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Frostklirrend schockverliebt
Verfasser: Lisa Torberg (31)
Verlag: Eigenverlag (25421)
VÖ: 1. November 2022
Genre: Jugendliteratur (8772) und Romantische Literatur (29809)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 307 (Kindle-Version)
Themen: Geschäftsleute (951), Machos (68), New York City (1980), NYPD (38), Polizei (911), Verlobung (187), Winter (664)
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Erklärung der Bewertungssysteme
♥ Little Italy, New York, bei Schnee und klirrender Kälte. Macho trifft auf Polizistin, die Luft beginnt zu flirren – und die Katastrophe ist serviert. ♥

Obwohl es nur wenige Sekunden dauert, hat das zufällige Aufeinandertreffen von Camilla Deluca, Sergeant des NYPD, und Martino Falcone, erfolgsverwöhnter Unternehmer, für beide gravierende Folgen. Sie können einander nicht vergessen. Jedoch wissen sie nicht einmal den Namen des anderen – bis sich Camillas beste Freundin während eines Aufenthalts in Europa verliebt und ihr ein Foto schickt. Der Mann darauf ist der, von dem Camilla jede Nacht träumt … Schockiert nimmt die Polizistin einen Undercover-Job an und verlässt New York. Als sie Monate später zurückkehrt, läuft ihr ausgerechnet der Verlobte ihrer Freundin über den Weg …
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (2)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1. Camilla


»Deluca, raus mit dir!«, knurrt Captain Frank-Anthony Cabrera an meinem Ohr. Sein warmer Atem weht über meine rechte Gesichtshälfte, der unvermeidliche Kaffeegeruch, der ihm rund um die Uhr anhaftet, zieht in meine Nase.
     Ich löse den Blick vom Bildschirm, den ich fixiere, seitdem er das Großraumbüro betreten und rundum Anweisungen erteilt hat, drehe den Kopf herum und finde mich direkt mit seinen irritierend hellblauen Augen konfrontiert.
     Er ist ein guter Kommandant. Der beste, den das 5th Precinct jemals hatte – selbstredend nach meinem Großvater und meinem Vater, die den Distrikt nacheinander mehr als vier Jahrzehnte leiteten. Das behaupten alle zwischen Chinatown, der Bowery und Little Italy. Auch ich. An normalen Tagen. Aber nicht heute. Weihnachten ist längst vorbei, das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt, und der Winter hat New York fest im Griff.
     Der Wind pfeift so laut durch die Elizabeth Street, dass er die Geräuschkulisse rundum übertönt, die im Polizeirevier eine Konstante ist – und das will etwas heißen. Die Kaffeemaschine drüben auf dem wackligen Metalltisch stößt in unregelmäßigen Abständen heiße Luft aus wie eine Dampflok. Kollegen rollen auf ihren Drehstühlen zwischen den Schreibtischen herum, als ob sie weder Füße noch Beine hätten, um ein paar Schritte zu gehen. Es wird über Köpfe und Arbeitsplätze hinweg geredet, jemand rülpst laut, was zu einem Gruppenlachen führt. Von irgendwoher brüllt ein Handy unablässig Without You. Mit ziemlicher Sicherheit ist es das von Russo, der einen Narren an dem Teenie-Sänger The Kid Laroi gefressen hat, obwohl er absolut nicht auf Männer steht, wie er ständig ungefragt beteuert. Bla, bla, bla. Was mir so was von egal ist. Im Moment will ich wahlweise diesem blonden Australier mit der durchdringenden Stimme oder meinem Kollegen, der wieder einmal den Raum verlassen hat, ohne sein Handy mitzunehmen, die Gurgel umdrehen.
     Frank-Anthonys eisblauer Blick bohrt sich noch tiefer in meinen und erinnert mich daran, dass ich um nichts auf der Welt vor die Tür will. Nicht heute.
     »Warum?« Ich ziehe meine Augenbrauen an der Nasenwurzel zusammen, was mir diesen Welpenblick verleiht, dem absolut niemand widerstehen kann – behauptet Mamma. Sie irrt sich. Der Captain, der mich schon auf seinen Knien schaukelte, bevor ich gehen konnte, reagiert nicht. Besser gesagt nicht so, wie er sollte.
     »Willst du die Kurzversion oder die ausführliche, Deluca?«, fragt er mich mit einem Schnauben.
