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Das Mündel der Meda von Trier
Verfasser: Christine Rhömer (1)
Verlag: Pinguletta (17)
VÖ: 18. November 2022
Genre: Historischer Roman (6481)
Seiten: 468 (Broschierte Version), 503 (Kindle-Version)
Themen: 11. Jahrhundert (65), Frankreich (963), Heiler (159), Mittelalter (244)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Lothringen im Hochmittelalter: Das Reich wird erschüttert von erbitterten Kämpfen um Geltung und Macht. Es ist die Zeit der Kreuzzüge, des weltberühmten Gangs Heinrichs IV. nach Canossa und der Stiftung des Klosters Maria Laach.
Im Jahre 1084 flieht die Heilerin Meda von Trier mit dem jungen Gero nach dem Tod seiner Eltern Richtung Greifenfels. Dort hofft sie, ihn vor einem Anschlag auf sein Leben schützen zu können. Doch die allgegenwärtige Gefahr und die verbotene Liebe zu Sigrun von Greifenfels begleiten Gero, bis er sich seiner Verantwortung und seinem größten Feind im alles entscheidenden Kampf stellen muss!

Ein fesselnder Roman über Vergeltung und Liebe an einer Zeitenwende.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim Pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christine Rhömer gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Leise vor sich hin summend räumte Meda die schlichten Tongefäße vom Tisch, rollte die Leinendecke beiseite und legte sich Mörser und getrocknete Arzneipflanzen zurecht. Obwohl das Sonnenlicht die Burg in freundliche Helligkeit tauchte, war ihre Hütte schummrig und kühl, denn sie besaß nur eine kleine Fensteröffnung. Auch das Eulenloch im Dach spendete kaum Licht. Pfalzgraf Egbert von Rheinsporn hatte ihr eine einfache Kate neben den Stallungen zur Verfügung gestellt, in der sie tun und lassen konnte, was sie wollte. Sie hatte sich dort eingerichtet, mit ihren Kräutern, Tinkturen und Tiegeln, und sorgte dafür, dass sich ihr Vorrat an Heilpflanzen und Wurzeln nie erschöpfte. Zumindest nicht die gängigen, die sie ständig brauchte – bei stumpfen Verletzungen, offenen Wunden, Erkältungskrankheiten, Fieber oder auch Sodbrennen, wenn die Ritter sich bei einem Gelage mal wieder den Magen verrenkt hatten.
     Tief in Gedanken versunken zerstieß Meda Kamille- und Malvenblüten und kippte das Pulver anschließend zusammen mit Salbeiblättern in eine Schale. Die letzten Reste strich sie mit der Hand aus dem Mörser, mischte sie mit zwei weiteren zerriebenen Heilpflanzen und übergoss die Mischung mit kochendem Wasser. Dann füllte sie mit Hilfe eines Trichters mehrere Phiolen und verschloss diese luftdicht. Bei vier Monate alten Säuglingen war es zu erwarten, dass sie bald die ersten Zähne bekamen. Die Essenz würde Linderung verschaffen, denn das Zahnen war häufig mit Schmerzen verbunden.
     Unvermittelt vernahm Meda Hufschläge auf dem Pflaster und hektische Rufe aus dem Burghof, die die unerwartete und rasche Ankunft mehrerer Reiter ankündigten – selten Überbringer guter Kunde. Die Männer mussten den Burgweg nach oben im scharfen Ritt bewältigt haben. Meda brauchte dafür manchmal eine halbe Stunde.
     Gemächlich trat sie an den Bretterverschlag, der ihren Eingang verschloss, und drückte ihn gerade eben so weit auf, dass sie ausmachen konnte, wer da mit Getöse in den Burghof stürmte und das Federvieh aufscheuchte. Grunzend und quiekend brachten sich auch ein paar Ferkel eilig in Sicherheit. Am Banner und an den orangeschwarzen Farben der Reiter erkannte Meda, dass es sich um Männer ihres gräflichen Nachbarn von Laach handeln musste. Sie riefen den Stallburschen und Dienstboten Befehle zu, als seien sie selbst die Herren der Burg. Die Niederen gehorchten anstandslos, nahmen ihnen die Pferde ab und versorgten sie.
