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Ouija 1 - Tote reden zu viel
Verfasser: Melissa Ratsch (26)
Verlag: Eigenverlag (24547)
VÖ: 1. September 2022
Genre: Fantasy (16052) und Romantische Literatur (28900)
Seiten: 348
Themen: Hexen (1108), Leichen (2926), Medium (39), Mord (7905), San Francisco (265), Syndikate (53), Übernatürliche Fähigkeiten (363)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats September 2022 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Können die Toten Amor spielen?

Jahrelang dachte Cleo, sie verliert den Verstand.
Verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte hört sie auf die Stimmen in ihrem Kopf. Sie trifft auf die Hexe Kaliska, die ihr erklärt, dass sie nicht verrückt ist: Cleo ist ein Medium, sie kann die Toten hören! Erst weigert sich Cleo, das zu akzeptieren, doch kurz darauf lotsen die Stimmen sie zum Leichnam einer ermordeten Frau.

Zusammen mit dem attraktiven Gerichtsmediziner Logan versucht Cleo herauszufinden, was der Frau widerfahren ist. Dabei gerät sie in das Visier des Verbrechersyndikats von San Francisco. Denn die sind gar nicht begeistert darüber, dass jemand mit ihren Opfern reden kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Nolan?«, fragte Darla, beide Augenbrauen erhoben. »Den Toten?«
     »Ja, sonst sehe ich niemanden. Ich dachte, deswegen hast du mich hergeholt.«
     »Na ja … ja.« Darla sah nicht glücklich aus, aber das war für Kally nichts Neues. Mochte sie auch akzeptieren, was Kally war, so war Darla das Handwerk dennoch suspekt. Eine kluge Entscheidung, aber Darla war schon immer eine scharfsinnige Frau gewesen.
     »Prima«, sagte Kally und ließ sich in das frisch geöffnete Grab gleiten. »Dann geh mal einen Schritt zurück und lass mich meine Arbeit machen.«
     Sie hörte hinter sich, wie Darla ihrer Aufforderung nachkam. Das war auch das Letzte, was sie von ihrer Umwelt wahrnahm, denn sie war mitten hinein in den unsichtbaren Nebel aus potentieller Magie gestiegen. Die Luft war so dicht davon, dass es Kaliska schwerfiel, normal weiter zu atmen.
     Daher beeilte sie sich, ergriff den oberen Flügel des zweigeteilten Sargdeckels und öffnete ihn. Der süßlich-bittere Geruch der Verwesung stieg ihr in die Nase und sie verzog das Gesicht. Nekromantin oder nicht, es stank auch für Kally entsetzlich.
     Nolan Cormak hatte die Zeit unter der Erde nicht gut getan. Sein Fleisch war grau, mit schwarzen Flecken bedeckt und teilweise aufgedunsen. Er bot keinen schönen Anblick. Zu ihrem Glück konnte sich Kaliska beeilen, denn der unbekannte Beschwörer vor ihr hatte die meiste Arbeit am Ritual vollzogen.
     So waren nur wenige Korrekturen an den Symbolen auf dem Sargdeckel nötig, damit die Beschwörung funktionierte. Während Kaliska zeichnete, zog sich die Magie um sie herum fester zusammen, verband sich mit der in ihrem Inneren und sickerte langsam in die Leiche. Es erforderte einiges an Konzentration, damit die Magie nicht auch auf die Toten in den anderen Gräbern überging. Auf einem Friedhof zu arbeiten war immer so verdammt anstrengend.
     Aber Kaliska war keine Anfängerin mehr, sie hatte ihre Lektionen alle gelernt und wusste, wie sie arbeiten musste. Heute Nacht würde es nur einen wandelnden Toten geben.
