Diese Website nutzt Cookies. Sie können entweder alle   oder individuelle Eistellungen treffen. Nähere Infos finden Sie hier
48.175 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »WACE_260«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
Frostklirrend schockverliebt
Verfasser: Lisa Torberg (31)
Verlag: Eigenverlag (25325)
VÖ: 1. November 2022
Genre: Jugendliteratur (8762) und Romantische Literatur (29711)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geschäftsleute (947), Machos (68), New York City (1975), NYPD (38), Polizei (911), Verlobung (187), Winter (660)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats November 2022 nominieren
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von zwei Bloggern
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,40 (92%)
1
74%
2
14%
3
9%
4
2%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 43 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Little Italy, New York, bei Schnee und klirrender Kälte. Macho trifft auf Polizistin, die Luft beginnt zu flirren – und die Katastrophe ist serviert. ♥

Obwohl es nur wenige Sekunden dauert, hat das zufällige Aufeinandertreffen von Camilla Deluca, Sergeant des NYPD, und Martino Falcone, erfolgsverwöhnter Unternehmer, für beide gravierende Folgen. Sie können einander nicht vergessen. Jedoch wissen sie nicht einmal den Namen des anderen – bis sich Camillas beste Freundin während eines Aufenthalts in Europa verliebt und ihr ein Foto schickt. Der Mann darauf ist der, von dem Camilla jede Nacht träumt … Schockiert nimmt die Polizistin einen Undercover-Job an und verlässt New York. Als sie Monate später zurückkehrt, läuft ihr ausgerechnet der Verlobte ihrer Freundin über den Weg …
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (2)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Offiziell undercover und daher nicht erreichbar. Das war meine einzige Forderung an meinen Kommandanten und die Polizeichefin des NYPD, Commissioner Keechant Sewell, die nach anfänglicher Verwunderung und einer von mir daraufhin an den Haaren herbeigezogenen Erklärung jedoch anstandslos akzeptiert wurde.
     Ein Undercover-Job an einem unbekannten Ort garantiert mir weit mehr als nur die geografische Distanz zu meiner Familie, meinen Kollegen, vor allem aber zu meiner verliebten besten Freundin. Zu Simone und dem Mann, den sie einfach so auf der anderen Seite des Atlantiks in Rom gefunden hat, nachdem ich ihn eineinhalb Jahre lang vergeblich in New York gesucht habe. Verdammt!


