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Ouija 1 - Tote reden zu viel
Verfasser: Melissa Ratsch (26)
Verlag: Eigenverlag (24484)
VÖ: 1. September 2022
Genre: Fantasy (16007) und Romantische Literatur (28805)
Seiten: 348
Themen: Hexen (1104), Leichen (2908), Medium (39), Mord (7877), San Francisco (265), Syndikate (52), Übernatürliche Fähigkeiten (363)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats September 2022 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Können die Toten Amor spielen?

Jahrelang dachte Cleo, sie verliert den Verstand.
Verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte hört sie auf die Stimmen in ihrem Kopf. Sie trifft auf die Hexe Kaliska, die ihr erklärt, dass sie nicht verrückt ist: Cleo ist ein Medium, sie kann die Toten hören! Erst weigert sich Cleo, das zu akzeptieren, doch kurz darauf lotsen die Stimmen sie zum Leichnam einer ermordeten Frau.

Zusammen mit dem attraktiven Gerichtsmediziner Logan versucht Cleo herauszufinden, was der Frau widerfahren ist. Dabei gerät sie in das Visier des Verbrechersyndikats von San Francisco. Denn die sind gar nicht begeistert darüber, dass jemand mit ihren Opfern reden kann.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Kally seufzte tief. »Gib mir fünf Minuten.«
     »Gracias.« Darla lächelte schief. »Ich warte im Wagen.«
     Kaliska nickte nur, schloss die Tür und ließ den Kopf in den Nacken sinken. Fast wünschte sie sich die penetranten Rotzlöffel zurück. Da jammern nichts half, ging sie zur Treppe und machte sich auf den Weg nach oben. Sie konnte nicht in ihrem zweitliebsten T-Shirt auf einen Friedhof mit frisch geöffneten Gräbern gehen. Den Verwesungsgestank bekam man nie wieder raus.
     Also stieg sie in ein Paar Jeans, streifte sich ein Top über und schnappte sich ihre Lederjacke. Wenigstens davon ließ sich das meiste eklige Zeug gut abwaschen. Sie band sich noch die Haare zu einem Dutt und streifte die Talisman-Armbänder ihres Großvaters über ihr Handgelenk. Sicher war sicher.
     »Ich geh noch mal raus!«, rief Kally, als sie auf den Flur hinaustrat.
     Aus dem Zimmer direkt an der Treppe fragte eine Frauenstimme: »Wohin?«
     »Tote einfangen.«
     »Viel Spaß«, kam die undeutliche Antwort. Wahrscheinlich, weil Kaliska mittlerweile wieder im Erdgeschoss war. Vielleicht aber hatte June auch ihren Kopf zurück unter das Kissen gesteckt.
     »Ja genau«, brummte Kaliska und schlüpfte in ihre flachen Overknees. »Das wird ein Mordsspaß.«
     Exakt vier Minuten, nachdem sie Darla an der Tür zurückgelassen hatte, trat Kaliska hinaus auf die Straße und öffnete die Beifahrertür des Wagens. Wie nicht anders zu erwarten, sah das Auto aus wie eine fahrende Müllkippe.
     »Ernsthaft?«, fragte sie und besah sich die leeren Kaffeebecher, die sich auf dem Sitz stapelten.
     »Jetzt stell dich nicht so an«, brummte Darla. Sie schob die Pappbecher einfach in den Fußraum, als wäre damit alles erledigt.
     Kally verdrehte die Augen, setzte sich und schnallte sich an. »Du hast noch immer einen Saustall.«
     »Never change a running system«, erwiderte Darla grinsend. Sie hatte den Motor bereits gestartet und fuhr los.
