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Frostklirrend schockverliebt
Verfasser: Lisa Torberg (31)
Verlag: Eigenverlag (25325)
VÖ: 1. November 2022
Genre: Jugendliteratur (8762) und Romantische Literatur (29711)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geschäftsleute (947), Machos (68), New York City (1975), NYPD (38), Polizei (911), Verlobung (187), Winter (660)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats November 2022 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Little Italy, New York, bei Schnee und klirrender Kälte. Macho trifft auf Polizistin, die Luft beginnt zu flirren – und die Katastrophe ist serviert. ♥

Obwohl es nur wenige Sekunden dauert, hat das zufällige Aufeinandertreffen von Camilla Deluca, Sergeant des NYPD, und Martino Falcone, erfolgsverwöhnter Unternehmer, für beide gravierende Folgen. Sie können einander nicht vergessen. Jedoch wissen sie nicht einmal den Namen des anderen – bis sich Camillas beste Freundin während eines Aufenthalts in Europa verliebt und ihr ein Foto schickt. Der Mann darauf ist der, von dem Camilla jede Nacht träumt … Schockiert nimmt die Polizistin einen Undercover-Job an und verlässt New York. Als sie Monate später zurückkehrt, läuft ihr ausgerechnet der Verlobte ihrer Freundin über den Weg …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Vier Kollegen mussten eingreifen. Die Notfallsanitäter wurden gerufen, oberflächliche Wunden verarztet, niemand musste ins Krankenhaus.
     So weit der Stand der Dinge vor wenigen Minuten. Was der Kollege in der Zentrale vorhin nicht wusste, war, ob die Rechnung mittlerweile bezahlt wurde. Vermutlich nicht, denn die Gesichter rundum sind angespannt, die Blicke zwischen den beiden klar abgegrenzten Gruppen, die einander gegenüberstehen, feindselig.
     Ich überkreuze die Arme vor der Brust und reibe meine Oberarme. Die Temperatur ist gesunken. Waren es am Morgen noch zwei Plusgrade, zeigt das Thermometer an der Fassade über der Drogerie auf der gegenüberliegenden Straßenseite jetzt vier Grad an – mit einem Minus davor.
     Ich senke die Arme und nicke Murphy zu, der mir mit einer Geste zu verstehen gibt, dass er sich um die Chinesen kümmert. Dann ziehe ich meine Schultern zurück, schiebe den Schirm meiner Mütze etwas nach oben und gehe auf Signor Alibrandi zu.
     Er erkennt mich. »Cammie!« Sein halblauter Ausruf wird von einem zaghaften Lächeln begleitet.
     »Signor Alibrandi!« Ich versuche, meine Mundwinkel ebenfalls nach oben zu ziehen, doch mein Gesicht ist am Einfrieren. »Alles in Ordnung?«
     Der Mann ist ein paar Jahre älter als mein Vater, und der ging in den Ruhestand, bevor ich in den Polizeidienst eintrat. Er sollte nicht tagein, tagaus im Restaurant sein, nur weil seine Söhne im besten Fall ein paar Stunden pro Tag vorbeischauen, um zu essen, zu trinken, in die Kasse zu greifen und die Einnahmen mit vollen Händen zu verschleudern. Natürlich ist von den beiden weit und breit nichts zu sehen.
     Signor Alibrandi tritt näher, bis sich sein warmer Atem in der frostigen Luft mit meinem vermischt und Wölkchen bildet. Er wirft mir einen verschwörerischen Blick zu, spricht leise. »Mit mir ist alles in Ordnung, Cammie. Ich mache mir nur Sorgen ...«
     »Wegen Ihrer Frau?«
     »Nein!« Er schüttelt vehement den Kopf. »Ihr geht es gut, seitdem ich den Kamillentee getrunken habe, den sie mir aufgezwungen hat.« Er verzieht das Gesicht. »Jetzt ist sie oben.« Mit einer vagen Geste deutet er zum Obergeschoss des Hauses. Die beiden leben und arbeiten immer schon hier im Herzen von Little Italy, sind ein Teil der Community von Italienern, die mit jedem Jahr ein wenig kleiner wird.
