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Die Sehnsucht unserer Herzen
Verfasser: Romy Terrell (3)
Verlag: Eigenverlag (25410)
VÖ: 29. September 2022
Genre: Romantische Literatur (29799)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 312 (Kindle-Version)
Themen: Brüder (1321), Road Trip (224), Schottland (849), Sterben (243)
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Wie wappnest du dich für den Tod eines geliebten Menschen?

Amelia ist fassungslos. Rory wird sterben, doch niemand außer ihr weiß es. Um ihrem Bruder in den letzten Wochen nah zu sein, stimmt sie zu, gemeinsam mit seiner Verlobten und seinem besten Freund, Liam, einen Roadtrip durch Schottland zu machen. Liam mit den rauchblauen Augen, der Mann, den sie vor langer Zeit aus ihrem Herzen gerissen hat. Denn sie hat sich geschworen, ihn nie wieder so nahe an sich heranzulassen, dass er ihr dieses abermals brechen könnte. Doch dann ist es ausgerechnet Liam, der Amelia in der schweren Zeit Halt gibt.
Gemeinsam setzen die beiden alles daran, die noch verbleibende Zeit ihres Bruders zu der wundervollsten seines Lebens zu machen.

Ein turbulentes und dramatisches Gefühlschaos zwischen Vernunft und Liebe, Lachen und Weinen inmitten der majestätischen Natur Schottlands.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Romy Terrell für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Romy Terrell gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Im besten Fall werden wir etwas mehr als ein Jahr zusammen haben. So sieht die Prognose der Lebenserwartung aus, wenn man einer Behandlung zustimmt. Nur knapp zehn Prozent der Patienten überleben nach einer Therapie die darauffolgenden fünf Jahre nach der Diagnose. Allerdings hat Rory sich dagegen entschieden. Ihm ist es wichtiger, die verbleibende Zeit mit Caitlin, seiner Freundin, seinem besten Freund Liam und mir zu verbringen, anstatt sich, um es mit seinen Worten zu sagen, das Hirn aufbohren zu lassen.
     Zuerst kam der zerstörende Stoß der Ernüchterung, dann die Tränen und anschließend das schlechte Gewissen, weil ich heulend vor ihm stand und er derjenige war, der mich tröstend im Arm hielt. Rory, dessen Leben aufgrund seiner Entscheidung an den dreihundertfünfundsechzig Tagen unseres übergroßen Wandkalenders ab-zählbar ist. Ohne Operation und ärztliche Versorgung beträgt die mittlere Lebenserwartung etwa drei Monate.
     Dann hat er mir seinen letzten Wunsch genannt, und das Versprechen abgeluchst, diese Sache mit ihm durchzuziehen. Ohne Tränen. Ohne an die Zukunft zu denken. Ich musste ihm mein Wort geben, dass dieser Trip so wird, als hätte er noch Jahre zu leben. Nur eines ist schlimmer – ich darf niemandem davon erzählen. Wie so oft in den letzten Tagen und Wochen frage ich mich, wie ich das Ganze in den kommenden Tagen durchstehen soll. Wie wappnet man sich für den Tod eines geliebten Menschen? Wie damit umgehen? Oder gar, gewohnt weiter-machen, wenn nichts jemals wieder so sein wird?
     Zu wissen, dass mein großer Bruder stirbt, und nicht darüber zu sprechen, genau das wird in den nächsten drei Wochen die größte Herausforderung für mich werden. Allerdings möchte ich ihm diesen Gefallen tun. Wer weiß, womöglich ist es der letzte.
     Schon früher hat er davon geträumt, irgend-wann wieder in unser Heimatland Schottland zu reisen. Doch nicht nur das. Jahr für Jahr verbrachten wir die Sommer bei Tante Rosie in Balnakeil. Doch seit Mum vor fünf Jahren an Lungenkrebs starb, waren wir nur einmal dort. Irgendwie kam immer etwas dazwischen. Das war zwar in den Jahren zuvor nicht anders, doch Mum hielt eisern an dieser Tradition fest. Ganz gleich, was anstand. Diese paar Tage waren für uns und Balnakeil reserviert. Für Rory und mich ist Balnakeil nicht nur das verlassene Geisterdorf mit verfallenden Steinhäusern im hohen Norden Schottlands, dessen Bewohner entweder ausgewandert oder nicht mehr am Leben sind, wie es in unzähligen Reiseführern beschrieben steht. Sondern ein Ort der Freude, des Ausgleichs, der Neuanfänge. Zumindest war er das. So, wie er es vor Jahren für Mum war. Ein Ort des Heimkehrens oder mit anderen Worten: ein Zuhause, das mir und meiner Familie in den schweren Zeiten den nötigen Halt gab.