3. Martino

Fünf Monate danach


»Lass dich doch nicht immer bitten, Martino!« Simone steht vor meiner Wohnungstür, die ich erst bei ihrem dritten Klingeln einen Spalt geöffnet habe, und sieht vorwurfsvoll zu mir auf.
     Ich mag sie wirklich. Nicht nur, weil sie meinen Bruder glücklich macht. Sie ist hübsch, nett und eine fantastische Köchin. Unser Dad hätte sie geliebt. Aber ...
     »Du kannst mich nicht jeden Morgen, den ihr beide hier verbringt, aus dem Bett klingeln und zu euch zum Frühstück einladen.«
     Sie schüttelt den Kopf und legt ihre Handfläche auf die Tür, um sie weiter aufzuschieben.
     »Was in deinem Fall ohnehin meist nur ein Kaffee ist, kein Frühstück. Und du siehst doch, dass ich es kann. Außerdem habe ich dich nicht aus dem Bett geklingelt.«
     Ihr Blick gleitet von meinem Kopf bis zu meinen Füßen und wieder zurück. Fehlt nur noch, dass sie ihre Nase schnuppernd nähert, um den Geruch meines Aftershaves einzuatmen. Was nicht nötig ist, denn es umgibt mich wie eine Wolke. Eher wie eine Prise Ozean, berichtigt mich mein Unterbewusstsein, denn immerhin ist sein Name Oceanbreeze, und ich habe es kaum zehn Minuten zuvor nach dem Rasieren aufgetragen. Das war, bevor ich eilig das hellblaue Hemd in die dunkelblaue Hose gestopft, darüber den gleichfarbigen Pulli mit dem V-Ausschnitt und schließlich den Pea Coat aus navyblauer Schurwolle angezogen habe. Jetzt stehe ich mit dem Autoschlüssel in der Hand im Eingangsbereich meines Appartements, starre die Freundin meines Bruders an – und fühle mich wie ein Idiot.
     »Erwischt.« Unangenehme Situationen konfrontiert man am besten wie ein Stier in der Arena: mit gesenkten Hörnern. »Ich habe einen Termin, zu dem ich nicht zu spät kommen darf, und bei diesen Wetterverhältnissen ...« Ich deute mit ausgestrecktem Zeigefinger über meine Schulter irgendwo hinter mich. Die Glasfront zieht sich über die gesamte Breite des riesigen Open Space mit Blick auf den derzeit – aufgrund der blattlosen Laubbäume – ziemlich trostlosen Central Park.
     »Martino!« Simones unzähmbare blonde Locken wippen auf und nieder, weil sie ihren Ausruf mit einer energischen Bewegung ihres Kopfes unterstreicht. »Es ist noch nicht einmal halb acht und keiner der Geschäftsführer eurer Restaurants beginnt so früh zu arbeiten. Abgesehen davon ist es draußen zwar kalt, aber staubtrocken. Du kannst dich daher weder auf Schnee noch Eis ausreden, um ein Frühstück mit deinem Bruder abzulehnen. Muss ich also davon ausgehen, dass ich das Problem bin?«
     Naturgewalten lassen sich grundsätzlich nicht vermeiden, aber wenn sie weiblich sind, ist es besser, den Kopf einzuziehen, die Klappe zu halten und sich wie ein Schaf zu verhalten, selbst wenn man davon überzeugt ist, ein Leithammel sprich Alphamännchen zu sein. So kommt es, dass ich kurz darauf auf einem der ultramodernen Barhocker an Tommasos Kücheninsel sitze und die Tasse mit dem exquisiten Cappuccino, auf den seine Freundin eine Blume gezaubert hat (Herzen sind meinem Bruder vorbehalten), umklammere wie einen Rettungsanker. Diese verliebten Blicke zwischen meinem Zwilling und Simone und ihre ständigen wie zufällig aussehenden Berührungen, die zweifelsohne absolut gewollt sind, machen mich verrückt. Der idiotische Herzmuskel in meiner Brust schmerzt bei jedem Pumpen.
     »Sie sind gesünder als so mancher Athlet in Ihrem Alter, Mr. Falcone«, hat auch der dritte Kardiologe, den ich im Verlauf der letzten vier Monate konsultiert habe, nach aufwendigen sündteuren Untersuchungen mit einem Lächeln gesagt. »Was bei Ihrer beruflichen Tätigkeit an ein Wunder grenzt, nicht wahr?« Sein wieherndes Lachen habe ich immer noch in den Ohren – und den Schmerz in meiner Brust, sobald ich mit Tommaso und Simone in einem Raum bin. Oder mit meinem Bruder telefoniere, weil er zwischen all dem Geschäftlichen immer Bemerkungen zu Simone einfließen lässt. Ausgerechnet er, der noch vor sechs Monaten Arbeit atmete, aß und trank, sprich vierundzwanzig Stunden täglich und sieben Tage die Woche ausschließlich für seinen Job lebte, bis er haarscharf vor einem Burn-out epischen Ausmaßes stand und ich ihn zu einer Auszeit zwingen musste. Widerwillig war er nach Rom geflogen, um ein paar Wochen in der Heimatstadt unseres väterlichen Großvaters zu verbringen, und war rundum verliebt mit Simone zurückgekehrt.
     Porca la miseria! Verdammter Mist, das ist alles einfach nur zum Kotzen.
     »Welche Laus ist dir denn heute wieder über die Leber gelaufen, Bruderherz?«
     Das eigene Gesicht ein Leben lang vor sich zu sehen, ohne in den Spiegel schauen zu müssen, hat sich einunddreißig Jahre lang herrlich angefühlt. Aber seit unserem zweiunddreißigsten Geburtstag im Sommer, kurz nach Tommasos Rückkehr aus Europa, hat sich etwas geändert. Sein ernster Gesichtsausdruck ist verschwunden. Er wirkt nicht mehr wie das Zahlengenie, der unfehlbare CFO, der die Finanzen der Falcon LLC im Kopf hat und den Gewinn unseres Unternehmens Monat für Monat steigert. Nicht, dass er das nicht mehr tun würde, aber ihm ins Gesicht zu sehen, sein ewiges Lächeln und die strahlenden Augen ertragen zu müssen, während ich mich wie eine angefaulte Tomate im Biomüll eines unserer Restaurants fühle, ist zu viel. Ich hebe die halb volle Tasse mit beiden Händen an die Lippen, trinke sie mit zwei großen Schlucken leer, lecke mir den Milchschaum von der Oberlippe, schnappe mir den Autoschlüssel von der Marmorplatte und gleite vom Hocker.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies