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Die Wiege der Hoffnung
Verfasser: Tara Haigh (8)
Verlag: Tinte & Feder (293)
VÖ: 29. November 2022
Genre: Historischer Roman (6480)
Seiten: 476 (Taschenbuch-Version), 472 (Kindle-Version)
Themen: Apulien (12), Berlin (1554), Dreißiger Jahre (331), Holocaust (61), Judentum (217), Malerei (39), Palästina (26)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine große Liebe in dunkler Zeit, eine mutige junge Frau und die Liebe zur Kunst: der neue Roman von Bestsellerautorin Tara Haigh.

Wohin mein Weg mich führt …

Berlin 1935: Seit Generationen führt die Familie Rosenbaum eine Apotheke im Herzen der Hauptstadt und muss erleben, dass ihrer Tochter Luise als Jüdin der Zugang zum Pharmaziestudium verwehrt wird. Aber Luise, die heimlich in den jungen Italiener Emilio verliebt ist, träumt ohnehin von etwas anderem als der elterlichen Apotheke. Aus Liebe zur Malerei beginnt sie mit den Nazis zu kollaborieren, um Werke sogenannter entarteter Künstler zu retten und jüdischen Landsleuten zur Flucht zu verhelfen. Als sie schließlich selbst aus Deutschland fliehen muss, schlägt sie sich zusammen mit Emilio durch bis in seine Heimat Apulien – die Wiege der Hoffnung für viele Juden, die von dort aus versuchen, nach Palästina zu gelangen …
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. Januar 2023 um 16:08 Uhr (Schulnote 3):
» Die Hoffnung nach einem lebenswerten Leben
Das kunstvolle Buchcover passt wunderbar zum Buchtitel und zeigt eine junges Frau im Vordergrund und im Hintergrund ein Bauernhaus mit Olivenbäumen in Apulien, die Wiege der Hoffnung für verfolgte Juden. Der Klappentext hat mich veranlasst, auch das Buch zu lesen.
Struktur und Inhalt:
Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt. Im ersten Teil „Die Kunst der Anpassung“ (beginnt im Jahr 1935) ist Vater Rosenbaum noch zuversichtlich, dass die Nazis ihm, den geschätzten Apotheker nichts anhaben können. Seine Einstellung ändert sich jedoch im zweiten Teil „Die Kunst des Überlebens“, als sich die Lebensumstände von Luises Famile ab 1938 drastisch ändern. Sohn Hannes distanziert sich von der Familie, um seinen Traum, Schauspieler zu werden, verwirklichen zu können. Tochter Luise, die Hauptprotagonistin, führt das Kunstgeschäft ihres Onkels, der sich ins Ausland abgesetzt hat, und arbeitet mit den Nazis zusammen, damit man ihre Familie in Ruhe lässt und auch, um Gutes zu tun, also „entartete Kunst“ ins Ausland zu retten. Im dritten Teil „Die Kunst des Hoffens“ wird die Flucht von Luise und ihrem wieder aufgetauchten Freund Emilio nach Apulien beschrieben.
Fazit:
Ich fand nicht alle beschriebenen Szenen nachvollziehbar. Eher leichte Lektüre (ohne Tiefgang) mit flüssigem Schreibstil.«
  10      0        – geschrieben von rolfi
Kommentar vom 20. Januar 2023 um 19:02 Uhr (Schulnote 1):
» Die Geschichte einer anfangs 17jährigen
Romane, die die Zeit von 1935 bis kurz nach dem Krieg beinhalten, habe ich schon einige gelesen. Hier wird in anderer Weise über das Schicksal einer jüdischen Familie erzählt. Nicht die Deportation der Juden in ein Lager steht im Vordergrund. Die Handlung der Geschichte geht von der seit Generationen in jüdischer Hand befindlichen Berliner „Rosenbaum-Apotheke“ aus.
Tara Haigh widmete sich in der Hauptsache dem Werdegang der beiden Kinder der Familie Rosenbaum, Luise und Hannes. Sie zeigt auf, wie unterschiedlich Menschen die Gefährlichkeit des Naziregimes beurteilen. Während der Vater Rosenbaum sich darauf beruft, ein Deutscher jüdischen Glaubens zu sein, dem nichts passieren könne, arrangieren sich die jungen Erwachsenen mit den Nazis, allerdings auf sehr unterschiedliche Art und Weise.

