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Die Mauersegler
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Erklärung der Bewertungssysteme
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 19. Oktober 2022 um 19:16 Uhr (Schulnote 2):
» Tonis Leben

Das schöne Buchcover und die Buchbeschreibung haben mich neugierig gemacht.
Die zum Teil sehr gegensätzlichen Rezensionen taten ihr übriges. Viele sehr enthusiastisch, andere eher negativ. Toni wird entweder geliebt und gehasst.

Nachdem ich die gut achthundert Seiten gelesen habe, konnte ich mir eine eigene Meinung bilden.

Die Geschichte über das anstrengende und sinnlose Leben vom 54jährigen Gymnasiallehrers Toni, das er selber in 365 Tagen beenden will, ist sehr umfangreich. Für jeden Tag gibt es ein Kapitel, in dem er die Leser an seinen Gedanken und Ereignissen teilhaben lässt. Man erfährt über seine Kindheit, seine Ehe und seine Scheidung, seine Arbeit und vieles mehr.

Er ist kein angenehmer Mensch, eher unsympathisch als liebenswert. Aber gerade das macht dieses Buch so lesenswert.

Es muss nicht immer spannend sein, wessen Leben ist das schon. Es ist aber aufregend ihm zu folgen, zu erfahren warum er so negativ eingestellt ist.

Wenn man sich darauf einlässt wird man mit einem schönen Roman belohnt.«
  12      0        – geschrieben von busdriver
Kommentar vom 23. September 2022 um 22:51 Uhr (Schulnote 2):
» Toni ist ein Antiheld, wie er im Buche steht. Er ist des Lebens überdrüssig, hat resigniert, auch weil er wohl nie so Glück gespürt hat, wie ich es kenne. Er beschließt im Juli, in 365 Tagen Suizid zu begehen und notiert bis dahin an jedem Tag seine Erinnerungen, Erlebnisse des Tages oder Gedanken.
Dass Toni an diesen Punkt in seinem Leben kommt, wundert mich als Leserin nicht. Echte Emotionen, vor allem positive, sind bei ihm nicht erkennbar. Er fühlt dumpf, unter einem Schleier von Pragmatismus und Distanz, Kälte und Verrohung. Seine Tagebuchepisoden sind zum Teil schwer zu ertragen, derbe emotionslose Gedanken. Insbesondere Sexualität wird gegenständlich, objektiv und kalkulativ beschrieben. Davon sind sowohl seine Exfrau Amalia als auch seine Sexpuppe Tina betroffen. Toni hasst alles; er schreibt im Oktober, er hasse voll Lust. Und zwar jeden, allen voran seine Exfrau Amalia, seinen Bruder Raúl, seinen Job als Philosophielehrer, seinen - aus seiner Sicht minderbemittelten - Sohn Nikita, seine Eltern und Schwiegereltern. Ausdruck findet dies in seinen Schilderungen immer wieder, bspw. wenn er sich erinnert, sein erster Gedanke, als seine Mutter ihm seinen kleinen Bruder, ein Baby, auf den Arm gab, war ihn fallen zu lassen. Über seinen Sohn schreibt er im November noch, „Man hätte aus Eis und Stein sein müssen, um dich nicht zu hassen.“ Toni bekommt Erektionen, wenn er mit seiner Exfrau streitet. Und hätte Toni eine Partei, so schreibt er, wäre wohl ihr Motto „Lasst mich in Ruhe.“ Allein seine Hündin Pepa und sein einziger Kumpel, den er heimlich Humpel nennt, schaffen einen beschränkten Zugang zu Toni. Über viele, viele Seiten zieht sich die melancholisch machende, langatmige Schreibe, seine schmerzhaften Gedanken und der Einblick in die Lesart einer abgestumpften, lebensmüden Abrechnung mit dem selbst verursacht trostlosen Leben. Die Redundanzen empfand ich zum Teil hindernd beim Durchhalten der mehr als 800 Seiten, auch weil sie das beim Lesen erzeugte Gefühl der Düsterkeit verstärkten. Und dann, ganz heimlich still und leise schleicht sich Empathie für Toni durch die Zeilen. Zarte Pflänzchen des Verständnisses keimen bei den nicht chronologischen, wild gemusterten Schilderungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Es entsteht ein Psychogramm einer armseligen Existenz, die mir am Ende doch ein Stück weit ans Herz gewachsen ist, obwohl mir kaum eine Denke ferner liegt als die von Toni. Und so fieberte ich dem Ausgang des einen Jahres entgegen, der für mich in vielen Gestalten Sinn ergeben hätte und dann doch überraschte.
Das Buch erfordert beim Lesen eine gewisse emotionale Stabilität und viel Aufmerksamkeit. Die 365 episodischen Kapitel sind zwar chronologisch notiert, bauen aber inhaltlich nicht aufeinander auf. Zuweilen dauert es Momente, ehe die einzelnen Episoden im lesenden Kopf ein Bild des Lebensabschnittes von Toni ergeben. Wer das hinzunehmen bereit ist, findet in „Die Mauersegler“ eine zwar schwere, aber lohnenswerte Lektüre.«
  14      0        – geschrieben von Eight_butterflies
Kommentar vom 15. September 2022 um 11:27 Uhr (Schulnote 1):
» Tonis ist Philosophielehrer an einem Gymnasium in Madrid und lebt er nach einer Trennung mit seinem Hund Pepa alleine. Sein Leben ist nicht so, wie er sich das einmal vorgestellt hat, also fasst er einen Entschluss: Er will seinem Leben ein Ende setzen, in genau 365 Tagen. Zunächst erinnert er sich an vergangene Zeiten. Doch dann begegnet er einer Frau, die einen Hund mit dem Namen Toni hat. Toni beginnt zu zweifeln, ob sein Plan Sinn macht.
Fernando Aramburu erzählt die Geschichte in einer klaren, oft direkten Sprache. Dabei gelingt es ihm aber durchaus auch gefühlvoll zu werden. Die Geschichte ist mal traurig, mal humorvoll und hat mich angesprochen. Jeder hat in jungen Jahren seine Träume und Vorstellung vom Leben. Doch das Leben verhält sich oft anders und so fragt man sich dann eines Tages, ob man eigentlich glücklich und zufrieden ist.
In 365 Kapiteln, welche die verbleibende Zeit von Toni darstellen, erzählt der Autor von Toni, von seinem bisherigen Leben und den Abzweigungen im Leben, die ihn bis zu diesem Punkt gebracht haben.
Toni hat eigentlich keinen Grund, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er ist nicht deprimiert, ihm geht es nicht schlecht. Nun gut, es ist vielleicht nicht alles so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hat. Doch Unzufriedenheit sollte einen dazu bringen, Ziele neu zu definieren und die Weichen umzustellen.
Es ist ein großartiger Roman, der mir wirklich gut gefallen hat. Er ist unterhaltsam und tiefgründig zugleich.«
  11      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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