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Die Sehnsucht unserer Herzen
Verfasser: Romy Terrell (3)
Verlag: Eigenverlag (25421)
VÖ: 29. September 2022
Genre: Romantische Literatur (29810)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 312 (Kindle-Version)
Themen: Brüder (1322), Road Trip (224), Schottland (850), Sterben (243)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Wie wappnest du dich für den Tod eines geliebten Menschen?

Amelia ist fassungslos. Rory wird sterben, doch niemand außer ihr weiß es. Um ihrem Bruder in den letzten Wochen nah zu sein, stimmt sie zu, gemeinsam mit seiner Verlobten und seinem besten Freund, Liam, einen Roadtrip durch Schottland zu machen. Liam mit den rauchblauen Augen, der Mann, den sie vor langer Zeit aus ihrem Herzen gerissen hat. Denn sie hat sich geschworen, ihn nie wieder so nahe an sich heranzulassen, dass er ihr dieses abermals brechen könnte. Doch dann ist es ausgerechnet Liam, der Amelia in der schweren Zeit Halt gibt.
Gemeinsam setzen die beiden alles daran, die noch verbleibende Zeit ihres Bruders zu der wundervollsten seines Lebens zu machen.

Ein turbulentes und dramatisches Gefühlschaos zwischen Vernunft und Liebe, Lachen und Weinen inmitten der majestätischen Natur Schottlands.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Romy Terrell für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Romy Terrell gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Vor über einem Jahr traten wir eine Reise an. »Der Trip meines Lebens« hast du sie genannt. Ein Roadtrip, den du dir gewünscht hattest. Ein Abenteuer, das uns an all die wunderbaren gemeinsamen Momente erinnern sollte. Eine Reise, die uns zusammenschweißt, uns einander näher-bringt. Miteinander verbindet. Eine Zeit, die uns in Erinnerung bleiben sollte – und das tat sie. Nur nicht so, wie du es dir gewünscht hättest.
     Nicht für uns.
     Nicht für dich.