     Ich erinnere mich noch gut an einen unserer Besuche bei Tante Rosie. Rory war erst elf Jahre, aber für ihn stand fest, dass er dort eines Tages leben wird. In einem Haus am Meer zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern. Im vergangenen Jahr starb Tante Rosie und weil sie selbst keine Nachkommen hat, vermachte sie uns ihr gesamtes Hab und Gut. Darunter auch das alte Gutshaus und den angrenzenden Golfplatz, der sich trotz seiner Abgelegenheit immer an zahlreichen Besuchern erfreut. Zumindest war es bisher so. Denn seit Tantes Tod liegt er brach. Dies ist auch der Grund, warum Balnakeil auf Rorys Route liegt. Die wir selbstverständlich mit dem alten VW Bulli von Liam abfahren werden. Denn der gehört laut Rory zu einem echten Roadtrip dazu. Rory ist ein Organisator. Er plant alles. Überlässt nichts dem Zufall und so hat er auch diesen Trip bis ins kleinste Detail geplant.
     »Bereit?«, frage ich, als ich vor ihm am Auto ankomme, und presse ein Lächeln hervor.
     Gentlemanlike hält er mir die Tür auf und ich klettere auf die mit Reisetaschen beladene Rückbank.
     Wir fahren direkt nach Carlisle, um Liam einzusammeln und von dort aus weiter nach Edinburgh zu fahren.
     Liam O’Brien und mein Bruder sind zusammen zur Schule gegangen. Caitlin Locklear, mit der Rory seit der Highschool zusammen ist, war einen Jahrgang unter ihnen. Mittlerweile ist sie für mich wie die große Schwester, die ich nie hatte. Was vermutlich auch an Caitlins, Rorys und meiner Wohngemeinschaft liegt.
     Caitlin kommt aus einer wohlhabenden Familie, die seit Generationen erfolgreich eine Hotel-kette führt. Nach dem Abschluss ihres Studiums des Hotel- und Eventmanagements hat Caitlin die Leitung eines der Hotels ihrer Eltern in der Nähe von Oxford übernommen.
     Auf der knapp fünfstündigen Fahrt habe ich ausreichend Zeit, um die letzten E-Mails abzuarbeiten und Anfragen an Ruby weiterzuleiten. Caitlin inspiziert unterdessen die Schottlandkarte, auf der bereits einige Reiseziele und Ausflugsmöglichkeiten markiert sind, und sucht nach weiteren Ausflugszielen, die auf unserer Route liegen. Die Idee, eine Straßenkarte in Papierform mitzunehmen, kam von mir. Von unseren Sommern in Schottland weiß ich, dass man oftmals keinen Empfang hat, wenn man ihn gerade braucht. Oder der Akku ist mal wieder leer und man steht irgendwo in der Pampa.
     Entspannt lehne ich mich zurück, ziehe mein Smartphone hervor und aktiviere meine Abwesenheitsnotiz und die Weiterleitung meiner Mails. Bis wir zurück sind, wird Ruby mich vertreten. Wieder bin ich froh, sie im Team zu haben. Sie macht einen Bombenjob und ich kann mich zu zweihundert Prozent auf sie verlassen. Darum wird es mir diesmal auch um einiges leichter fallen, nicht alles zu kontrollieren und meinen Laptop zu Hause zu lassen.

Als wir in Carlisle beim prachtvollen Anwesen der O’Briens ankommen, dämmert es bereits. Obwohl Susan, Liams Mum, mehrere Bedienstete hat, lässt sie es sich nicht entgehen, uns persönlich in Empfang zu nehmen. Sie begrüßt uns mit einer langen Umarmung und führt uns an-schließend durch den gigantischen Eingangsbereich und das Wohnzimmer auf die Terrasse hinter dem Haus.
     »Sieh mal einer an. Der Wallace-Clan hat es auch endlich geschafft!« Eine Stimme grölt lachend über die ausladende Terrasse.
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