     »Die lange, bitte«, antworte ich dennoch höflich. Meine Eltern haben mich gut erzogen.
     »Kriegst du nicht. Wir wissen beide, wie scharf du auf die Promotion zum Sergeant und die frei werdende Position als stellvertretender Leiter in der Nachbarschaftskoordinierung bist. Falls du den Innendienst vorziehst, kannst du beides vergessen. Und da das eine vom anderen abhängt ...« Er deutet nicht einmal ein Lächeln an, als er den Rest des Satzes ungesagt lässt.
     »Aber ...«
     Er unterbricht mich mit einer abwinkenden Handbewegung. »Beweg deinen Hintern nach draußen, fahr zum Napoli und setz deine psychologischen Fähigkeiten ein, um die Wogen zu glätten. Murphy wartet schon auf dich.«
     Der Captain deutet zur Tür, aber ich will nicht zu meinem gutmütigen rotgesichtigen Kollegen schauen, der sich seit meinem ersten Arbeitstag im 5th Precinct des NYPD als mein persönlicher Beschützer fühlt. Stattdessen werfe ich einen verzweifelten Blick zum nächsten hohen Fenster. Eine Plastiktüte fliegt vorbei, gefolgt von irgendetwas Rotem, was wie die ramponierte Verpackung von chinesischem Essen aussieht. Der Wind ist noch stärker als vor ein paar Stunden. Ich muss nicht rausgehen, um zu wissen, dass die Temperatur seit dem Morgen nicht angestiegen ist, doch kurz darauf trifft mich die Realität dennoch wie ein Hammer.
     Eine eisige Böe attackiert mich frontal, als ich die schwere Eingangstür des historischen Polizeireviers in der südwestlichen Ecke Manhattans aufstoße und die fünf Steinstufen hinabsteige. Die Kälte besteht aus unzähligen winzig kleinen Nadeln, die meine Wangen zerstechen und meine Nase innerhalb von Sekunden in einen Eisklumpen verwandeln. Die Sesselfurzer des Police Departments, die ihre gesamte Arbeitszeit in Zivilkleidung in ihren klimageregelten Büros verbringen und die Uniformen auswählen, haben sicher noch nie auch nur ein einziges Stück davon selbst getragen. Im Sommer schwitzen wir wie skandinavische Saunafreaks, nur sind wir im Unterschied zu denen nicht nackt. Und im Winter ... Die Thermohose macht nicht nur einen Riesenhintern, sie schränkt die Bewegungsfreiheit ebenso ein wie die wattierte taillenlange Jacke über dem langärmeligen Hemd aus dem gestärkten Stoff, der nur wenig Naturfasern enthält. Die obligatorische eng gebundene Krawatte, die navyblau ist, wie jedes einzelne Kleidungsstück unserer Uniformen, erschwert das Atmen. Die oberhalb der äußeren linken Hemdtasche fixierte Dienstmarke presst sich oben in meine linke Brust, die Krawattenspange drückt gegen den Vorderverschluss meines BHs, und die Kette der Trillerpfeife reibt bei jeder Bewegung meines Oberkörpers – Atemzüge inklusive – irritierend über den Rippenbogen. Den Hosengürtel habe ich wie immer im letztmöglichen Loch eingehakt, denn nichts ist ärgerlicher als eine rutschende Hose, nicht nur, wenn man hinter irgendwem herrennen muss.
     Doch all das ist nichts gegen den Dienstgürtel, und das, obwohl sich meiner in all den Jahren meiner Hüftrundung angepasst hat. Ich musste nie einen aus Nylon tragen, dank meines Vaters, der mir zu meinem Dienstantritt einen aus weichem Leder maßanfertigen ließ. Doch das Funkgerät, die Handschellen und der Schlüssel dafür, der Schlagstock, die Taschenlampe, der Taser, der Pfefferspray, das Reservemagazin und nicht zuletzt das Halfter mit meiner Glock 19 fühlen sich schwerer als fünf Kilo an. Das Gewicht zieht meinen Körper nach unten, egal ob ich ins Hohlkreuz gehe oder hin und wieder den Oberkörper etwas vorbeuge, und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ich schlank und fit bin. Wenn ich nicht die Winterboots hätte, die meine Füße bis über die Knöchel bedecken, ihnen Halt geben und sie zumindest auf dem kurzen Weg zum Dienstfahrzeug nicht einfrieren lassen, würde ich zusammenklappen wie ein Taschenmesser.
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