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Die Verneburg-Reihe 2 - Der Zirkus unter Dampf
Verfasser: Alexandra Haber (5)
Verlag: Eigenverlag (25890)
VÖ: 4. Dezember 2022
Genre: Fantasy (16690)
Seiten: 295 (Taschenbuch-Version), 324 (Kindle-Version)
Themen: Geschwister (444), Intrigen (1526), Steampunk (179), Zirkus (159)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Die Verneburg-Reihe (3)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexandra Haber für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexandra Haber gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Textauswahl aus Kapitel 6: "Der Einbruch"


"Herzlich willkommen", begrüßte der Mann sie und tippte sich an den Zylinder. "Ich habe mit dir gerechnet. Natürlich nicht mit dir persönlich, aber ich wusste, dass ihr Zirkusleute einen der Euren herschicken würdet. Ihr konntet wohl einfach nicht widerstehen, was?"
     Das hier war eine Falle!
     Los Augen glitten unwillkürlich zum offenstehenden Fenster, doch bevor sie auch nur ihren Füßen den Befehl zum Lospreschen geben konnte, schaute sie plötzlich in den Lauf einer Schusswaffe, die der Doktor unmissverständlich klicken ließ. Er hatte nicht einmal in seine Manteltasche gegriffen. Woher hatte er sie gezogen?
     "Schön da stehenbleiben, Freundchen!", sagte er ruhig, aber mit Nachdruck. "Und falls du denkst, ich würde nicht schießen, kann ich dir versichern, dass ich es durchaus tun werde! Ich ziele gut."
     Während sich ihre Atmung beschleunigte, trat Anstaedingur näher heran und um den Tisch herum. Los Herz schlug schneller.
     "Und jetzt möchte ich gern sehen, mit wem ich es hier zu tun habe", verkündete er und hob die Hand, um Lo die Maske von Nase und Mund zu ziehen. Sie hob abwehrend einen Ellbogen und schickte sich an, nach ihm zu treten, aber er zog ihr umgehend die Waffe durchs Gesicht. Lo sah ein paar Sekunden lang Sterne und schmeckte Blut im Mund.
     Der Doktor zupfte ihr den Schal vom Gesicht und stutzte kurz, dann schenkte er ihr ein gespielt weiches Lächeln.
     "Ja, wen haben wir denn hier? Enchante Mademoiselle." Er nahm ihre Hand in seine und deutete einen Kuss auf ihren Handschuh an. "Da muss ich mich wohl entschuldigen. Pardon!" So wie er das sagte, tat ihm der Schlag keineswegs leid und Lo konnte auf seine Entschuldigung gern verzichten. "Aber ich wusste nicht, dass in eurem Zirkus lauter Feiglinge durch die Lüfte springen. Schicken mir ein Mädchen hierher, um die Drecksarbeit zu erledigen!"
     Aus ihrer Nase lief ein bisschen Blut und Anstaedingur langte in seine Manteltasche, aus der er ein Stofftaschentuch hervorzog. Damit schickte er sich an, ihr das Blut abzutupfen, was Lo entschieden mit einer Armbewegung unterbinden wollte.
     "Lass den Herrn Doktor mal machen, liebes Kind."
     Als er sich näher zu ihr vorbeugte, fühlte sich Lo mehr als bedroht, zumal er seinen schnieken Revolver noch immer auf sie gerichtet hielt. Erst jetzt erkannte sie, dass er mit einer Art Hebel verbunden war, der in seinem Ärmelaufschlag verschwand. Ihre Augen wanderten erneut zum Fenster und sie dachte an Aksel, der unten wartete, falls sie Hilfe brauchte. Lo stand mit dem Rücken gegen eines der vollgestopften Bücherregale und konnte nicht nach hinten entweichen, neben ihr befand sich der Schreibtisch.
     "Aksel!", stieß sie hervor, aber der Ruf erreichte kaum ihre Lippen, da drückte der Doktor das Taschentuch auch schon fest auf ihren Mund.
