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DrahtseilTakt
Verfasser: Antonia Vitz (5)
Verlag: Pinguletta (16)
VÖ: 21. September 2022
Genre: Humoristisches Buch (1501)
Seiten: 315 (Broschierte Version), 380 (Kindle-Version)
Themen: Bayern (485), Brand (239), Dorf (1344), Entscheidungen (2358), Gitarre (33), Nachbarn (1151), Rockstar (435), Rückkehr (1199), Sänger (532), Wiedersehen (1987)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Eine bayerische Komödie über exzentrische Rockstars, eigenwillige Rentner und die wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben.

Gitarrist Jack Blackbird hätte nicht gedacht, dass ihn die Rückkehr in sein Heimatdorf Katzbrück so aus der Bahn werfen würde. In aller Ruhe das neue Musikalbum produzieren? Keine Chance, wenn Nachbar Sepp ständig ungefragt Ratschläge gibt und Sänger Mike nach einem Zechgelage mit dem örtlichen Burschenverein Jacks Elternhaus in Brand setzt. Ein Drahtseilakt zwischen Hühnerstall, knallharten Vorgaben des Plattenlabels und dem Wiedersehen mit der ersten großen Liebe, bei dem deutlich mehr als nur die Zukunft der Band auf dem Spiel steht ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Hauck vom Pinguletta Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Antonia Vitz gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Ist das nicht dein Mann?«, will eine Kursteilnehmerin wissen, die genauso entgeistert wie alle anderen auf das Spektakel starrt. Geli schweigt. Was von nicht im Mittelpunkt stehen hat er nicht verstanden?

»Sie müssen Ihre Füße nach unten drücken! Hören Sie mich? Hallo?« Frau Kemper-Niederhas, die als Leiterin des Kurses für die Sicherheit der Teilnehmer zuständig ist, schreit wieder und wieder die gleiche Anweisung. Was macht dieser Depp da? Wieso geht er nicht wie alle anderen über die Leiter aufrecht stehend ins Becken? Hat er etwa versucht, vom Rand aus loszuschwimmen? Während Sepp um sein Leben kämpft, atmet Frau Kemper-Niederhas einmal tief durch und lässt sich gekonnt ins Wasser gleiten. Sie nähert sich dem Neuling vorsichtig, stets darauf bedacht, den unkontrollierten Bewegungen auszuweichen. Als sie es schließlich schafft, seinen Hintern mit einer kräftigen Bewegung unter Wasser zu drücken, kommt der Oberkörper langsam in die Aufrechte.
     »Füße nach unten!«, herrscht sie Sepp an, während er prustet, hustet und dermaßen theatralisch nach Luft schnappt, dass man meinen könnte, er würde jeden Augenblick einem Herzinfarkt erliegen.
     »Geht es Ihnen gut?« Frau Kemper-Niederhas beäugt ihn skeptisch. Hat er wirklich so viel Wasser geschluckt oder ist er nur einer dieser Angeber, die sich immer mal wieder in ihren Kurs verirren? Sie kennt das ja: Männer mit aufgepumpten Muskeln, unbeweglich wie ein Stück Holz, die meinen, sie müssten beweisen, wie unglaublich stark sie sind. Aber körperliche Fitness hat eben nicht nur etwas mit Gewichte stemmen zu tun. Dazu gehören auch Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Manchmal macht sie sich den Spaß und baut simple Koordinationsbewegungen in ihre Stunden ein, wie zum Beispiel mit der rechten Hand ein Dreieck in die Luft zeichnen und gleichzeitig mit der linken Hand ein Rechteck. Man glaubt nicht, wie viele Menschen an dieser einfachen Aufgabe scheitern.
     »Freilich«, presst Sepp hervor, hustet abermals und versucht, sich ein Lächeln abzuringen. »Alles gut.«
     »Sie sehen aber nicht danach aus. Wollen Sie sich vielleicht kurz an den Beckenrand setzen und erholen?«
     »Mei«, setzt Sepp an, doch Geli, die neben ihm an der Leiter ins Wasser steigt, winkt ab.
     »Der schafft das schon. Jede Woche Fitnessstudio, da macht er bei so ein bisschen Wassergymnastik doch nicht schlapp, bevor es überhaupt angefangen hat, oder, Sepp?«
     »Das war nur Aufwärmen, mehr nicht«, witzelt Sepp, während die Trainerin grinsend aus dem Becken steigt. Also doch. Ein Muckibudensprücheklopfer, den seine Frau in die Schranken weisen will. Na gut, mal sehen, wie lange er durchhält.
     »Auf geht’s, wir fangen an!« Frau Kemper-Niederhas klatscht animierend in die Hände und lächelt dabei die Tatsache weg, dass sie die heutige Stunde mit nassem Badeanzug abhalten muss.

