aber sofort wieder zur Seite, um zu verhindern, dass sein Magen ein Looping startete. Seit er denken konnte, war er Polizist mit Leib und Seele und ein äußerst guter Ermittler. Nur mit einer Leiche auf Tuchfühlung zu gehen, was hier im wahrsten Sinne des Wortes der Fall war, bereitete ihm auch nach so vielen Jahren noch seine Probleme.
     »Mein Gott«, keuchte Ethan. »Wie krank ist das denn. Sind die festgeklebt? Welches irre Dreckschwein tut jemandem so etwas an, und warum?«
     »Warum, diese Frage kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Dafür sind Sie beide die Spezialisten. Ich kann nur das Wie und Was vermuten. Er hat sie höchstwahrscheinlich mit Sekundenkleber fixiert. Simpel, aber effektiv. Ob ante oder post mortem, kann ich derzeit nicht mit Gewissheit sagen. Was ich jedoch sagen kann, er hat die Augäpfel sehr sorgsam entfernt, danach die Höhlung gereinigt und anschließend das andere Augenpaar eingesetzt. Es stammt ganz sicher von einem Tier. Die Farbe muss ich analysieren lassen, aber ich nehme an, das ist Theaterschminke.«
     »Was für ein beschissener Freak.«
     Ethan fluchte selten, doch der Anblick dieser Frau ging ihm stark an die Nieren.
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