     »Geht es um Ihre Söhne?«
     Wieder verneint er heftig mit dem Kopf. »Nein, diese Nichtsnutze haben sich nicht mehr bei uns blicken lassen, seitdem ich Ihnen gesagt habe, dass ich verkauft habe und alles bis auf den letzten Cent dafür verwendet habe, die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen.«
     »Was verkauft?« Entsetzt starre ich ihn an und vergesse für einen Moment, dass meine Hände steifgefroren sind und meine Zehen trotz der warmen Boots vor Kälte unangenehm kribbeln.
     »Das Restaurant, Cammie.«
     »Wann?« Das kann doch nicht wahr sein! Neuigkeiten verbreiten sich hier bei uns schneller als der Schall. Warum weiß ich nichts davon?
     »Den Vertrag haben wir vor zwei Wochen unterschrieben, dann kam das Geld, und jetzt fühle ich mich einfach nur schrecklich wegen dieser Sache.« Er macht einen Schritt zurück und wirft einen Blick hinüber zu dem Grüppchen mit den Chinesen, das nun auf wenige Männer geschrumpft ist. Einer von ihnen hat eine blutige Lippe, ein zweiter ein zugeschwollenes Auge. Murphy spricht mit dem dritten, den ich daher und aufgrund der gelockerten Krawatte unter dem geöffneten eleganten Mantel als den dritten Zechpreller einordne.
     Visuell erfasse ich all das, meine Gedanken hingegen sind bei dem alten Mann an meiner Seite, dem ich mich erneut zuwende. »Aber wo werden Sie jetzt leben?«
     Signor Alibrandi dreht den Kopf wieder zu mir und sieht mich erstaunt an. »Na hier natürlich, und solange ich kann, werde ich weiterhin arbeiten wie bisher. Nur eben als Geschäftsführer.«
     Ich schüttele konsterniert den Kopf. »Und der neue Besitzer?«
     »Es ist ein Unternehmen, Cammie. Diese Leute kaufen Restaurants, die seit Jahrzehnten oder gar Generationen bestehen, wenn den Besitzern das Wasser bis zum Hals steht, bevor sie zusperren müssen. Sie tun das, damit alles so bleibt, wie es ist.«
     Das klingt irre. Nicht im positiven Sinne, sondern nach Halsabschneidern. Unternehmer sind keine Wohltäter, im Gegenteil. Keiner tut etwas, wenn er keinen Vorteil hat. »Das ist doch verrückt«, murmele ich, während ich mit den Füßen aufstampfe, um gegen die Kälte anzukämpfen, die von unten durch meinen Körper nach oben kriecht.
     Im selben Moment kommt Murphy mit einem Bündel Banknoten wedelnd auf uns zu. »Tausend Dollar«, ruft er aus. Seine Wangen sind dunkelrot und ich erkenne feine bläuliche Äderchen, als er neben uns stehen bleibt, Signor Alibrandi das Geld in die Hand drückt und mit gesenkter Stimme weiterspricht. »Für die Rechnung und die Unannehmlichkeiten, wenn Sie keine Anzeige erstatten.«
     Der NCO in mir sollte aufjubeln und sich freuen, dass ein Konflikt ein Ende findet, bevor er ins Unermessliche wächst und ein gerichtliches Nachspiel hat. Aber ich bin Cammie Deluca, eine Frau, die jede Art von Verbrechen verurteilt, egal wie klein oder groß sie sind. Mein Blut gerät in Wallung. Ich schaue über Murphys Schulter hinweg zu den Chinesen, aber sie sind allesamt verschwunden.
     »Das ist doch eine Frechheit. Glauben die wirklich, dass sie mit ein paar Dollar und ohne Entschuldigung davonkommen?«
     Murphy legt seine Hand beschwichtigend auf meinen Unterarm.
     Im selben Moment umfasst Signor Alibrandi meine Schulter, drückt sie kurz. »Es ist gut so.«
     »Besser ein rasches Ende als ein endloser Kampf vor Gericht, bei dem niemand gewinnt und alle verlieren.« Die Stimme kommt von rechts. Sie ist dunkel, wohlklingend, unglaublich vibrierend. So sehr, dass ich die Schwingungen spüren kann und von ihnen erfasst werde. Ich drehe meinen Kopf in ihre Richtung.
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