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Die Abartigen 1 - Karawane nach Cood
Verfasser: Sascha Raubal (5)
Verlag: Books on Demand (4647)
VÖ: 31. August 2022
Genre: Fantasy (16052)
Seiten: 254 (Taschenbuch-Version), 223 (Kindle-Version)
Themen: Geheimnisse (5472), Karawanen (9)
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Dies ist der Auftakt einer Serie um die beiden Helden Loris und Mikail. Beste Freunde seit der Schulzeit, glauben sie, dass nichts dieses Band zerstören kann. Doch die Gesellschaft ihrer Welt, mit hehren Idealen gegründet und vordergründig wunderbar liberal, hat eine grausame Schattenseite. Ihren gnadenlosen Gesetzen wird jedes Opfer gebracht.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Sascha Raubal für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sascha Raubal gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Loris und Mikail, die Helden der Serie, sind auf der Karawane nach Cood. Vor zwei Tagen waren sie noch ganz zuversichtlich, gegen alle Gefahren gewappnet zu sein, die ihnen begegnen könnten. Nun jedoch ist Loris zur Wache eingeteilt.

Nachtwache


In der übernächsten Nacht sah Loris die Sache nicht mehr ganz so optimistisch. Er stand, mit Lanze und Messer bewaffnet, runde fünfzig Meter vom Lager entfernt in der Dunkelheit und lauschte in die Nacht. Links und rechts von ihm, ebenfalls in etwa fünfzig Meter Abstand, lagerten Marinas Hunde. Die Tiere waren in Dreiergruppen aufgeteilt und im Wechsel mit menschlichen Wächtern rund um das Lager verteilt worden. Schutzhunde waren perfekt dressiert. Sie hielten die Stellung die ganze Nacht, schliefen abwechselnd und gaben nur Alarm, wenn tatsächlich Gefahr drohte. Schlich etwas Harmloses durchs trockene Gras, blieben die Hunde friedlich, sollten sie jedoch Wildhunde, Wölfe oder anderes Raubzeug wittern, würden sie sofort das ganze Lager mit ihrem Gebell wecken.
     Alarm zu geben war auch die Hauptaufgabe der Wächter. Taio schärfte ihnen allen jeweils vor ihrer ersten Wache ein, bloß nicht den Helden zu spielen und es alleine mit den Angreifern aufzunehmen. Sollte es zu einem Überfall kommen, mussten sie ein Hornsignal geben und dann in der altbewährten Hasenfußtaktik sofort den Rückzug antreten. Ihre Waffen hatten sie einzig für den Fall dabei, dass die Raubtiere ihnen zu schnell auf die Pelle rückten. Sich in den Kampf zu stürzen war in erster Linie Aufgabe der Schutzhunde. Selbst die erfahrenen Wächter, die schon viele Karawanen und Tierangriffe mitgemacht hatten, sollten einzig dann eingreifen, wenn der Feind dem Lager zu nahe kam. Und dann auch nur in größeren Gruppen, keinesfalls im Alleingang.
     Soweit die Theorie.
     Loris sah nach oben. Der Pferdekopf hatte schon vor einer Weile den Zenit durchschritten, was um diese Jahreszeit hieß, es war kurz vor Mitternacht. Er war eines der wenigen Sternbilder, die Loris überhaupt kannte, also orientierte er sich besonders gerne an ihm.
     Nun ja, damit war immerhin seine Wache fast schon um. Langsam wurde es merklich kühler. So heiß die Tage waren, so kalt wurde es in der Nacht. Und keine Stefana, die ihn wärmte. Soweit er das mitbekommen hatte, hatte sich Amad heute Nacht ihre Gunst gesichert, nachdem Taio tatsächlich gestern Abend zum Zuge gekommen war. Den Geräuschen nach zu urteilen, die von Stefanas Lager herübergedrungen waren, hatte der alte Mann noch ordentlich Kraft in den Lenden. Hoffentlich, dachte Loris, blieb ihm selbst sein kleiner Freund ebenfalls bis ins Alter treu. Einundfünfzig, Mann oh Mann, war man da nicht eigentlich schon beinahe ein Greis?
