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DrahtseilTakt
Verfasser: Antonia Vitz (5)
Verlag: Pinguletta (16)
VÖ: 21. September 2022
Genre: Humoristisches Buch (1500)
Seiten: 315 (Broschierte Version), 380 (Kindle-Version)
Themen: Bayern (482), Brand (239), Dorf (1337), Entscheidungen (2353), Gitarre (33), Nachbarn (1148), Rockstar (434), Rückkehr (1198), Sänger (528), Wiedersehen (1978)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine bayerische Komödie über exzentrische Rockstars, eigenwillige Rentner und die wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben.

Gitarrist Jack Blackbird hätte nicht gedacht, dass ihn die Rückkehr in sein Heimatdorf Katzbrück so aus der Bahn werfen würde. In aller Ruhe das neue Musikalbum produzieren? Keine Chance, wenn Nachbar Sepp ständig ungefragt Ratschläge gibt und Sänger Mike nach einem Zechgelage mit dem örtlichen Burschenverein Jacks Elternhaus in Brand setzt. Ein Drahtseilakt zwischen Hühnerstall, knallharten Vorgaben des Plattenlabels und dem Wiedersehen mit der ersten großen Liebe, bei dem deutlich mehr als nur die Zukunft der Band auf dem Spiel steht ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom Pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Antonia Vitz gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Habe ich jetzt einen Babysitter oder was?«
     Jack überlegt, wie er auf diese Frage reagieren soll und entschließt sich für die Wahrheit.
     »Viselsky ist nun mal der Labelchef. Er stellt mir Budget zur Verfügung, damit ich dir die Songs auf den Leib schneidere. Auch wenn du als Sänger im Vordergrund stehst, hast du dich der Band unterzuordnen, sonst dreht Viselsky den Geldhahn schneller zu, als du bis drei zählen kannst. Du kennst das Business!«
     »Nur weil Viselsky einen dicken Geldbeutel hat, kann er mir noch lange nicht vorschreiben, was ich in meiner Freizeit mache. Ohne mich wäre seine Brieftasche nämlich deutlich dünner.« Mike holt einen Joint aus seinem Tabakbeutel und steckt ihn sich in den Mundwinkel. »Ich lasse mir von niemandem sagen, was ich zu tun habe, Jack. Weder von meinem Alten noch von Viselsky oder dir.« Ein süßlicher Geruch breitet sich im Proberaum aus, als er einen ersten tiefen Zug nimmt.
     »Sag mal, woher kommt eigentlich diese panische Angst, dich unterzuordnen?« Jack weiß, dass er Mikes harte Schale mit gezielter Provokation am besten knacken kann.
     »Angst? Das ist doch Bullshit, Jack. Sieh mich an!« Er breitet die Arme aus und deutet an sich herunter. »Ich bin ein verdammter Promi! Warum sollte ich mich unterordnen? Ich singe Songs, die Viselsky verlangt und beschwere mich nicht, wenn Mauerbach meine Zweitstimmen rausschneidet oder die Chöre ändert. Was willst du noch?«
     »Du bist eine Diva!«
     »Welcher Sänger ist das nicht? Das gehört nun mal zu meinem Job.« Das diabolische Grinsen in Mikes Gesicht zeigt, wie wohl er sich in seiner Rolle fühlt. »Ich muss weder ein Instrument mit mir herumschleppen noch Verstärker verkabeln. Sobald alles vorbereitet ist, betrete ich die Bühne und bähm! Alle Augen sind auf mich gerichtet. Sorry, Kumpel, so ist es nun mal. Vorsicht bei der Berufswahl!«
     Jack schüttelt resigniert den Kopf. Es hat keinen Sinn, weiter zu diskutieren. »Halte dich die nächste Zeit einfach mit Skandalen, Schlägereien oder anderen Exzessen, die die Presse interessant finden könnte, zurück.«
     »Dann muss ich schon weg aus Berlin, sonst wird das nichts mit dem Raushalten.« Er drückt den Joint auf dem Boden aus und zieht seine schwarze Nietenlederjacke an. »Ich muss dann auch mal. Die Ladies warten.«
     Da Jack nicht reagiert, fügt er versöhnlich hinzu: »Entspann dich, Kumpel. Das Leben ist ein Tanz, kein Bittgang.«
     Als Mike den Proberaum verlässt, reckt er beide Hände in die Luft und streckt die Finger zum Peace-Zeichen.