Der Roman hat 21 Kapitel und ist in drei Teile unterteilt, die in den Überschriften den Inhalt anschaulich widerspiegeln - I Die Kunst der Anpassung; II Die Kunst des Überlebens; III Die Kunst des Hoffens.

Der Titel „Die Wiege der Hoffnung" wurde auch gut gewählt, war doch für viele Juden Apulien in Italien die Wiege der Hoffnung. Von dort aus hofften sie nach Palästina ausreisen zu können.
Eindrucks- und gefühlvoll vermag die Autorin die damalige Zeit zu schildern, u. a. die unheilbringende Entwicklung der Stimmung und der wachsenden Angst in der Bevölkerung, nachdem die Nazis immer mehr die Oberhand gewannen. Es ist nicht zu fassen, mit welchen haarsträubenden, hanebüchenen Mitteln die Juden diffamiert wurden, wie die infame Hetze funktionierte.
Die geschichtlichen Abläufe sind ja hinlänglich bekannt mit den schlimmen Auswüchsen gegen die jüdische Bevölkerung. Die Kristallnacht als Höhepunkt der Ausschreitungen findet hier ebenfalls Eingang. Leider zieht Rosenbaum Senior für sich die falschen Schlüsse. Sehr spannend erfolgt die Beschreibung der Ereignisse. Fast wie im Krimi erfolgen die Schilderungen, wie es bspw. mit den Liebenden Luise und Emilio und Luises Bruder Hannes weitergeht.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe die Höchstbewertung.«
  11      0        – geschrieben von hennie
Kommentar vom 25. Dezember 2022 um 16:34 Uhr (Schulnote 2):
» Luises Hoffnung
Bereits das wunderschöne Buchcover mit der blonden jungen Frau Luise, die in Apulien bei Sonnenaufgang in Richtung Steinhaus (Emilios Elternhaus) und Olivenhain schaut, vermittelt dem Leser ein positives Gefühl und auch das Gefühl, dass diese Umgebung für Luise „die Wiege der Hoffnung“ ist und auch dass die Geschichte letztendlich ein gutes Ende nimmt.
Die Geschichte beginnt im Juni 1935 in Berlin und die jüdische Familie Rosenbaum lebt trotz der immer brutaleren Übergriffe der Nazis gegen die Juden immer noch in Berlin, da Luises Vater seine Apotheke nicht aufgeben möchte. Ihr Onkel Elkan, der Kunsthändler und Ladenbesitzer, erkennt jedoch den Ernst der Lage und setzt sich heimlich ins Ausland ab, während Luise offiziell die Geschäfts fortführen soll. Luises Bruder, Hannes leidet sehr, dass er ein Jude ist und dank seines Fußballtrainers Hoffmann, der in der SA ist und ihn protegiert, macht er als Schauspieler Karriere und entfremdet sich immer mehr von seiner Familie. Die Hauptprotagonistin Luise kann ihre Eltern aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit den Nazis vor der Deportation retten. Als ihr verschollener Freund Emilio wieder auftaucht, fliehen sie gemeinsam nach Apulien.
Der Schreibstil der Bestsellerautorin Tara Haigh ist sehr flüssig zu lesen und die vorgestellten Protagonisten wirken authentisch.
Fazit:
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen.«
  9      0        – geschrieben von maggiem
Kommentar vom 20. Dezember 2022 um 19:24 Uhr (Schulnote 1):
» Die Wiege der Hoffnung, Historischer Roman von Tara Haigh, Ebook, Tinte & Feder Verlag.
Eine große Liebe in dunkler Zeit, eine mutige junge Frau und die Liebe zur Kunst
Berlin 1935, die Familie Rosenbaum führt in Berlin eine gutgehende Apotheke, Josef Rosenbaum glaubt lange nicht daran, dass die Familie Probleme wegen ihrer jüdischen Herkunft bekommen könnte. „Es gibt so viele Apotheken die von Juden geführt werden, wenn man die alle schließt gäbe es in Berlin ein Viertel Apotheken weniger“, doch das ist ein Trugschluss, auch beruft er sich immer darauf ein jüdisch-gläubiger Deutscher zu sein, der im ersten Weltkrieg für das Kaiserreich gekämpft hat. Doch je weiter die Zeit schreitet desto schmerzlicher werden die Einschränkungen, bis zu dem Zeitpunkt an dem es zu spät ist, noch zu fliehen.