     Einen Augenblick lang verspürte die Heilerin einen Anflug von Neugier und den Drang, sich in den großen Saal zu begeben, um aus erster Hand zu erfahren, was es nun wieder an Neuigkeiten gab in König Heinrichs riesigem Reich.
     Doch dann ließ sie die Klapptür in ihren Lederangeln zurückfallen und widmete sich lieber der Arbeit an dem nächsten Heilmittel. Ein Odermennigsud, der den Stallmeister von seiner Halsentzündung befreien sollte. Irgendjemand würde schon zu ihr kommen und sie darüber informieren, was geschehen war. Spätestens beim gemeinsamen Essen in der Halle würde sie es erfahren, und bis dahin hatten sich die erhitzten Gemüter hoffentlich wieder beruhigt. Es war nicht gut, sich der ungebremsten Erregung und Angst der anderen auszusetzen.

Es dauerte nicht lange, da klopfte es an ihrer Klapptür. Meda legte den Mörser beiseite, öffnete und sah Egberts Eheweib Agnes mit ihrem vier Monate alten Säugling im Arm davor stehen. Die ohnehin blasse Haut der Burgherrin war noch eine Spur fahler als sonst, und ihre rotbraunen Locken lugten unter der Haube hervor.
     »Egbert hat einen Marschbefehl erhalten!«, platzte es aus ihr heraus. »Ach herrje! Ich hatte schon befürchtet, dass die Reiter aus Laach keine guten Nachrichten bringen.« Die Heilerin öffnete den Türschlag weit, damit ihre Herrin eintreten konnte. »Kann Euer Gemahl sich dem widersetzen?«
     Agnes trat ein, ihren Säugling fest an sich drückend, als könnte dieser ihr Halt geben, und verzog das Gesicht. Meda war bewusst, dass es in ihrer Hütte streng nach Wermut und Salbei roch. Doch wie sollte sie das verhindern?
     »Nein. Als Vasall des Königs muss er dem Ruf zu den Waffen folgen«, erwiderte die Burgherrin.
     Meda seufzte. »Männer ziehen ständig in die Schlacht. Sie werden eigens dafür ausgebildet, dass sie sich gegenseitig niedermetzeln. Was für eine trübselige Lebensaufgabe.«
     »Meda, bitte!« Agnes musterte sie mit einem missbilligenden Gesichtsausdruck.
     »Wer soll dieses Mal totgeschlagen werden?«
     »Es geht wider Rudolf von Rheinfelden. Der rechtmäßige König wird gegen ihn zu Felde ziehen und hat all seine Vasallen aufgefordert, sich seinem Heer anzuschließen. Die Männer Heinrich von Laachs sind eben gekommen und haben uns über die Bewaffnung informiert.«
     Meda hob die Brauen. »Warum ausgerechnet die Laacher?«
     »Weil Heinrich von Laach einer der engsten Vertrauten des Königs ist, wusstest du das nicht?«
     Die Heilerin nahm sich vor, diese Neuigkeiten gut im Gedächtnis zu behalten. Vielleicht konnten sie ihr irgendwann einmal nützlich sein. »Was soll ich tun, wenn Egbert etwas zustößt?«, fragte Agnes, und die Besorgnis stand ihr dabei ins Gesicht geschrieben. »Gero ist noch so klein. Was wird aus uns werden?«
     Meda überdachte das Gehörte. »Wird Egbert alleine ins Feld ziehen?« »Nein, sein Bruder Bertolt wird ihn begleiten. Mein Schwager hofft auf Ruhm und Ehre, damit er vom König mit einem eigenen Lehen bedacht wird. Denn wie du weißt, hat er als Zweitgeborener kein Anrecht auf die Besitztümer von Rheinsporn.«
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