In dieser Nacht findet Jack wenig Schlaf. Ruhelos wälzt er sich von einer Seite auf die andere, während seine Gedanken um Mike, Viselsky, seine Mutter und die noch zu produzierenden Songs kreisen. Der Job als Musiker mutiert allmählich zu einer logistischen Herausforderung und Jack muss sich eingestehen, dass er mehr und mehr zur Marionette der großen Bosse wird, seit er bei Platinum Records unter Vertrag ist. Wer zahlt, schafft an. Das gilt nicht nur für Mike. Auch er muss sich Viselskys Willen beugen, ob ihm das nun passt oder nicht. Aber wie zur Hölle soll er seinen Sänger im Zaum halten?
     Dann muss ich schon weg aus Berlin, sonst wird das nichts mit dem Raushalten, hallen Mikes Worte in seinem Kopf nach, als sich die Stimme seiner Mutter darüber schiebt: Das Album kannst du überall produzieren.
     Plötzlich ist Jack wie elektrisiert. Die Lösung seiner Probleme lag die ganze Zeit vor ihm, er hat sie nur nicht gesehen! Das Haus im kleinen, beschaulichen Katzbrück. Mitten im bayerischen Nirgendwo, weit weg von Berlin. Wo es weder Boulevardpresse noch Nachtleben gibt! Wenn er mit Mike vorübergehend nach Katzbrück umsiedelt, wären alle zufrieden: seine Mutter, Viselsky und … na ja, Mike vermutlich nicht so wirklich, aber das würde Jack schon irgendwie hinkriegen. Immerhin gibt es eine Dorfkneipe.

Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, zu welchem Wahnsinn sich seine Idee entpuppen würde.

»Alter, bist du irre? Ich fahr doch nicht nach – wie heißt das Kaff noch mal? Katzenbuckel?«
     »Katzbrück.« Jack muss all seine Geduld zusammennehmen. Seit einer halben Stunde redet er wie ein Besessener auf Mike ein. »Es sind doch nur ein paar Tage.«
     »No way. Niemals!«
     »Mike, ich muss da hin. Ich habe es meiner Mutter versprochen.
     Sie ist alt und diese letzte Reise ist ihr sehnlichster Wunsch. Ich konnte ihr das nicht abschlagen.« Das ist zwar gelogen, aber egal. »Wir machen uns ein schönes Leben und sobald die Aufnahmen im Kasten sind, verschwindest du wieder.«
     »Ein schönes Leben? In Katzbuckel?« Mike zieht kritisch eine Augenbraue nach oben. »Gibt’s da wenigstens einen Pool?«
     Jack denkt an die hellbraune Badewanne seiner Mutter. »So etwas in der Art.«
     »Ich fahr deine Harley, du den Bandbus mit dem Equipment.« Mike streckt ihm kalt lächelnd die Hand entgegen. Doch statt einzuschlagen, starrt ihn Jack nur verwirrt an.
     »Hast du dir das Hirn völlig vernebelt letzte Nacht? Kein Mensch außer mir setzt sich auf meine Harley, das weißt du!«
     »Tja, sehr schade«, seufzt Mike schulterzuckend und verschränkt die Arme vor der Brust. »Dann bleiben wir wohl hier.«
     Verdammt! Jack ringt kurz mit seiner Wut über die unverfrorene Erpressung. Ihm ist klar, dass es Mike nicht um die Harley geht, sondern darum, in Berlin bleiben zu können. »Wenn ich auch nur einen Kratzer an meiner Maschine finde, kannst du dich im Eunuchenchor anmelden.«
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