»Und? Wie war’s beim Aquajogging, Papa?«, will Franzi wissen, als sie am nächsten Tag kurz vor Mittag bei ihren Eltern an der Haustür steht, um sich einen Becher Sahne auszuleihen.
     »Ich hab am ganzen Körper Muskelkater! Anstrengend ist das, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Sogar schwitzen musste ich! Ich hab mein ganzes Leben noch nicht geschwitzt beim Schwimmen, ich wusste gar nicht, dass sowas überhaupt möglich ist.«
     »Ich dachte, du bist durchtrainiert?«
     »Wir mussten im Kreis marschieren! Im Wasser! Wie ein Irrer hab ich gestrampelt, aber glaubst du, ich bin vom Fleck gekommen? Eine nach der anderen hat mich überholt. Unterhalten haben die sich sogar dabei, un–ter–hal–ten! Während ich kaum noch Luft bekommen hab vor lauter Anstrengung.«
     Franzi kichert. Sie kann sich lebhaft vorstellen, wie sich das für ihren Vater angefühlt haben muss.
     »Hier sind zwei Sahne. Die kannst du beide haben.« Geli schiebt sich an ihrem Mann vorbei und drückt ihrer Tochter besagte Becher in die Hand.
     »Ich brauche aber nur eine.«
     »Die halten noch drei Wochen.«
     Für einen Moment ist Franzi versucht, sich auf eine Diskussion einzulassen. Sie entscheidet sich aber dagegen. Das Ergebnis ist so oder so dasselbe: Am Ende wird sie beide Sahne nehmen müssen.
     »Und? Hat er dir schon erzählt, wie er sich aufgeführt hat?«, will Geli mit Blick auf ihren Mann wissen.
     »Den ganzen Kurs hat er aufgehalten«, fasst Franzi knapp zusammen und kann sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.
     »Ja, amüsiert euch nur. Ihr wisst ja gar nicht, was ich durchgemacht habe. Ich hab gedacht, das nimmt kein Ende mehr! Eine ganze Stunde! Das ist doch der Wahnsinn!«
     »Der Wahnsinn ist eher das, was du vor Beginn des Kurses geliefert hast, mein Lieber.«
     »Was denn?« Franzi sollte zwar dringend wieder zurück an den Herd, aber das möchte sie nun doch genauer wissen.
     Geli sieht ihre Tochter verschwörerisch an, deutet mit dem Daumen auf ihren Mann und meint:
     »Dein Vater, Franzi, wäre beinahe der erste Mensch gewesen, der bei der Wassergymnastik ertrunken ist.«

Während sich Sepp beleidigt in die Werkstatt verzieht – ihn nimmt ja sowieso keiner ernst –, hat Jakob Schwarzvogel im fünfhundert Kilometer entfernten Berlin ganz andere Sorgen: Seine Mutter ist am Telefon.
     »Wie stellst du dir das vor, Mama? Ich bin mitten in einer Albumproduktion.« Er klemmt sich das Telefon zwischen Kopf und Schulter und zieht das Klinkenkabel aus dem Verstärker. Seit einer Viertelstunde versucht er, ihre Idee abzuwehren.
     »Das bisschen Musik kannst du doch überall aufnehmen. Für was bist du denn Musiker?«
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