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Das Elixier des Himmels
Verfasser: Andreas Otter (5)
Verlag: Books on Demand (4792) und Eigenverlag (25421)
VÖ: 18. Oktober 2022
Genre: Historischer Roman (6350)
Seiten: 580 (Taschenbuch-Version), 723 (Kindle-Version)
Themen: 12. Jahrhundert (135), Bayern (485), Frauen (1141), Freundschaft (2762), Krankheiten (793)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Zwei Frauen. Zwei Schicksale. Eine einzigartige Freundschaft.

Bayern, Anno 1171: Seit ihrer frühen Kindheit verfügt Helena über eine unerklärliche Gabe: Sie kann in andere Menschen „sehen“ und dort Krankheiten erkennen. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst sie in einem Kloster auf, in dem sie die Novizin Englin kennenlernt. Ihre von der Kirche verbotene Fähigkeit erscheint Helena wie ein Fluch. Allein durch die bedingungslose Freundschaft zu Englin erfährt sie Wärme und Lebensmut.
Erst als die beiden jungen Frauen das Kloster verlassen und bei einer Heilerin aufgenommen werden, lernt Helena, ihre Gabe zum Wohle anderer einzusetzen. Während Englin weiterhin Gott dienen möchte, findet Helena ihre wahre Bestimmung in der Heilkunst. Ihr Weg führt die beiden Freundinnen nicht nur zur medizinischen Fakultät in Salerno, sondern bis ins Heilige Land.
Trotz der unerschütterlichen Verbindung der beiden Frauen zueinander sind ihre Bestimmungen verschieden. Denn auch Englin verfügt über eine besondere Gabe...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andreas Otter für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Andreas Otter gibt es auf seiner Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Bis zum Nachmittag verkauften sie fast alles Gemüse sowie zwei Mistgabeln und zwei Dutzend kleine Holzspieße und -messer. Helena spürte direkt die Erleichterung des Bauern, so würde er sie nicht den ganzen Heimweg über schimpfen und ihr die Schuld am schlechten Geschäft geben.
     Da kamen drei Buben auf sie zu. Erfreut lächelte Helena sie an, einer hielt einen Stock mit einer daran angebundenen Schnur in der Hand. Spielten sie etwa damit?
     »Du bist eine Schlammbrut!«, rief plötzlich einer von ihnen.
     Helena fragte sich, warum sie dies sagten, da warf ein anderer mit feuchtem Matsch nach ihr. Klatschend traf er ihr Kleid, ein weiterer Wurf landete in ihrem Gesicht.
     »Du bist dreckig und dumm! Kommst du aus einem Waldloch?«
     Gerade, als einer der Buben wieder ausholte, vertrieb sie der Händler mit lautem Geschrei.
     »Du siehst wirklich aus wie eine Schlammbrut«, sagte der dicke Mann. »Eine Schande, sich so hinzustellen.«
     Helena sagte nichts dazu, rieb über ihr Kleid, verteilte aber dadurch den Schmutz großflächig. Der Mann starrte sie noch lange an, sie dagegen hielt ihren Blick zu Boden.
     Zu ihrer Überraschung kam die Familie mit dem Jungen zurück. Die Frau sah schon von Weitem zu ihr und als sie direkt vor ihr standen, wickelte die Frau etwas aus ihrem Beutel.
     »Hier«, sagte sie, bevor ihr Blick hart wurde und ihn zum Bauern schwenkte, »iss etwas. Du siehst halb verhungert aus. Heilige Jungfrau Maria.«
     Helena wusste nicht, was sie sagen oder tun sollte. Zunächst sah sie zum Bauern, doch als er nicht reagierte, griff sie zu dem Getreidekringel. Sie hatte erst einmal im Leben einen gegessen, ihre Mutter hatte ihn einst mitgebracht, woher auch immer. Noch immer ungläubig sah sie zu der Frau, dann zu dem Jungen, bevor sie ihn fest umschloss.

     »Ich kann selbst auf sie achten!«, raunzte der Bauer die Frau an.
     Diese lächelte aber Helena nur an und zog weiter.
     Voller Aufregung starrte Helena zum Bauern. Ihre Finger zitterten, und sie befürchtete, er könne es ihr entwenden.
     »Iss schon!«
     Gierig biss sie hinein. Es schmeckte nach allem, süß und sauer, herb und scharf, sie schloss die Augen und versuchte, jeden Bissen zu genießen. Dennoch spürte sie ein schlechtes Gewissen und hob ein Stückchen für ihren Bruder auf, auch wenn sie es nur schwer aushielt, nicht alles sofort in ihren Mund zu stopfen.
     Während des Rückwegs fing es abermals an zu schneien. Wütend fluchte der Bauer, während er den Karren durch immer matschigeren Grund zog. Helena fror sehr, dachte aber fortwährend an den Getreidekringel und hielt an ihrem Vorhaben fest, den Rest Thomas zu überreichen. Als der schneidende Wind und die Kälte schließlich überhandnahmen, galten alle Gedanken nur ihrem Körper, der so sehr zitterte, als leide sie unter höchstem Fieber.
     Es dämmerte, als sie nach langem Heimweg endlich das Haus des Bauern erreichten. Helenas Füße waren wie aus Eis, ihre Hände gefühllos, ihr Haar von Froststückchen durchzogen. Der Bauer hielt sie noch an, die Stube zu kehren, was Helena tat, obwohl sie vor Müdigkeit beinahe umfiel, dann legte er zwei kleine Beutel auf den Tisch.
     »Jetzt geh! Morgen brauchst du nicht zu kommen, es reicht in zwei Tagen.«
     Wie betäubt vor Kälte öffnete Helena die Beutel. Im ersten waren zwei Rüben, ein Kohl und etwas Lauch darin, im zweiten Linsengerst. Heute hatte er an den Lauch gedacht.
     »Danke!«, hauchte sie, band sich die Leinensäckchen um und taumelte in die Kälte hinaus.
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