     Etwas raschelte.
     Loris fuhr zusammen, packte mit der einen Hand die kurze Lanze und mit der anderen das Horn, das um seinen Hals hing. Nur Signal geben, wenn die Zeit dafür blieb, wiederholte er im Geiste Taios Anweisung. Die Hunde schlugen ansonsten schon genug Lärm, da sollte er nicht sein Leben riskieren.
     Er lauschte angestrengt in die Finsternis. War das ein Hecheln? Ja! Aber woher? Sein Magen zog sich zusammen, während er die Richtung auszumachen versuchte. Ah, direkt von dort, wo Marinas Tiere lagerten. Die durften ja auch mal hecheln. Er entspannte sich wieder.
     Stefana. Ja, natürlich konnte er sie nicht für sich reservieren. Als Gesellschafterin war es ihr Job, allen Männern und soweit sie das mochte auch Frauen die Reise angenehmer zu gestalten. Schon irgendwie schade. Andererseits gab es ja noch andere nette Mädels. Sedna zum Beispiel hatte ihm gestern doch ein sehr freundliches Lächeln geschenkt, oder? In Ordnung, sie ging auf die Vierzig zu, aber dafür sah sie noch verdammt gut aus. Mindestens zweimal im Jahr fuhr sie mit einer Karawane, um sich mit Stoffen, Garn und Farben einzudecken. Ihre Kleider waren in ganz Or berühmt. Derweil blieben ihre zwei Gefährten brav bei den Kindern daheim. Wie viele waren das inzwischen? Fünf, meinte Loris. Eine geradezu unglaubliche Zahl gesunder Kinder, die nur wenige Frauen erreichten. Und bestenfalls zwei waren von den beiden Männern, die mit ihr unter einem Dach lebten. Ob er da womöglich das halbe Dutzend vollmachen könnte? Er nahm sich vor, das am folgenden Abend in Erfahrung
     Verdammt! Da raschelte doch schon wieder etwas! Tappten da etwa Pfoten? Warum musste um diese Jahreszeit nur der helle Regenstern am Taghimmel stehen, statt ihm in der Nacht bessere Sicht zu ermöglichen? In der Regenzeit daher der Name leuchtete dieser blauweiße Stern so hell, dass man ihn sogar tagsüber sehen konnte oder bei Nacht durch eine nicht allzu dicke Wolkendecke.
     Erneut rührte sich etwas bei den Schutzhunden. Knurrte da nicht einer von ihnen? Es klang so, als sprängen sie auf die Beine.
     Ja, da tappte wirklich was, und es kam weder von den Schutzhunden noch aus dem Lager hinter ihm. Er setzte das Horn an die Lippen und holte Luft. Aber was, wenn er jetzt vorschnell Alarm gab? Er würde alle umsonst aus dem Schlaf reißen und sich komplett lächerlich machen. Dann brauchte er bei Sedna gar nicht erst vorstellig zu werden.
     Loris ließ das Horn wieder sinken und atmete aus. Die Lanze aber packte er umso fester. Was war das? Unruhe bei den Hunden? Ein erstes tiefes Grollen schallte von rechts zu ihm herüber, dann noch eines. Jetzt auch auf der linken Seite.
     Was? Wenn die Hunde links und rechts von ihm etwas witterten, dann hieß das doch
     Er setzte das Horn an und blies. Vor lauter Schreck bekam er kaum einen Ton aus dem Ding heraus, nur ein armseliges kleines Tröten. Verflucht noch mal! Er holte Luft und versuchte es erneut. Diesmal endlich klang es deutlich durch die Nacht. Dazu mischte sich das Bellen der Hunde, er hatte also recht gehabt. Erste Rufe antworteten aus dem Lager, weitere Hornstöße sorgten dafür, dass auch der Rest der Mannschaft schnell wach wurde. Jetzt aber nichts wie weg!
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