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Das verborgene Paradies
Verfasser: Luca Di Fulvio (11)
Verlag: Bastei Lübbe (3760)
VÖ: 30. September 2022
Genre: Historischer Roman (6350)
Seiten: 624 (Broschierte Version), 625 (Kindle-Version)
Themen: 17. Jahrhundert (298), Alpen (300), Dorf (1346), Galileo Galilei (6), Hexenverfolgung (133), Inquisition (129), Italien (760), Prozess (153)
Erfolge: 5 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 11)
1 × Schweiz Hardcover Top 20 (Max: 14)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Die Bücher des italienischen Autors Luca Di Fulvio sind im deutschsprachigen Raum so erfolgreich, dass dazu übergegangen wurde, sie auf Deutsch herauszugeben, noch ehe sie den italienischen Markt erreichen. Inzwischen sind sie nicht mehr ganz so weit oben auf den Bestsellerlisten anzutreffen wie noch vor knapp zehn Jahren, aber das Prinzip scheint beibehalten worden zu sein ... zumindest haben wir keine italienische Ausgabe seines neuesten Buchs »Das verborgene Paradies« ausfindig machen können. Auf Deutsch ist es Ende September im Lübbe Verlag erschienen. Es hat einen Umfang von 624 Seiten und kostet 16,99 Euro. Für die E-Book-Ausgabe müssen 11,99 Euro über den Ladentisch wandern, zudem gibt es ein 16:40 Stunden langes ungekürztes Hörbuch. Dieses wurde von Philipp Schepmann eingelesen, der auch schon den meisten - wenngleich nicht allen - anderen Werken von Di Fulvio seine Stimme geliehen hat.

Dieses Mal geht es in das kleine Alpendorf Borgo San Michele im frühen siebzehnten Jahrhundert. Hier begegnet man dem jungen Daniele, der von seiner Hebamme in jüngsten Jahren bereits zu einem Heiligen erhoben wurde, sowie Susanna, die von der gleichen Frau direkt bei ihrer Geburt als Hexe abgestempelt wurde. Beide wachsen in religiösen Umfeldern auf, beide werden zu Freigeistern, und doch nimmt ihr Lebensweg einen stark unterschiedlichen Verlauf. Als beide in ihren Zwanzigern sind, werden Susannas Ehemann und eine Magd umgebracht. Susanna wird als Täterin ausgemacht, und die Inquisition macht ihr den Prozess. Es ist an Daniele, sie zu verteidigen, und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

Dieses Mal hat es Luca Di Fulvio seinen Lesern nicht ganz einfach gemacht. Seine Bücher überzeugten bislang immer durch eine gesunde Mischung aus poetischer Sprache und einer ereignisreichen Geschichte, die sich über einen vergleichsweise großen Zeitraum streckt und dabei jede Menge voranschreitender Storyline umfasst. Dieses Mal sind die Ereignisse Mangelware, vielmehr dreht sich alles um den oben erwähnten Prozess. Obwohl dieser von Anfang an eine Farce ist, Beweise zugunsten der Angeklagten nicht gelten und das Ergebnis von vorneherein festgelegt ist, wird er über viele Wochen in die Länge gezogen. Spätestens nach einem Drittel des Buchs kommt man an den Punkt, an dem man sich sagt: So langsam könnte mal der Prozess vorüber sein und die eigentliche Story beginnen ... was aber schlicht und ergreifend nie passiert, das ganze Buch ist um die Scharade aufgebaut, die das Verfahren ist. Den storytechnischen Ausgleich sollen die immer wieder eingestreuten Versatzstücke aus der Vergangenheit der Akteure bilden, was aber nicht so gut funktioniert wie in Di Fulvios übrigen Büchern, da man sich deren Lebensweg anhand der Ausgangssituation bereits selbst zusammenreimen kann. Und dennoch: Di Fulvios Sprache ist einfach so schön, dass man das Buch trotzdem irgendwie mag. Und dass hier auf ein Null-Acht-Fünfzehn-Heilewelts-Ende verzichtet wurde, sondern dann am Ende doch noch überrascht wird, reißt auch wieder einiges heraus. Schlussendlich bleibt festzuhalten: »Das verborgene Paradies« ist nicht Di Fulvios allergrößter Wurf, aber dass er ein feiner poetischer Autor ist, hat er dennoch wieder unter Beweis gestellt.
– geschrieben am 15. November 2022 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz  •  Cookies