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Mitterfirmiansreut
Verfasser: Friedrich Haugg (2)
Verlag: epubli (1929)
VÖ: 7. Juli 2021
Genre: Kriminalroman (10328)
Seiten: 464 (Taschenbuch-Version), 466 (Kindle-Version)
Themen: Aussteiger (9), Bayerischer Wald (38), Kommissare (2991)
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Werner Lorenz hat schon lange vom Aussteigen geträumt, obwohl Claudia die Idee indiskutabel findet.
Als er feststellt, dass seine Zweizimmerwohnung in Starnberg mehr bringt als der Bauernhof
im Bayrischen Wald kostet, steht sein Entschluss fest.
Grenze und Menschen sind frei, der Wald wieder das, was er schon immer war,
ein wunderschöner, unheimlicher und riesiger böhmisch-bayrischer Urwald.
Nur dumm, dass er einige Menschen zu wenig legalen Betätigungen animiert.
Die Lage spitzt sich zu, als ein Kapitalverbrechen die Gemeinde erschüttert.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Friedrich Haugg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Friedrich Haugg gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Hat er. Natürlich. Wir haben ihn gemeinsam gelesen. Ich bin nämlich im früheren Leben Jurist gewesen. Ihr Jurist hat gut gearbeitet, wenn ich das so sagen darf. Hier.“ Der Bürgermeister reichte ihm das Papier. „Eine kleine Änderung gibt es noch. Ist aber nicht von Bedeutung für sie.“
     „Eine Änderung? Was wurde geändert? Das muss ich aber dann mit meinem Anwalt besprechen.“
     „Seid schon sehr umständlich, ihr Großstädter.“
     Werner war gar kein Großstädter. Aber er wollte das wichtige Gespräch nicht durch eine kleinliche Bemerkung unterbrechen.
     „Es muss doch alles seine Ordnung haben.“
     „Aber natürlich. Die Änderung betrifft nur das Recht der Kriminalpolizei, das Grundstück und die Scheunen ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss bei Verdacht zu betreten.“
     „Wie bitte?“
     „Nur im Falle des Falles.“
     „Da war ein Kommissar bei ihnen? Hängt es damit zusammen?“
     „Gut beobachtet, Herr Lorenz. Ja, tut es. Wir haben gerade ein kleines Problem mit Schmuggel. Zigarettenschmuggel, um genau zu sein. Sind in der Tschechei eben viel billiger. Und ihr neues Haus liegt so nahe an der Grenze und ist seit einiger Zeit unbewohnt. Eine große Versuchung.“
     „Das heißt, wenn ich da wohne, könnte ich unliebsamen Besuch von Schmugglern haben.“
     „Wenn es bewohnt ist, suchen die sich ziemlich sicher was anderes als Zwischenlager. Außer, wenn sie mal längere Zeit weg sind.“
     „Hoffentlich sind die so zurückhaltend.“
     „Die sind nicht gefährlich. Die wollen nur nicht beobachtet werden. Kann man verstehen.“
     „Prima, dann kann ich mir direkt günstig meine Zigaretten kaufen.“
     „Aber nur zum Eigenbedarf.“ Müller grinste und drohte mit dem Finger.
     „Klar. Aber im großen Stil wäre das ja sehr lohnend.“
     „Eben. Und?“
     „Und was?“
     „Haben sie etwas gegen die Änderung?“
     „Nein, ich denke nicht. Meine Wohnräume müssen allerdings ausgeschlossen sein. Die sperr' ich natürlich ordentlich ab. Wenn ich dem Staat helfen kann, dass ihm keine Einnahmen entgehen, bin ich doch dabei.“
     „Brav. So mögen wir das hier. Willkommen in Mitterdorf. So nennen wir hier Mitterfirmiansreut.“

     „Prima. Ich schicke den Vertrag dann unterschrieben, sagen wir morgen, ja wohin?“
     „Bringen Sie ihn doch einfach bei mir vorbei.“
     „Gut. Klingt einfach.“
     „Überweisen können Sie auf das Konto, das im Vertrag steht. Sie zahlen ja gleich alles. Unsere Bankfiliale hatte schon gehofft, mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Sei's drum. Übrigens: Es gibt ja einiges zu tun am Hof. Sie werden es sehen. Da kann ich ihnen eine Firma empfehlen, die das wunderbar und günstig macht. Damit sie ihr Leben genießen können und sich nicht um jeden Mist kümmern müssen. Die vielen, verschiedenen Handwerker, sie verstehen.“
     „Ich komme darauf zurück.“ Bei Werner klingelten einige Alarmglocken. „Jetzt sollte ich mir mal meine neue Unterkunft anschauen. Es wird ja schon bald Abend.“
     „Übernachten können sie da aber nicht.“
     „Wieso denn das?“
     „Kein Strom, kein Wasser.“
     „Der Hof hat keinen Strom und kein fließendes Wasser?“
     „Doch, doch. Wurde nur alles abgeschaltet. War ja keiner mehr da, der es bezahlen würde.“
     „Ach so.“ Werner war erleichtert. „Gibt es denn ein Hotel hier?“
     „Eine Gästepension. Ich habe schon für sie reserviert. Bei der Brunner Zenzi.“
     „Wie umsichtig. Danke, Herr Bürgermeister. Woher haben sie gewusst, dass...“
     Er winkte großzügig ab. „Gerne geschehen. Wir halten hier zusammen. Wenn sie etwas brauchen, können sie sich immer an mich wenden. Dafür bin ich ja da.“
     Ich habe einen persönlichen Bürgermeister, dachte Werner amüsiert. Das hatte ich bisher noch nie.
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