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Der eiserne Herzog
Verfasser: Ulf Schiewe (16)
Verlag: Bastei Lübbe (3752)
VÖ: 28. Oktober 2022
Genre: Historischer Roman (6325)
Seiten: 560 (Broschierte Version), 561 (Kindle-Version)
Themen: 11. Jahrhundert (65), Adel (559), England (1751), Herzöge (213), Könige (1453), Normandie (64), Schlachten (386), Schlacht von Hastings (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Wenn man sich nach vielen Jahren an den Englischunterricht zurückerinnert, dann fällt einem vielleicht noch ein, dass man neben der eigentlichen Sprache auch ein paar kleine - sehr kleine - Fragmente der englischen Geschichte erfahren hat. Neben dem Zustandekommen der Magna Carta ist es die Schlacht bei Hastings, die zu den sporadischen geschichtlichen Eckpunkten gehört, die damals angesprochen wurden. Mit der Zeit vor der großen Schlacht hat sich Ulf Schiewe in seinem neuesten Roman beschäftigt, und diesen haben wir uns dieser Tage zur Brust genommen. »Der eiserne Herzog« ist eine Veröffentlichung des Lübbe Verlages und erschien Ende Oktober. Das 560 Seiten starke Werk kostet 18,99 Euro, für fünf Euro weniger bekommt man es als E-Book. Für die 16:18 Stunden lange Hörbuchausgabe war Reinhard Kuhnert im Einsatz, dessen Stimme schon häufiger Schiewe-Romane akustisch zum Leben erweckt hat.

Schiewe erzählt vom späteren Wilhelm dem Eroberer, der als Kind der Verfolgung seiner Widersacher entkam, sich durchkämpfte und sich als Herzog der Normandie etablierte. Er überwindet die letzten Widerstände, wirbt erfolgreich um eine schöne Frau und wird schließlich von seinem Oheim zum Erben des Throns von England ernannt. Dummerweise ist er nicht der einzige, der einen Anspruch auf den Thron erhebt, und so prallt er mit einem mächtigen Gegner zusammen.

Ulf Schiewe ist - in positivem wie auch negativen Sinne - in unseren Augen so etwas wie der deutsche Bernard Cornwell: Beide schreiben historische Romane, die exzellent recherchiert sind, die klug ausgedachte Geschichten erzählen, bei denen alles Sinn ergibt und die den Leser zufriedengestellt zurücklassen, die aber dabei eine schwer in Worte zu fassende Nüchternheit an den Tag legen, die es uns als Lesern irgendwie schwer macht, emotional investiert zu sein und mit den Protagonisten mitzufiebern. Auf seiner Webseite schreibt Schiewe, dass historische Romane keine Geschichtsbücher sein sollten, sondern Gefühle erwecken und menschliche Dramen greifbar machen sollen. Genau das ist unsere Schwierigkeit mit Schiewe-Romanen allgemein, und »Der eiserne Herzog« bildet da keine Ausnahme. Ob nun auf eine emotionale Regung hingewiesen wird oder auf die Pfahlbauweise von Häusern: Das literarische Metronom schlägt immer im gleichen Takt.

Ein großes Manko ist das aber nicht, denn wenn es ein Genre gibt, in dem es durchaus tolerabel ist, dass man nicht ganz so sehr mitfiebert, dann ist es eben - zumindest in unseren Augen - der historische Roman. Es wäre ein schönes Extra, aber wenn die vergangene Zeit sehr gut in Szene gesetzt wird, die historische Fachkompetenz an allen Ecken und Enden der Geschichte aus den Zeilen heraustropft und eine interessante Story erzählt wird, dann kann das durchaus angenehm sein. Nicht umsonst hat der erwähnte Bernard Cornwell in diesem Ton vierzig Millionen Exemplare seiner Werke an den Mann gebracht. Wenn man also ein Fan historischer Romane ist, die in genau diese Kerbe schlagen und man Gefallen an einem pragmatischen Stil hat, dann bekommt man mit »Der eiserne Herzog« ein Werk serviert, mit dem man einige gute Lesetage haben wird.
– geschrieben am 5. November 2022 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies