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DrahtseilTakt
Verfasser: Antonia Vitz (5)
Verlag: Pinguletta (16)
VÖ: 21. September 2022
Genre: Humoristisches Buch (1500)
Seiten: 315 (Broschierte Version), 380 (Kindle-Version)
Themen: Bayern (483), Brand (239), Dorf (1342), Entscheidungen (2356), Gitarre (33), Nachbarn (1149), Rockstar (434), Rückkehr (1198), Sänger (530), Wiedersehen (1982)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine bayerische Komödie über exzentrische Rockstars, eigenwillige Rentner und die wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben.

Gitarrist Jack Blackbird hätte nicht gedacht, dass ihn die Rückkehr in sein Heimatdorf Katzbrück so aus der Bahn werfen würde. In aller Ruhe das neue Musikalbum produzieren? Keine Chance, wenn Nachbar Sepp ständig ungefragt Ratschläge gibt und Sänger Mike nach einem Zechgelage mit dem örtlichen Burschenverein Jacks Elternhaus in Brand setzt. Ein Drahtseilakt zwischen Hühnerstall, knallharten Vorgaben des Plattenlabels und dem Wiedersehen mit der ersten großen Liebe, bei dem deutlich mehr als nur die Zukunft der Band auf dem Spiel steht ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom Pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Antonia Vitz gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Zwei Wochen später biegt Jack mit dem alten, aber noch gut erhaltenen Bandbus in Hedwigs Hofeinfahrt ein. Seine Mutter liegt zu dieser Zeit dreitausend Kilometer entfernt in einem Liegestuhl am Meer und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Dass er nach fünfeinhalb Stunden Autofahrt ein leeres Haus vorfindet, hatte Jack bewusst so geplant. Hedwig war vor ein paar Jahren schon einmal in den Urlaub gefahren. Die sogenannte Einweisung, die er über sich ergehen lassen musste, kam ihm damals länger vor als ihre Abwesenheit.

~ Über Mittag die Markise auf der Terrasse ausfahren, um die Fensterrahmen vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen.
     ~ Das Gemüsebeet ausschließlich morgens gießen, am besten eine viertel Stunde vor Sonnenaufgang!
     ~ Beim Zähneputzen morgens bloß kein Aronal©, abends aber Elmex© benutzen. Aronal© hat bei Ökotest mit ungenügend abgeschnitten. (Quelle Stand 11.3.2022)
     ~ Wenn Arko in den Garten pinkelt, sofort mit der Gießkanne hinterhergehen. Sonst brennt die Sonne braune Flecken in den Rasen.

Und so weiter und so fort. Seit es den Hund nicht mehr gibt, hat Hedwig auf Hühner umgesattelt. Nicht auszudenken, was sie nun von ihm verlangen würde!