Die Apothekertochter Luise studiert Kunst und kennt sich mit Gemälden und Künstlern aus. Sie liebt Emilio einen italienischstämmigen Juden, durch ihr umfangreiches Kunstwissen wird ein hoher nationalsozialistischer Funktionär auf sie aufmerksam. Sie beginnt mit den Nazis zu kollaborieren, um Werke sogenannter entarteter Künstler zu retten und jüdischen Landsleuten zur Flucht zu verhelfen. In diese gefährlichen Machenschaften verstrickt, wird die Lage für sie immer gefährlicher und so beschließt sie selbst zu fliehen.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die passend zum Inhalt benannt sind, unterteilt in 21 nummerierte Kapitel, die mit Ort und Datum gekennzeichnet sind. Die zeitliche Einordnung ist dadurch überschaubar. Aus der Sicht von Luise wird die Geschichte erzählt, somit ist der Leser nah dran am Geschehen. Ausländische Phrasen sind kursiv deutlich gemacht.
Die Lage für die Juden in der damaligen Zeit spitzt sich langsam aber stetig zu, eine beklemmende Atmosphäre wurde durch eine gründliche Recherche der Autorin erzählerisch geschaffen, Auszüge aus der haarsträubenden Denkweise der braunen Schergen wird z.B. durch die an der Schule durchgeführten Rassenlehre dargestellt. Auch wie sich auf Bestreben der Regierung der Hass auf die jüdische Bevölkerung steigert, dies gipfelt in der Zerstörung der jüdischen Geschäfte, der Misshandlung von Menschen und brennenden Synagogen, da hat die Autorin die absolut passenden Worte gefunden: „Und dann noch diese furchtbaren Schreie der Verzweiflung und des Hasses, untermalt von zu Bruch gehendem Glas. Ein Requiem der Zerstörung“ (S. 160). Treffender könnte es nicht beschrieben werden.
Die Zerrissenheit die Luise empfand, als Kollaborateurin zu gelten, wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Die Familie Rosenbaum hat allgemein einen Weg gefunden lange von den Anfeindungen verschont zu bleiben, jedes Familienmitglied hat es geschafft sich für das Reich wichtig zu machen, das zu lesen fand ich bemerkenswert. Auch Emilio ist eine interessant dargestellte Person er hilft Luise mit seiner ganzen Kraft. Wie sich die Besatzung in Italien gestaltete war ebenfalls informativ beschrieben. Insgesamt habe ich viel über sog. „entartete Kunst“ erfahren, einige der angeführten Stücke habe ich im Netz recherchiert. Das Setting besonders in Süditalien war grandios beschrieben. Zusammenfassend wieder ein passendes Wort der Autorin: „Das 1000jährige Reich ist in einem Meer von Blut und Tränen versunken.“ Die Handlung im Buch konnte ich zu jeder Zeit nachvollziehen.
Ein sehr emotionaler Roman, jederzeit habe ich mit den Figuren gebangt und gehofft. Stellenweise konnte ich die Lektüre gar nicht aus der Hand legen. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung und Note 1 dafür.«
  16      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 15. Dezember 2022 um 10:00 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt:
Die Familie Rosenbaum führt seit Generationen eine Apotheke in Berlin. Durch den aufkeimenden Nationalsozialismus wird aber ihrer Tochter der Studium verweigert. Als die Tochter Luise sich in den Italiener Emilio verliebt gehen ihre Träume allerdings eh in eine andere Richtung. Durch nicht geplante Umstände wird sie gezwungen mit den Feinden zu kollaborieren, rettet dadurch aber Kunst und auch Landsleute. Irgendwann muss auch sie fliehen.
Meine Meinung:
Ganz ehrlich gesagt, habe ich von diesem Buch nicht viel erwartet, denn sowohl Beschreibung als auch Cover fand ich eher semi. Doch ich muss nach Lektüre sagen, dass ich das Buch echt klasse fand. Gerade aus der Sicht von Luise betrachtet, war die Geschichte richtig interessant und auch völlig anders als ich erwartet hatte. Wie viel Mut muss ein Mensch haben unter den Feinden letztendlich doch etwas zu tun, was hilft und immer Gefahr laufen, selbst aufzufliegen.
Fazit:
Tolles Buch«
  6      0        – geschrieben von brauneye29
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