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Mitterfirmiansreut
Verfasser: Friedrich Haugg (2)
Verlag: epubli (1932)
VÖ: 7. Juli 2021
Genre: Kriminalroman (10353)
Seiten: 464 (Taschenbuch-Version), 466 (Kindle-Version)
Themen: Aussteiger (9), Bayerischer Wald (38), Kommissare (2999)
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Werner Lorenz hat schon lange vom Aussteigen geträumt, obwohl Claudia die Idee indiskutabel findet.
Als er feststellt, dass seine Zweizimmerwohnung in Starnberg mehr bringt als der Bauernhof
im Bayrischen Wald kostet, steht sein Entschluss fest.
Grenze und Menschen sind frei, der Wald wieder das, was er schon immer war,
ein wunderschöner, unheimlicher und riesiger böhmisch-bayrischer Urwald.
Nur dumm, dass er einige Menschen zu wenig legalen Betätigungen animiert.
Die Lage spitzt sich zu, als ein Kapitalverbrechen die Gemeinde erschüttert.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Friedrich Haugg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Friedrich Haugg gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Da. Philippsreut. Gut. Dann ist es nicht mehr weit. Berge gibt’s hier nicht wirklich. Aber hohe Hügel.
     Angekommen. Sieht aus wie jedes andere Dorf in Bayern. Enttäuschend. Die bewaldeten Hänge gibt es daheim auch. Vielleicht sind sie hier nicht so einfach zu begehen. Sie sind schon einen Tick höher. Man wird sehen.
     Den Loibl finden? Im Laden. 'Nah und gut', hieß der. Nah ist er ja, nämlich hier. Aber nichts anderes als ein kleiner EDEKA. Oder lieber hochoffiziell fragen. Da ist nämlich ein ebenfalls durchaus normales Haus, aber mit einer Fahne davor, weißblau versteht sich. Den Fremden erkennt man übrigens daran, dass er blauweiß sagt. Haha, alter Witz. 'Rathaus' stand da.
     Werner ging hinein.
     „Grüß Gott“, wurde er begrüßt. Von einer hellblonden, sehr hellblonden Dame mittleren Alters mit bunter Bluse, sehr bunter Bluse und einer Perlenkette um den zugegebenermaßen makellosen Hals.
     „Grüß Gott“, antwortete Werner anständig. „Ist der Herr Bürgermeister zu sprechen?“
     „Ja, gleich. Der hat gerade noch Besuch. Ist aber fast fertig.
     Das stimmte. Denn die große Türe hinter der Dame schwang auf und heraus kam ein bestimmt 1,90 großer, stattlicher Mann in Lederjacke und Jeans und braungebrannter Gesichtshaut mit vielen Lachfalten. Sympathischer Bürgermeister, fand Werner.
     Im Türrahmen stand der Gegenentwurf. Dick, rote zufriedene Bäckchen, Schnauzbart, breites Grinsen, ordentlicher Trachtenanzug und die oben fehlenden Haare von der Seite her bedeckt.
     „Also, Pfiad di, Kommissar. Bis nächste Woche.“ Die Stimme war mädchenhaft hoch und teigig.
     „Servus, Konrad“, sagte der schöne Mann und war weg.
     „Womit kann ich dienen, der Herr?“
     „Ich suche den Herrn Bürgermeister. Eigentlich suche ich den Herrn Loibl.“
     „Ah. Sie sind das. Kommen sie nur herein. Kaffee? Emerenz, zwei Kaffee bitte.“
     Werner nahm auf Zeichen des Bürgermeisters den Büßerstuhl am opulenten Eichenschreibtisch ein, dessen Ensemble ein Viertel des Raums einnahm. Der Herr Ministerpräsident an der Rückwand schaute wohlwollend auf seinen Statthalter herab.
     „Darf ich erst einmal was fragen, Herr Bürgermeister?“
     „Müller. Herr Müller genügt, Herr äh.“ Er kramte in Papieren auf dem Schreibtisch. „Lorenz. Richtig. Lorenz. Nur zu, fragen sie.“
     „Die Häuser hier. Also, die sehen so normal aus. Wie überall in Bayern.“
     „Wir sind in Bayern. Ja, ja, ich weiß schon, was sie meinen. Die Touristen fragen dauernd. Man erwartet mehr so Holzhäuser und Natursteinmauern und kleine Fenster und weit überhängende Dächer mit einem Hahn darauf und Hühnern davor. Gibt es. Da müssen sie nur ins Bauernhofmuseum bei Finsterau gehen. Das ist wirklich schön romantisch. Und lehrreich.“
     „Ich verstehe. Nun gut. Dann komme ich zur Sache.“
     Emerenz störte mit einem scheppernden Tablett. Als wieder Ruhe einkehrte, fuhr Werner fort. „Ich wollte zu Herrn Loibl, weil ich ihn telefonisch nicht erreichen konnte. Er hat den Vertrag noch nicht unterzeichnet und ich will den Hof jetzt haben.“
     „Ist schon alles in Ordnung, Herr Lorenz. Hier ist der Vertrag. Sie können das Geld sofort überweisen und dann gehört alles ihnen. Sie machen ein gutes Geschäft. Alles, was da steht und rumliegt gehört ihnen auch.“
     „Ja, wo ist er denn, der Herr Loibl?“
     „Der ist verreist. Ich glaube nach Florida. Da wollte er schon immer mal hin und mit einer Harley nach Key West fahren. Hat er im Kino gesehen und seitdem träumt er davon.“
     „Ja, aber dann kann ich ja nicht...“
     „Können sie. Ist alles geregelt. Ich mach' das für ihn.“
     „Die Unterschrift?“
     „Hat er noch draufgesetzt. Muss ja alles seine Ordnung haben.“
     „Ach ja? Hat er den Vertrag denn richtig verstanden?“
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