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Das Mündel der Meda von Trier
Verfasser: Christine Rhömer (1)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 18. November 2022
Genre: Historischer Roman (6519)
Seiten: 468 (Broschierte Version), 503 (Kindle-Version)
Themen: 11. Jahrhundert (65), Frankreich (972), Heiler (159), Mittelalter (244)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Lothringen im Hochmittelalter: Das Reich wird erschüttert von erbitterten Kämpfen um Geltung und Macht. Es ist die Zeit der Kreuzzüge, des weltberühmten Gangs Heinrichs IV. nach Canossa und der Stiftung des Klosters Maria Laach.
Im Jahre 1084 flieht die Heilerin Meda von Trier mit dem jungen Gero nach dem Tod seiner Eltern Richtung Greifenfels. Dort hofft sie, ihn vor einem Anschlag auf sein Leben schützen zu können. Doch die allgegenwärtige Gefahr und die verbotene Liebe zu Sigrun von Greifenfels begleiten Gero, bis er sich seiner Verantwortung und seinem größten Feind im alles entscheidenden Kampf stellen muss!

Ein fesselnder Roman über Vergeltung und Liebe an einer Zeitenwende.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim Pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christine Rhömer gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Bodennebel löste sich auf. Als die Sonne schräg am Himmel stand, bezogen die feindlichen Streitkräfte endlich einander gegenüber Stellung, getrennt nur durch das sumpfige Tal der Grona, und eine gespannte Ruhe lag über dem Land. Dann entlud sich die Spannung. Von beiden Seiten kamen Spott- und Schmährufe, in denen die Ritter sich gegenseitig zum Kampf aufforderten. Auch Egberts Männer beteiligten sich daran. Doch er wagte sich ebenso wenig wie die anderen Recken von seinem Ufer des Sumpfes hervor, denn keiner von ihnen kannte die Tücken des Geländes. Er wartete ab, was die Späher berichten würden, die das Sumpfgebiet mit Bedacht auf seine Beschaffenheit hin erkundeten.
     Egberts Herz begann heftig zu klopfen, als Bewegung in Rudolfs Truppen kam. Scheinbar hatten sie Richtung Bösau eine Stelle gefunden, an der sie einen Übertritt wagen konnten, so wie Heinrich von Laach das gestern vermutet hatte. Das Heer des salischen Königs folgte ihnen auf dieser Seite der Grona, darunter Egbert inmitten des lothringischen Truppenteils. Bald würde es also zu den ersten Kampfhandlungen kommen.
     »Der Schwabe versucht, dem König die Verbindung zum Lager abzuschneiden«, sagte Bertolts Vertrauter Friedwart von Höhtgen und eine Furche bildete sich zwischen seinen Augenbrauen.
     Endlich spürte Egbert, dass sein Pferd auch noch nah an der Grona festen Boden unter den Hufen hatte. Augenblicklich erscholl das Fanal des Signalhorns und die verfeindeten Truppen ritten im scharfen Galopp aufeinander zu. Die Niederen folgten den Reitern zu Fuß mit Lanzen, Hellebarden und Kampfgeschrei. Da ein Teil der Königstreuen sich noch auf Sumpfgebiet befand, reihte sich Heinrich von Laach mit seinen Lothringern, darunter Egbert und Bertolt mit ihren Männern, aus der zweiten Angriffsreihe neben die Verbände aus Schwaben ein.
     Im Reflex stieß Egbert seinem Fuchshengst die Sporen in die Flanken und warf sich in das Getümmel der erbarmungslos geführten Zweikämpfe. Nun galt es, erlernte Bewegungsabläufe abzurufen und die Gegner tödlich zu verwunden, jedes Zögern oder Nachdenken könnte fatale Folgen haben. Furcht zu haben konnte er sich nun nicht mehr leisten.
     Unablässig fuhr sein Schwert durch die Luft und zersplitterte Schilde, krachte auf Widersacher ein, durchbohrte sie und trennte ihnen die Köpfe ab. Rote Ströme ergossen sich auf das Grün der Weiden. Süßlicher Blutgeruch mischte sich mit dem Gestank von scharfem Schweiß und Exkrementen, benebelte ihm die Sinne. Bald erkannte er, dass auch die Bayern, die Lothringer und die Verbände des Königs die Truppen Rudolfs derart bedrängten, dass einige seiner Krieger die Flucht ergriffen. Die Bischöfe im Lager Heinrich des Vierten glaubten offensichtlich an einen frühen Sieg und hoben an, »Herr Gott, dich loben wir« zu singen.