Kapitel 1

Liam


»Du hast meinen Urlaubsantrag allen Ernstes abgelehnt!« Stinksauer platze ich in das Büro meines Vaters, der hektisch sein Telefonat beendet, und knalle ihm das Formular auf die schwarze Platte seines massiven Schreibtischs.
     »Der McKenzie-Fall hat oberste Priorität! Euer Ausflug kann warten«, erwidert er kalt, erhebt sich aus dem bequemen Chefsessel und rückt gleichgültig seine Krawatte zurecht, als wäre der Grund für diese Reise ohne jegliche Bedeutung.
     Innerlich kämpfe ich um Zurückhaltung. Ver-suche, diesen auflodernden Zorn unter Kontrolle zu halten, doch es misslingt mir. »Rory stirbt!«, entfährt es mir fassungslos.
     »Tumore lassen sich behandeln.« Ohne mich anzusehen, schließt er die auf dem Tisch liegen-de Akte und legt sie zur Seite.
     Es ist nicht seine Gefühlskälte, die mich so wütend macht, sondern der kühle und ignorante Unterton in seinen Worten.
     »Dieses verdammte Glioblastom lässt sich nicht behandeln. Rory bleiben nur noch Monate, im schlechtesten Fall wenige Wo…«, sage ich ruhig, um klarzumachen, wie ernst die Lage ist und dass unser Roadtrip nicht aufgeschoben wer-den kann. Aber mein Vater schneidet mir mitten im Satz das Wort ab.
     »Der McKenzie-Fall …«, beginnt er erneut.
     »Interessiert mich nicht!« Augenblicklich wende ich mich zum Gehen. Es bringt nichts. Mit diesem Egoisten kann man nicht reden. Genauso gut könnte ich eine Betonwand anbrüllen, es hätte denselben Effekt. Der Schall würde an ihr abprallen und keine Gefühlsregung auslösen.
     Kaum habe ich die noch offenstehende Bürotür erreicht, fällt der aufgestaute Frust der letzten Tage von mir ab. Mit einem Mal ist in meinem Kopf alles ganz klar und ich tue, was ich längst hätte machen sollen.
     »Wenn du dieses Büro jetzt verlässt, bist du gefeuert!«
     Vaters Drohung hält mich nicht davon ab, entspannt zum Aufzug am anderen Ende des Flures zu gehen und einzusteigen.
     Die Sekretärin am Empfang nickt mir nervös zu.
     Ich drücke den untersten Knopf und kehre der imposanten Spiegelwand, die mir einen Gefangenen seiner selbst vor Augen hält, den Rücken zu.
     »Gefeu...«
     Die mattglänzende Aufzugtür schließt und schneidet das aufgebrachte Gebrüll meines Vaters ab. Ob ich ein schlechtes Gewissen habe? Sicher nicht. Die Firma ist alles, was ihm je wichtig war. Wichtiger als sein Sohn und Ehefrau Nummer vier.
     Ich habe nie verstanden, wie Macht, Geld und fremde Menschen wichtiger sein können als die Familie. Das eigene Fleisch und Blut. Doch dieser Mann lebt in einer völlig anderen Welt, geht über Leichen, wie man so schön sagt. Und das nur, um sein Baby, die Kanzlei, zu schützen.
     Warum ich diesen Job angenommen und Jura studiert habe? Gute Frage. Vermutlich, weil ich dachte, dass es sich für einen Sohn gehört, das mit Schweiß und Blut aufgebaute Vermächtnis des Vaters erfolgreich weiterzuführen. So, wie es in seinem Sinne ist und wie es mir über zwei Jahrzehnte täglich eingebläut wurde.
     Dabei wollte ich immer Kfz-Mechaniker werden. Mich selbstständig machen und eine eigene Werkstatt eröffnen. Das ist er. Mein unerfüllter Traum.
     Nach der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker habe ich Jura studiert. Parallel dazu habe ich – was mein Vater bis heute nicht weiß – meinen Meister gemacht, um meinem Traum näher zu kommen. Ob das nicht zu anstrengend sei, haben mich meine Freunde damals gefragt. Jedes Mal konnte ich diese Frage mit einem klaren Nein beantworten. Denn genau dies war der perfekte Ausgleich, weshalb ich das Jurastudium durchstehen konnte. Das und mein verständnisvoller Ausbilder, der mich abends und an den Wochenenden alles gelehrt hat, was ich heute weiß. Ich liebe diese anspruchsvolle Bastelei, das Herumtüfteln und Schrauben und vor allem die Arbeit mit meinen Händen. Davon abgesehen hat man am Ende des Tages vor Augen, was man geschafft hat. Hier, in diesen öden, stickigen Büroräumen, freut man sich höchstens über einen schrumpfenden Aktenstapel, der kurze Zeit später nur wieder höher ist als der zuvor.
     Fahrzeuge waren schon immer meine Leidenschaft, doch mein werter Herr Vater, Englands Staranwalt Nummer eins, ist der Meinung, dass bei so einem Job nichts rumkommt. Außerdem mache man sich nur die Hände schmutzig.
     Noch bevor ich in der Tiefgarage des hochmodernen Gebäudes mitten in Manchester ankomme, entledige ich mich des Strickes um meinen Hals und öffne die beiden obersten Knöpfe des bügelfreien Designerhemdes. Ich hasse Krawatten!
     »An deinem Aussehen messen potenzielle Mandanten binnen Sekunden, ob du zu den Top-Anwälten oder zu den Fußvolk-Arschabwischer-Möchtegern-Verteidigern gehörst.« Diesen Satz bekomme ich jedes Mal zu hören, wenn ich es wage, eines meiner verwaschenen T-Shirts, De-stroyed Jeans und ausgelatschte Turnschuhe zu tragen und Maßanzug, auf Hochglanz polierte Lackschuhe und die Rolex im Schrank lasse.
     Im Gegensatz zu meinem geldgeilen Vater lege ich Wert auf Familie und Freunde. Und darum ist es mir egal, ob einer seiner Lakaien den McKenzie-Fall übernimmt, der mir und seiner Kanzlei im Nu ein – noch – höheres Ansehen verschaffen würde, oder ob er mir mit der Kündigung droht.
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