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Die Abartigen 2 - Der Prozess
Verfasser: Sascha Raubal (6)
Verlag: Books on Demand (4880)
VÖ: 30. November 2022
Genre: Fantasy (16760)
Seiten: 270 (Taschenbuch-Version), 236 (Kindle-Version)
Themen: Echsen (8), Jungen (1396), Überleben (287), Wildnis (268)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Die Abartigen (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Sascha Raubal für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sascha Raubal gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Mikail wurde aus seiner Heimat verbannt und schlägt sich alleine in der Wildnis durch. Dabei stößt er auf einen Kadaver, der von einem Raubtier kündet, wie es noch nie jemand gesehen hat:

Oh ihr Ahnen, was war das denn?
     Mikail stand vor dem Kadaver eines ausgewachsenen Wildrindes. Zu Lebzeiten musste es über zwei Meter gemessen haben. Es war nicht mehr das jüngste gewesen, das konnte man noch erkennen, und daher wahrscheinlich auch kein so schneller Läufer mehr. Eines der Seitenhörner war in der Mitte abgebrochen, das andere aber immer noch intakt und beinahe einen halben Meter lang. Auch die Stirnhörner waren noch recht spitz. Wehrlos war die Kuh also nicht gewesen und außerdem, den Spuren nach zu urteilen, in einer größeren Herde unterwegs. Normalerweise stellten sich die Bullen mit ihren doppelt so langen Hörnern und scharfen Hufen jedem in den Weg, der ihren Kühen oder gar den Kälbern ans Leder wollte. Es fragte sich also immer noch, was diese mächtigen Tiere derart in Panik versetzt hatte, dass sie in wilder Flucht davonjagten und sogar eines der Herdenmitglieder im Stich ließen.
     Auf jeden Fall war das unbekannte Tier in der Lage gewesen, diese gewaltige Beute nicht nur in Fetzen zu reißen, sondern auch einen ansehnlichen Teil des Fleisches zu verschlingen. Der gesamte Bauchraum war aufgerissen, der Boden rundherum mit Blut getränkt, und Mikail schätzte den fehlenden Teil des Fleisches auf über fünfzig Kilo.
     Trotzdem musste er davon ausgehen, dass es nur ein einziges Tier war, das sich an dieser Beute gütlich getan hatte. Ein Rudel hätte an verschiedenen Teilen des Körpers gefressen, hier jedoch gab es nur den zerfetzten Bauch, der Rest war bis auf einige tiefe Kratzer intakt. Auch Fußspuren gab es reichlich, die ihm allerdings das größte Rätsel aufgaben. Was, bei den Ahnen, war das? Die Spuren sahen entweder nach vier oder nach fünf langen Zehen aus, ein wenig wie bei einer Eidechse. Nur, dass diese Eidechse mehrere Meter hätte messen müssen. Außerdem waren die Zehen kürzer, es gab eine ausgeprägtere Fußfläche. Und da waren Abdrücke ein Stück vor den Zehen, die von Krallenspitzen stammen mochten. Wenn ja, dann waren diese Krallen so lang wie Mikails ganze Hand, die Füße länger als sein Unterarm.
     Im vom Blut aufgeweichten Boden konnte man viele solche Abdrücke recht gut erkennen. Sie ähnelten einander so sehr, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit von einem einzigen Tier stammten. Das entsprach auch dem, was er vom Berg aus gesehen hatte.
     Immer wieder hob er den Kopf und spähte in die Umgebung. Von einem solchen Monstrum wollte er auf keinen Fall überrascht werden. Mal davon abgesehen, dass er wahrscheinlich sowieso nicht die geringste Chance gehabt hätte, vor ihm davonzulaufen.
     Nach den Spuren besah er sich das tote Rind noch genauer. Er entdeckte tiefe, lange Wunden an den Hinterbacken. Die kamen ihm allerdings nur allzu bekannt vor. Ganz ähnlich, sogar im selben Abstand zueinander, hatten auch die Kratzer an der Hinterhand des Wildpferdes ausgesehen. Offenbar war es ebenfalls diesem mysteriösen Tier begegnet, knapp entkommen, und dann Mikail vor den Bogen gelaufen.
     Dort, wo die Bauchdecke zu einem gewaltigen, blutigen Loch aufgerissen war, entdeckte er auch Spuren der Zähne. Wenn er sie richtig deutete, maßen zumindest einige davon gut und gerne zehn Zentimeter und waren mehr als daumendick. Zwei Rippen des Rindes waren zersplittert, sogar ein Teil des Schulterblattes abgebissen. Ihm lief es kalt den Rücken hinab.
     »Elende Ahnenscheiße!«, fluchte er. »Ist die Natur denn völlig durchgedreht? Erst die Wölfe, und jetzt … sowas?«
     Er versuchte, anhand der Spuren, die vom Ort des Gemetzels wegführten, etwas mehr über die Form des Tieres herauszufinden. Anscheinend hatte es vorne fünf Zehen, hinten aber nur vier. Was ihm erst wie ein Irrtum erschien, war nun ziemlich deutlich. Außerdem waren die Krallen wohl vorne länger als hinten. Ideal, um die Beute zu packen und aufzuschlitzen, das hatte er ja an den Wunden des Rindes und auch des Pferdes gestern gesehen.
     Zwischen den Fußabdrücken fand sich eine schlangenlinienförmige Schleifspur. Da zog es wohl den Schwanz hinter sich her. Alles deutete immer mehr auf eine Art Echse hin. Mikail kannte die Eidechsen seiner Heimat und auch die Kragenechsen, die in den Wäldern lebten. Letztere wurden auch schon mal einen guten Meter lang. Doch das hier stellte alles in den Schatten, was ihm je begegnet war. In solchen Sprüngen entwickelten sich die Tiere normalerweise nicht weiter. Wie auch bei den Menschen gab es immer wieder Fälle, in denen Merkmale anderer Tierarten übernommen wurden, das hatte er ja vor einiger Zeit bei den Schuppenhunden aus Sawan gesehen. Auch legten viele Arten stetig an Größe zu, in einer Art Wettlauf der Räuber gegen ihre Beutetiere. Aber er hatte noch nie von einer Echse gehört, die auch nur annähernd so riesig wäre wie das, was hier seine Beute geschlagen hatte. Solche Sprünge gab es einfach nicht.
     Nun gut, er hatte herausgefunden, was hier eben möglich war. Und das war ausgesprochen beunruhigend. Nun sollte er sehen, dass er wieder heimkam, in die relative Sicherheit seines Talkessels. Obwohl er sich keinen Illusionen darüber hingab, dass sein Gatter am Eingang diese Bestie aufhalten könnte. Aber besser als hier draußen war es allemal.

Ende der Leseprobe

Eine weitere Leseprobe gibt es auf den Seiten zum Buch und in den üblichen Shops natürlich noch weitere.
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