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Die Tochter des Vampirfürsten
Verfasser: Tatiana O'Hara (1)
Verlag: Eigenverlag (25405)
VÖ: 11. Oktober 2022
Genre: Fantasy (16462)
Seiten: 649 (Taschenbuch-Version), 493 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1874), Ehe (814), Flucht (2127), London (2113), Vampire (1859), Verwandlung (241)
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LESEPROBE
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Die fürstliche Burg


„Was muss ich tun?“ Liliths Kehle schnürte sich zu. „Glaubst du wirklich, wir können ihn täuschen?“
     Berith blieb stumm, offenbar war er sich seines Vorhabens nicht mehr sicher. Sie waren lange unterwegs gewesen, hatten Grenzen überquert und fremde Städte durchkreuzt. Liliths Augen behielten glücklicherweise die hellrote Farbe, obwohl sie sich standhaft weigerte, selbstständig zu jagen. Noch gelang es ihr, den Hunger zu ignorieren, doch früher oder später würde Lilith wieder Menschenblut zu sich nehmen müssen. Sie suchte fieberhaft nach einer Lösung, denn für immer zu hungern war keine Option.
     „Wir sind bald da.“ Berith wandte seinen Blick nach vorne. „Das Land des Mondes liegt nur noch eine Tagesreise entfernt.“ Sein Blick wanderte gen Himmel. „Aber nun müssen wir uns zurückziehen, die Nacht neigt sich dem Ende zu. Sonnenlicht ist tödlich, vergiss das niemals.“
     Lilith nickte stumm und folgte ihrem Geliebten in den tiefen Wald. Sie fanden eine Bärenhöhle, Berith vertrieb das gewaltige Muttertier samt seiner zwei Jungen mit Leichtigkeit.
     „Komm.“ Wieder blickte er nervös nach oben. „Es wird Zeit.“
     Berith entledigte sich seines Umhangs, um den Höhleneingang vom Tageslicht abzuschirmen. Dann ließen die Vampire sich auf dem weichen Boden nieder. Während Berith recht schnell in einen tiefen und starren Schlaf sank, lag Lilith hellwach neben ihm. Ängste und Sorgen quälten sie. Wie sollte sie nur jemals die Begegnung mit dem Fürsten überstehen? Lilith betrachtete ihren schlafenden Geliebten. Sie dachte an die vielen wundervollen Stunden in seinen Armen. Berith schenkte ihr all das, wonach sie sich immer schmerzlich gesehnt hatte. Liebe, Zärtlichkeit, Leidenschaft und Schutz. Niemals konnte sie zulassen, dass ihm etwas geschah! Wenn sie die Burg betraten, besiegelte sie damit sein Todesurteil. In der Höhle war es finster, doch draußen musste es mittlerweile hell sein. Lilith dachte plötzlich an die eindringlichen Warnungen ihres Schöpfers. Ein verzweifelter Gedanke verschaffte sich Gehör. Die Stimme in ihrem Kopf wurde lauter und lauter, sodass Lilith sie nicht mehr ignorieren konnte. Sie erhob sich und streckte ihre Hand nach dem Umhang aus. Sie warf einen letzten Blick zurück, ein Lächeln der Wehmut und Dankbarkeit legte sich über ihre Züge. Dann verließ sie die schützende Höhle und trat ins Freie. Lilith würde sich opfern, um Berith vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Die gemeinsame Zeit war kurz gewesen, aber unheimlich wertvoll. Sie war bereit, zu sterben. Das grelle Licht blendete, Lilith hielt sich schützend beide Hände vors Gesicht. Es war mittlerweile später Vormittag, das war am Stand der Sonne zu erkennen. Der Himmel war blau und wolkenlos. Gleich musste es geschehen, sie würde sich jeden Moment in Rauch auflösen. Lilith trat einige Schritte weiter ins Tageslicht, hinaus aus dem Schatten der Bäume. Sie sackte vor Schmerz in die Knie, die Sonnenstrahlen brannten auf ihrer Haut. Lilith wartete und wartete, der Schmerz steigerte sich, wurde nahezu unerträglich. Doch ansonsten geschah nichts, äußerlich blieb sie unverwundet. Lilith wimmerte erschöpft, sie vergrub ihr Gesicht zwischen den Händen. Warum zerfiel sie nicht zu Asche? Hing das mit ihrer missglückten Verwandlung zusammen? Sie verlor jegliches Zeitgefühl. Wie spät mochte es wohl sein, als sie sich unter Qualen zurück zur Bärenhöhle schleppte? Berith schlief noch immer, er hatte ihr Fortgehen nicht bemerkt. Lilith ließ sich neben ihren Gefährten sinken und schmiegte sich an ihn. Endlich fiel auch sie in einen tiefen Schlaf.

*


Das Land des Mondes lag versteckt inmitten des Uralgebirges, an der Grenze zwischen Europa und Asien. Das Klima war dort bestens für die Untoten geeignet. Die Nächte waren lang und kalt, selbst der Sommer blieb kühl. Die Landschaft war karg und öde, dennoch gab es in der Nähe des Mondlandes einige wenige menschliche Siedlungen, die immer wieder von Vampiren heimgesucht wurden.
     „Du musst die Prüfung bestehen, danach gehen wir fort“, versprach Berith. Die Illusion, gemeinsam mit seiner Gefährtin auf der Burg bleiben zu können, hatte er längst aufgegeben. Es würde schwierig genug werden, den Fürsten für eine Nacht zu täuschen. Für die Ewigkeit konnte Lilith nicht verbergen, was sie war. Die Menschlichkeit kroch ihr aus allen Poren, allein ihr Gesichtsausdruck verriet sämtliche Gefühlsregungen, über die ein vollwertiger Vampir nicht verfügen durfte. Nun blickte sie Berith ängstlich an.
     „Welche Prüfung?“
     „Keine Angst, du wirst es schaffen“, sprach er ihr Mut zu. Die möglichen Belastungsproben, die Fürst Danag für Lilith vorgesehen hatte, beunruhigten ihn tatsächlich erst an zweiter Stelle. Sofern es ihm tatsächlich gelang, seine Gefährtin in den Kreis der Vampire aufnehmen zu lassen, würde Lilith das Ritual überstehen müssen: eine Nacht in den Armen des Fürsten. Das, was für andere neugeborene Vampirfrauen eine große Ehre bedeutete, könnte Liliths verwundbare Seele zerbrechen.
     „Was ist los?“ Sie hatte den verkrampften Gesichtsausdruck ihres Gefährten bemerkt.
     „Da gibt es noch etwas, was du wissen solltest.“
     Lilith begann zu zittern, als Berith ihr offenbarte, was sie im Falle der Aufnahme ins Vampirreich erwartete. Dann beherrschte sie ihre Angst jedoch. Sie versuchte, tapfer zu sein und Zuversicht auszustrahlen.
     „Schlimmer als Brian kann er kaum sein, nicht wahr?“
     Berith erwiderte nichts. Seltsamerweise widerstrebte ihm die Vorstellung zutiefst, seine Gefährtin einem anderen Mann überlassen zu müssen – und sei es nur für eine einzige Nacht. Gefühle der Eifersucht waren ihm normalerweise fremd, diese emotionalen Regungen beunruhigten ihn. Bevor er auf Lilith traf, hatte er dergleichen nicht empfinden können. Noch immer konnte Berith sich nicht erklären, womit diese seltsamen Veränderungen seines Vampirwesens zusammenhingen.
     „Ich schaffe das“, wiederholte Lilith. „Ich bin sicher, dass ich in dieser Hinsicht bereits schlimmeres ertragen habe.“
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