     Da kam Heinrich von Laach auf ihn zugeritten und rief: »Das sächsische Fußvolk hat das Sumpfgelände durchquert und greift die Bayern von der Seite an!« Er wendete sein Pferd und stob in Richtung des Königs davon.
     Damit hatte Egbert nicht gerechnet. Hilflos musste er mit ansehen, wie sich Panik im bayrischen Truppenteil ausbreitete und alsbald die zweite Angriffsreihe erfasste. Er sah, wie viele Kämpfer flüchteten und der König sich auf die andere Seite der Elster rettete. Vermutlich wollte er sich dort mit den Verbänden vereinen, auf die er vergeblich gewartet hatte. Mit Entsetzen nahm Egbert wahr, dass die Sachsen die Fliehenden verfolgten und einen Großteil von ihnen töteten, etliche ertranken im Fluss. Bei Pegau brach der Gesang der Bischöfe jäh ab. Ein bayrischer Reiter kam auf ihn zugeprescht und rief: »Unser Anführer ist erschlagen! Die sächsischen Kämpfer sind in das Feldlager eingedrungen. Flieht!«
     Hilfesuchend irrte Egberts Blick umher, bis er sah, dass Heinrich von Laach zurückgekehrt war und mit seinen Lothringern nun gegen Rudolf von Rheinfelden kämpfte. Hastig rief er seine Rheinsporner zusammen und eilte Heinrich zu Hilfe, als der kampferprobte Gegenkönig seinem Pferd die Sporen gab und vom Rand des Kampfgeschehens in dessen Mitte drängte. Der Hengst bäumte sich auf den Hinterläufen auf; sein braunes Fell glänzte in der kalten Mittagssonne, und sein Reiter hackte sich mit Schwerthieben den Weg frei. Der Laacher brüllte seinen Rittern Befehle für ein Manöver zu, das die Schlacht doch noch zu Gunsten seines Königs entscheiden könnte. Egbert folgte seinen Anweisungen und umzingelte Rudolf zusammen mit seinem Bruder.
     Entschlossen nickten sie einander zu. Dann warf sich Bertolt grimmig in das Gemetzel, hackte wie in blindwütigem Blutrausch mit der Streitaxt um sich und bahnte so dem Älteren den Weg zum Gegenkönig. Energisch preschte Egbert vor, doch ihm fehlten zwei Armlängen, um den Gegner attackieren zu können, denn die feindlichen Leibritter scharten sich schützend um ihren Anführer. Kurzentschlossen ließ er seinen Schild fallen, riss einem der Fußsoldaten die Lanze aus der Hand, warf sich nach vorn und stieß sie dem Widersacher des Königs mit Wucht seitlich in den Unterleib. Rudolf von Rheinfelden schrie auf wie ein waidwundes Wildtier, kippte zur Seite und stürzte vom Pferd. Einer seiner Ritter zerrte an der Waffe, um sie ihm aus dem Leib zu ziehen, und der Verwundete wand sich stöhnend im Gras. Der junge, königstreue Herzog von Antwerpen nutzte beherzt die Gelegenheit und hieb dem Gegenkönig die rechte Hand ab, mit der dieser dem König einst die Treue geschworen hatte.
     Jubel brach unter den Lothringern aus, und Egbert ließ sich davon mitreißen. Im Taumel des Triumphs riss Bertolt die Arme in die Höhe und schwenkte das blauweiße Rheinsporn-Banner mit der Löwenkopfsilhouette, denn wer als Letzter lebend und ohne Verletzungen das Schlachtfeld verließ, galt als Sieger. Zutiefst erleichtert und zugleich noch im Kampfrausch gefangen, stimmte Egbert in zerrissenem, blutbespritztem Waffenrock das »Kyrie eleyson« an, während die Kämpfer und Bischöfe Rudolf von Rheinfeldens nach und nach dem Kampfgebiet niedergeschlagen den Rücken kehrten. Der Rheinsporner war dankbar und froh, glimpflich davongekommen zu sein. Mit einem weiteren Angriff rechnete er nicht.
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