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Schmunzelmord 2
Verfasser: Michael Kothe (12) und Rudolf Georg (4)
Verlag: Eigenverlag (25310) und epubli (1992)
VÖ: 2. November 2022
Genre: Kriminalroman (10643) und Kurzgeschichtensammlung (2776)
Seiten: 254 (Taschenbuch-Version), 244 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 201 (Kindle-Version), 214 (Kindle-Version Nr. 2)
Themen: Entführungen (2224), Intrigen (1508), Mord (8097), Schottland (844), Toaster (1), Weihnachten (2521)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats November 2022 nominieren
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»Verbrechen wollen unterhalten.«

Das ist das Motto der Schmunzelmord-Reihe. Und so präsentieren sich die Gauner und Ganoven in den neuen kurzen und längeren Erzählungen nicht blutdürstig, sondern überraschend sympathisch. Überraschend ist auch die Auflösung eines jeden Falles, egal, ob es darum geht, verschwundene Senioren wiederzufinden, ein illegales Straßenrennen auszutragen oder in der Muckibude Testosteron-Junkies abzuzocken. Ab und zu kommt dennoch jemand zu Tode, aber das grämt niemanden. Der Mord am Jagdpächter trifft den Mörder selbst viel härter, und die Witwe eines Rentners ist nach dessen Tod mehr als erleichtert. Nur die ein oder andere Geschichte wurde für einen Wettbewerb geschrieben und hat es dann bei einem Verlag ins Buch geschafft, doch ein Ziel haben alle gemeinsam: durch Originalität und Twists ein spannendes Lesevergnügen zu bereiten.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Michael Kothe für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Michael Kothe gibt es auf seiner Autorenseite und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Ich bin Ärztin«, beschied sie mich nebenbei.
     Offenbar hatte sie meine Überraschung erkannt.
     Erleichtert, weil sie mir meine Verantwortung abge-nommen hatte, lächelte ich sie an, während sie die dünne Stablampe in die Tasche zurückschob.
     Mittlerweile hatte sie sein Handgelenk ergriffen. »Ihr Puls ist recht kräftig, und Ihre Pupillen folgten dem Licht, es geht Ihnen wohl wieder besser. Wie fühlen Sie sich? War das nur ein Schwächeanfall, oder haben Sie solche Beschwerden öfter?«
     Ein einfaches Kopfschütteln betrachtete der Senior wohl als ausreichend. Vielleicht aber konzentrierte er sich einfach auf den Schmuckhändler, der sich in diesem Moment zu ihm herabbeugte und ihm ein Glas Wasser entgegenhielt.
     Der Alte dreht sich auf die Seite und stützte sich auf den Ellbogen.
     »Danke, es geht schon wieder.«
     Mit leisem Schlürfgeräusch leerte er das Glas und reichte es lächelnd dem Juwelier zurück. »Nochmals danke!« Unter sichtlicher Anstrengung raffte er sich auf und machte ein paar unsichere Schritte. Nach einem kräftigen Durchatmen streckte er den Rücken durch und nahm seine Hand von meiner Schulter, an der er sich aufgerichtet hatte. »Auch Ihnen ein herzliches Dankeschön!«
     Schon hatte er den Mund geöffnet, wohl, um auch ihr zu danken, doch die Ärztin hatte mittlerweile ihre Tasche aufgenommen, sich aufgerichtet. Nun kam sie ihm zuvor. »Offensichtlich sind Sie wieder bei Kräften, doch es ist besser, wenn ich sie ins Krankenhaus fahre, damit Sie gründlich untersucht werden. Kommen Sie, mein Wagen steht gleich um die Ecke!« Sein halbherzig wirkendes Sträuben erstickte sie im Keim. »Stützen Sie sich ruhig auf mich. Es sind nur ein paar Schritte.« Sie nickte dem Juwelier und mir zu, dann legte sie den Arm des Seniors um ihre Schulter und zog ihn fort. Augenblicke später waren sie von der Menge der Passanten aufgesogen.
     Mit dem Schmuckhändler wechselte ich ein paar Blicke, mit denen wir uns unsere gegenseitige Anerkennung für die geleistete Hilfe ausdrückten und den Abschied, denn wir hatten nun nichts mehr miteinander zu tun. Ich schüttelte meine Jacke aus und hängte sie mir über die Schultern. Dem Ende der Fußgängerzone schlenderte ich entgegen, zufrieden vor mich hin lächelnd, weil ich in eine Situation geraten war, in der ich helfen konnte. Der ersehnte Eisbecher war meinem Gedächtnis entglitten.
     Als ich um die Ecke bog, entdeckte ich die Ärztin wieder. Gerade stieg sie in einen unscheinbaren Mittelklassewagen asiatischer Herkunft und zog die Fahrertür zu. Der ältere Herr saß auf dem Beifahrersitz, auf seinem Schoß erkannte ich die Tasche aus Kunstleder. Sie war offen, und er schaute hinein. Mittlerweile war ich auf gleicher Höhe mit den beiden, und durch das geöffnete Seitenfenster hörte ich seine an die Ärztin gerichtete Frage. »Und, was ist es diesmal?« Ich sah, wie die Angesprochene den Arm hob, eine Perücke vom Kopf zog und sie auf den Rücksitz warf. Dann schaute sie ihn kurz an, wandte sich wieder ab und konzentrierte sich auf die Straße. Bevor sie das Auto in den fließenden Verkehr einfädelte, hörte ich noch ihre Antwort. »Aber Papa, das weiß ich doch jetzt noch nicht. Aber es ist reichlich Goldschmuck, und die Uhren sind auch nicht gerade die billigsten.«
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