     »Nolan Cormak«, sagte Kaliska leise, fast sanft, als es Zeit zum Aufwachen war. »Ich rufe deinen Geist vom Totenreich zurück in deinen Körper.«
     Augenblicklich ging ein Ruck durch den Leichnam und es ertönte ein Knacken und Schmatzen, als er sich aufsetzte. Sein linker Arm blieb liegen, was seltsam grotesk aussah. Kally ignorierte es und sah stattdessen in die milchig-trüben Augen des Mannes.
     »Hey, Nolan. Mein Name ist Kaliska und es tut mir echt leid, dass ich dich stören musste.«
     »Schon gut, Schätzchen«, antwortete der alte Mann heiser und lächelte. Aber auch nur mit einer Gesichtshälfte, die andere rutschte ihm langsam vom Schädelknochen. »Was kann ich für dich tun?«
     »Jemand anderes hat versucht dich auszugraben. Weißt du vielleicht, wer das gewesen sein könnte?«
     »Nein«, sagte Nolan sofort und schüttelte den Kopf. Mehr von seinem Gesicht sackte herunter.
     »Sind Sie sich sicher?«, fragte Darla hinter ihr. Nolan hob den Kopf.
     »Das ist Detective Gonzales«, erklärte Kally. Manche Tote reagierten eigenartig auf die Lebenden, wenn der Nekromant nicht als Vermittler diente. Nolan Cormak hingegen schien nicht dazu zu gehören.
     »Ja, Ma’am«, antwortete er. »Ich habe nie etwas von Wert besessen, geschweige denn irgendetwas gewusst. Es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, mich zu rufen.«
     »Hast du denn mitbekommen, wer sich an deinem Grab zu schaffen gemacht hat?«
     Wieder schüttelte Nolan den Kopf. »Das Letzte, woran ich mich erinnere, bevor du mich gerufen hast, ist, dass mir die Brust wehtat und ich auf den Boden gefallen bin. Das war verflucht unangenehm.«
     »Ja, sterben ist nichts für Feiglinge«, erwiderte Kaliska amüsiert. Sie drehte sich um und sah zu Darla. »Hast du noch Fragen?«
     Trotz ihrer Latina-Bräune sah der Detective ganz blass aus.
     »Nein, habe ich nicht«, sagte Darla gepresst. Ganz so, als versuche sie, nicht zu viel zu atmen.
     Kally wandte sich wieder an Nolan. »Dann schicke ich dich wieder schlafen, ja?«
     »Danke«, erwiderte er und zum ersten Mal sah er an sich herunter. »Dieser Körper hat endgültig seine besten Zeiten hinter sich.«
     »Da muss ich dir leider rechtgeben«, erwiderte Kaliska grinsend. »Bye, Nolan.«
     »War mir ein Vergnügen«, brummte der alte Mann, zwinkerte und legte sich zurück in den Sarg. Kally nahm ein wenig Erde und rieb über die Symbole auf dem Holzdeckel. Sofort sackte Nolan in sich zusammen und war fort. Nichts weiter als verwesendes Fleisch war übrig.
     Kally schloss den Sarg, wischte sich die Erde von den Händen und stieg aus dem Grab. Sie hatte sich gerade wieder aufgerichtet, da rief jemand hinter ihr ihren Namen. Als sie sich umdrehte, sah sie einen großgewachsenen Mann mit dunkelblonden, unordentlichen Haaren und in einem weißen Overall auf sie zukommen. Er lächelte sie schief an und obwohl es nicht gerade glücklich aussah, wusste Kally, dass er sich freute, sie zu sehen.
     »O Mann, Logan«, sagte sie grinsend, »du hast echt Pech mit deinen Schichten in der Pathologie.«
     »Einer muss es ja machen.« Logan zuckte mit den Schultern und warf einen Blick in die Grube. »Ich wäre aber froh gewesen, wenn du nicht schon wieder mit den Toten herumgespielt hättest.«
     »Die Idee ist ursprünglich auch nicht auf meinem Mist gewachsen«, antwortete Kally und warf Darla einen bedeutungsvollen Blick zu.
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