Dennoch ist Jack schon kurz nach seiner Ankunft nicht mehr alleine – Dorf eben.
     »Der Schwarzvogel Jakob, schau an! Dass du dich auch mal wieder in Katzbrück blicken lässt? Gefällt’s dir wohl nicht mehr in Berlin?« Josef Brandl grinst von einem Ohr zum anderen. Er scheint sich ehrlich zu freuen, Jack zu sehen.
     Mit einem Gitarrenkoffer in der linken und einer Kabeltrommel in der rechten Hand hält Jack auf halbem Weg zur Haustür inne.
     »Oh mei, der Brandl Sepp, habe die Ehre!« Er stellt die Kabeltrommel auf den Boden, hebt die Hand zum Gruß und schiebt die verspiegelte Sonnenbrille in seine schulterlangen, dunklen Haare. »Lange nicht mehr gesehen und gleich wiedererkannt.«
     »Im Fernsehen schaust du anders aus.« Sepp mustert den mittlerweile über vierzigjährigen Nachbarsjungen ungeniert von oben bis unten. »Schlanker.«
     Während Jack im Geiste die zuletzt veröffentlichten Interviews, Liveauftritte und Videos durchgeht und sich zu erinnern versucht, welche Figur er darin macht, wandert Sepps Blick zum offenen Heck des Kleinbusses.
     »Bleibst du länger hier?«
     Eine durchaus naheliegende Frage. Der Bus ist bis obenhin vollgestopft mit Reisetaschen, verschiedensten technischen Geräten und Unmengen an Kabeln.
     »Oder ziehst du am Ende womöglich wieder bei der Mama ein?«
     »Einziehen? Ich?« Jack schüttelt vehement den Kopf. »Da muss ich dich leider enttäuschen, Sepp. Ich bin nur vorübergehend hier. Maximal drei Wochen, danach darfst du dich um das Haus kümmern. Das ist doch mit dir abgesprochen, oder?«
     »Ich hätte nichts dagegen, wenn du die ganzen drei Monate bleibst. Wo die Hedwig doch so dermaßen pingelig ist mit allem.« »Das glaube ich dir gern!« Jack schüttelt es innerlich bei der Vorstellung, ein viertel Jahr in Katzbrück festgebunden zu sein. »Auf dem Esstisch liegen unzählige Zettel mit Anweisungen. Die kann ich gerne an dich weitergeben, wenn du magst.«
     Sepp winkt ab. »Brauchst du nicht. Ich krieg das auch so hin.
     Ist ja nicht so, dass ich aus der Stadt kommen würde und keine Ahnung von Haus und Garten hätte.«
     Dass Jack nicht darauf antwortet, scheint Sepp nicht weiter aufzufallen. Gedankenverloren kratzt er sich am Kopf.
     »Die Hedwig und ihre Weltreise. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Wahrscheinlich hetzt sie von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und sehnt sich insgeheim nach Hause zurück. Hier ist es doch eh viel schöner. Ich versteh nicht, warum sie unbedingt weg muss. Bis nach Japan will sie, hat sie gesagt.«
     »Warst du schon mal in Asien, Sepp?«, möchte Jack wissen. »Um Gottes Willen, was soll ich denn da? Wer fährt denn freiwillig nach Japan, wenn er in Katzbrück sein kann!«
     »Ich war vor zwei Jahren dort«, beginnt Jack zu erzählen. Seine Augen leuchten, als er sich an diese Zeit zurückerinnert. »Wir hatten ein Konzert in der Tokyo International Forum Hall. Die Atmosphäre war phänomenal, damals habe ich mir die Seele aus dem Leib gespielt. Ich weiß noch genau, wie es sich anfühlte, als wir dort ankamen. Der erste Eindruck war überwältigend! Ich hatte …«
     »Überwältigend, so ein Schmarrn!«, unterbricht ihn Sepp. »Schau lieber, dass du den Hühnerstall jeden Tag pünktlich ausmistest, sonst wird der Gestank überwältigend, das versprech ich dir!«
     »Für empfindliche Nasen wie deine schon«, entgegnet Jack augenzwinkernd und bückt sich nach seiner Kabeltrommel, während er in Gedanken weiter in Japan festhängt. Er will sich jetzt lieber nicht auf eine Diskussion mit seinem Nachbarn einlassen. Aus Erfahrung weiß er, dass diese vom Hundertsten ins Tausendste führen, nur um am Ende wieder am Anfang zu landen.
     Als er kurz darauf aus dem Haus zurückkommt, um die nächste Ladung zu holen, steht Sepp kopfschüttelnd vor dem Kofferraum.
     »Wenn du magst, kannst du gerne mit anpacken, Sepp. Das muss alles ins Haus.«
     »Heute noch?«
     »Selbstverständlich! Morgen kommt Mike, mein Sänger, da soll die Technik stehen. Wir wollen sofort mit den Aufnahmen anfangen.« Hoffentlich – wenn Mike mitmacht.
     »Morgen? Am Sonntag?« Sepp reißt entrüstet seine Augen auf. »Du wirst doch nicht am Sonntag arbeiten! Sonntag ist Ruhetag! Ich hab einmal an einem Sonntag geweißelt, die Farbe ist eine Woche später wieder abgeblättert. Arbeit, die man am Sonntag macht, taugt nichts!«
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