     "Scht, nicht doch!" Sein Tonfall war ruhig und trotzdem schneidend wie eine Rasierklinge. "Meinst du, ich wüsste nicht, dass dein Compagnon unten Schmiere steht und auf dich wartet? Wenn du nicht willst, dass ich euch beiden die Lichter auslösche, bist du jetzt mucksmäuschenstill, hörst du! Was ist schon dabei, zwei ertappte Einbrecher zu erschießen? Es würde nicht einmal ein Ermittlungsverfahren geben, kann ich dir sagen. Wen kümmern schon ein paar kriminelle Zirkusleute?"
     Los Herz trommelte hart gegen ihre Rippen. Die Hand, mit der Anstaedingur ihr den Mund zuhielt, war auffallend hart und schwer und steckte in einem ledernen Handschuh. Unwillkürlich fand ihr Blick die Skizzen auf dem Schreibpult. Das war keine Hand aus Fleisch und Blut: Es war eine Prothese!
     "Ich habe eine Nachricht für deinen Herrn Direktor", verkündete Anstaedingur nun. "Und ich möchte, dass du sie ihm umgehend überbringst. Ich will entweder diese mechanischen Puppen haben, die euer Zwerg bei der Vorstellung präsentiert hat, oder ich komme gleich in den Genuss seiner Dienste und er bastelt mir ganz neue nach meinen Wünschen. Andernfalls erlebt euer Zirkus einen Vernichtungsschlag, von dem er sich nie wieder erholen wird."
     Lo sah ihn dunkel über sich und nickte automatisch.
     Sie wollte nur hier raus!
     "Und noch etwas", fügte er hinzu und neigte sich noch näher zu ihrem Ohr vor. Ein penetranter Ölgeruch kroch Lo in die Nase. Aber je zappeliger sie wurde, desto enger drängte sich der Kerl an sie heran und schien diese Nähe sogar zu genießen. Sie spürte seinen Mund dicht an ihrer Ohrmuschel und es überfiel sie eine Gänsehaut. Er schob eine Haarsträhne darüber weg und flüsterte: "Wenn es soweit ist, werdet ihr ein Zeichen von mir bekommen und dann möchte ich, dass ihr eine bestimmte Person für mich besorgt und zu mir bringt. Diskret, versteht sich."
     Alarmiert sah Lo ihn an.
     Der Zirkus beherbergte zwar eine Rotte an Gauklern, Gaunern und Dieben, aber Entführungen waren ein ganz anderes Kaliber. Das ging entschieden zu weit! Darauf würde Oskar auch niemals eingehen, daran bestand für Lo nicht der geringste Zweifel.
     Sie wollte protestieren, aber von der Prothese ging eine ungewöhnliche Kraft aus. Vielmehr noch lag sie nicht etwa steif und unnachgiebig auf Los Mund, sondern krallte sich wie echte Finger in ihr Gesicht. Der Doktor konnte die Glieder der mechanischen Hand bewegen!
     Und sie taten ihr weh.
     "Wir werden ...", quetschte Lo darunter hervor und er lockerte den Druck ein wenig, damit sie leise mit ihm sprechen konnte.
     "... niemals Hand an andere Menschen legen!"
     "Sollt ihr ja auch gar nicht, sondern die Person nur zu mir bringen", korrigierte er und strich mit dem Fingerknöchel der anderen Hand, die aus Fleisch und Blut zu bestehen schien, einmal über Los Wange.
     "Es kommt auf dasselbe hinaus! So etwas tun wir nicht!"
     "Ich weiß aus Erfahrung, dass es nur um den Preis geht. Ihr könnt ihn euch gern überlegen und ich will nicht knauserig sein."
     "Unser Direktor wird niemals ...!"
     "Solltet ihr ablehnen, wird es euer eigener Schaden sein", unterbrach der Doktor sie mit Nachdruck und seine dunklen Augen fingen den Schimmer der Gaslampe auf. Lo kroch eine weitere Gänsehaut über den Rücken, als er ihr Gesicht in die Hand nahm und sein spöttisches Grinsen von eben einem stählernen Ernst wich. "Und jetzt verschwinde lieber schnell, bevor ich mit dir persönlich beginne! Du wirst mich schneller wiedersehen, als dir lieb ist." ...
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