     »Ich kann zwar nicht erkennen, wie dir das Chaos bei deiner Arbeit helfen soll, aber das geht mich ja auch nichts an.«
     »Du sagst es.«
     Gegen ihren Willen musste Kally grinsen. Sie lehnte den Kopf an die Nackenstütze und sah aus dem Fenster. Beide schwiegen die Fahrt über. Es war eine angenehme Stille, aber je näher sie dem Friedhof kamen, desto mehr Anspannung baute sich in Kaliska auf. Sie war keine Seherin – nicht wie ihre Großtante Josefine, die elende Schreckschraube – aber trotzdem hatte sie ein mieses Gefühl bei der Sache.
     Ein richtig, richtig mieses Gefühl.
     Das Ganze potenzierte sich noch, als Darla das Auto bei den Polizeiwagen abstellte. Ihre Kollegen hatten mobile Flutlichter auf dem Friedhof aufgestellt, so dass dieser erleuchtet war wie ein Footballstadion. Seltsamerweise war das Gelände mit all dem Licht noch unheimlicher.
     »Wem gehört das Grab?«, fragte Kaliska, nachdem sie ausgestiegen war. An Darlas Seite ging sie auf den Friedhof. Unter ihren Füßen hörte sie das leise Wispern der Toten.
     »Nolan Cormak«, sagte Darla, nachdem sie ihren Block hervorgezogen hatte. »Zweiundsiebzig Jahre alt, ist vor zwei Wochen an Herzversagen gestorben. Er war pensionierter Makler einer kleinen Versicherungsgesellschaft hier in San Francisco.«
     »Also niemand, dem man Geheimnisse entlocken könnte?«
     »Sicher nicht.«
     »Hm«, murmelte Kaliska. Sie schob die Hände in die Taschen ihrer Jacke. Sie kamen bei dem Bereich an, wo die Flutlichter standen und duckten sich unter dem Absperrband hindurch. Frische Erde türmte sich neben einem Loch auf dem Rasen. Mehrere Polizisten drehten sich zu ihnen um und begegneten ihrem Blick. Einige kannte Kally.
     »Gavin«, sagte sie und nickte dem Officer zu, der ihnen am nächsten stand. Dieser tippte sich an die Mütze und ging dann auf Abstand, sowie all seine Kollegen. Niemand wollte an diesem Ort in der Nähe der Hexe sein, was Kaliska ihnen nicht verübeln konnte.
     So kam es, dass wenige Augenblicke später nur noch sie und Darla vor dem Loch in der Erde standen und hinunter starrten. Der Sarg war noch geschlossen und schien auch ansonsten unversehrt. Bis auf die Symbole, die jemand mit Blut und Asche auf den Deckel gezeichnet hatte.
     Kaliska ging in die Hocke, den Blick starr auf die Zeichen gerichtet. Sie erkannte sie alle, auch wenn einige davon nicht korrekt ausgeführt worden waren. Es waren eindeutig Amateure am Werk gewesen. Dennoch lungerte das Potential des Zaubers in der Luft, prickelte auf ihrer Haut und trieb ihren Herzschlag in die Höhe.
     »Das waren keine Profis«, sagte sie leise, wie zu sich selbst. Über und hinter sich hörte sie, wie Bleistift über Papier schabte. Das Geräusch war übertrieben laut in ihren Ohren.
     »Warum nicht?«
     Als sie Darla ihre Entdeckungen erklärte, fragte diese weiter: »Wie ist das überhaupt möglich? Muss man kein Nekromant sein, um solche Rituale durchführen zu können?«
     »Ja und nein«, antwortete Kally. Sie warf einen Blick über die Schulter und erklärte: »Nicht alle, die das Talent haben, wissen auch unbedingt davon.«
     »Dios me ayude«, murmelte Darla und zog die Mundwinkel nach unten. »Das heißt, du kennst ihn oder sie nicht.«
     »Nein.«
     »Wie finden wir dann raus, wer das hier war? Siehst du jemanden, den wir fragen könnten?«
     Kaliska erhob sich und sah sich um, doch niemand anderes als die Lebenden waren auf dem Friedhof. Sie schüttelte den Kopf und deutete in das Grab. »Wir könnten Nolan fragen.«
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