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Christian Harms 3 - Dschinn: Blutiger Sand
Verfasser: André Wegmann (12)
Verlag: Redrum Books (173)
VÖ: 15. August 2022
Genre: Horror (1728) und Thriller (7964)
Seiten: 327 (Taschenbuch-Version), 285 (Kindle-Version)
Themen: Höhlen (101), Jemen (12), Mordserie (459), Soldaten (636), Verschwinden (2561), Videos (137), Wüste (363)
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Reihe: Christian Harms (3)
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Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei André Wegmann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu André Wegmann gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Was ist?«, flüsterte der Sergent-Chef. Smith deutete auf eine Stelle links von ihm auf dem Boden und als Sané einen Schritt zur Seite trat, sah er es auch. Eine kleine Pfütze, die in eine feuchte Spur überging, die sich in der Dunkelheit vor ihnen verlor. Sané ging in die Knie und zog sich einen seiner kakifarbenen Militärhandschuhe aus. Er tauchte einen Finger in die Flüssigkeit und schaltete kurz sein Nachtsichtgerät aus und die Waffenlampe auf seinem Sturmgewehr ein. Dabei achtete er darauf, dass sein Körper den Lichtstrahl nach vorn hin verdeckte. Ein dunkelroter Fleck prangte auf seiner Fingerkuppe. »Sieht nach Blut aus«, verkündete er.
     »Was ist hier passiert?«, fragte Whittaker erschrocken.
     Sané stand wieder auf und ging zurück auf Nachtsicht. »Erhöhte Gefechtsbereitschaft! Ich bilde mit Smith die Spitze, ihr anderen folgt hintereinander mit ausreichendem Abstand zueinander.« Whittaker, der nach wie vor am Ende ihres Trupps lief, widerstand regelmäßig dem Drang, sich umzudrehen und in die Düsternis hinter ihm zu schauen. Seit er vorhin das Geräusch in seinem Rücken gehört hatte, spielte seine Fantasie ihm Streiche und er malte sich irgendwelche Monster aus, die ihn verfolgten und jeden Moment zum Sprung ansetzten, um ihn niederzureißen und ihre Fangzähne in seinen Nacken zu graben.
     Je weiter sie in die Tiefe des Tunnels gedrungen waren, desto poröser hatten sich die Wände präsentiert. Sie waren von immer mehr Rissen zerfurcht gewesen und nachdem die Soldaten eine Biegung passierten, glichen sie zu beiden Seiten des Gangs mit ihren schwarzen Spalten einem Schweizer Käse.
     »Die können uns hier überall auflauern, Sarge«, sagte Stoica, als sie erneut stehen blieben und ausnahmsweise pflichtete ihm Whittaker bei.
     »Haltet die Wände im Auge. Vorwärts«, befahl Sané. Ihre Blicke flogen über die Felsen, die als grünlich-schwarze Konturen in ihren Nachtsichtvisieren erschienen und die schwarzen Löcher, die sich dazwischen auftaten. Whittaker schluckte seine aufkommende Panik runter. So etwas durfte er sich nicht erlauben, immerhin gehörte er der härtesten Armee der Welt an. Aber plötzlich fühlte er sich wie auf offenem Terrain in feindlichem Gebiet, die Gefahr konnte überall lauern. Angespannt schwenkte er sein Gewehr von einer Seite zur anderen und schließlich gab er dem Drang nach und warf einen Blick zurück, wo sich der verlassene Gang hinter ihm in die Dunkelheit erstreckte. Innerlich aufatmend richtete er seine Aufmerksamkeit wieder nach vorn. Stoica, der vor ihm ging, war die Anspannung ebenfalls deutlich anzumerken. Immer wieder ruckten sein Kopf und die ausgerichtete Waffe abwechselnd nach links und rechts. Schweiß glänzte auf den Wangen des Rumänen, obwohl es hier unten empfindlich kühl war. Plötzlich erklang ein Geräusch in der allumfassenden Stille und ließ sie alle reflexartig stehen bleiben. Es hatte geklungen wie ein Flüstern, das irgendwo aus den Höhlenwänden gekommen war.
     »Habt ihr das auch gehört?«, fragte Stoica.
     »Still!«, zischte Sané. Irgendwas stimmt hier doch gewaltig nicht, dachte Whittaker und mahlte mit den Kiefern.
     »Weiter«, flüsterte Sané nach einer Weile und der Trupp setzte sich wieder in Bewegung. Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt, es herrschte wieder eine brüllende Stille. Sie waren vielleicht fünfzig Meter weit gekommen, als sie erneut dieses Geräusch hörten. Eindringlicher als zuvor, es war wie ein mehrstimmiges Wispern, ein geflüsterter Kanon. Das ohrenbetäubende Rattern eines Maschinengewehrs, das von den Tunnelwänden zurückhallte und verstärkt wurde, setzte ein. Leistner feuerte in eins der Höhlenlöcher, das die Ausmaße eines Kriechtunnels aufwies. Mündungsfeuer blitzte an seinem Sturmgewehr auf, bevor Sané ihn wütend am Oberarm packte und er die Waffe senkte. »Reiß dich verflucht noch mal zusammen, Soldat!«
     »Sie haben es doch auch gehört, Sergent!« Leistner klang fast wie ein verängstigter Junge.
     »Nur schießen, wenn ich es sage oder wir beschossen werden. Das hat noch ein Nachspiel. Vorrücken.« Sané wandte sich ab und sie gingen weiter. Bis auf den Sergent-Chef verloren sie langsam die Nerven, dachte Whittaker. Das war für eine Truppe der Fremdenlegion zwar unrühmlich, andererseits aber auch verständlich. Von ihrem Kommandanten abgesehen, hatten sie alle keine oder kaum Erfahrung in Kampfeinsätzen, und diese Mission tief unter der Erde eines unwirtlichen Wüstengebiets nahm einen beunruhigenden Verlauf.
     Immer weiter schritten sie voran. Mittlerweile lag ein dezenter Schwefelgeruch in der Luft. Auf einmal zuckte Whittakers Kopf nach links, weil er aus einem der Löcher, von denen die meisten jetzt den Umfang eines Gymnastikballs aufwiesen, ein Rascheln gehört zu haben glaubte. In diesem Moment griff aus einem der düsteren Schlünde auf der anderen Seite eine Klaue mit dunklen Krallen nach Whittakers Kopf. Sie legte sich um das Gesicht des Soldaten und zog ihn mit unmenschlicher Kraft zu sich und in das Loch hinein. Whittaker realisierte erst gar nicht, was geschah, er schnappte unter dem Widerstand, der auf sein Gesicht presste, verzweifelt nach Luft und strampelte hilflos mit den Beinen, die nun ebenfalls in dem Loch verschwanden. Ein erstickter Schrei drang aus seiner Kehle und erstarb, als sich etwas Scharfes in sein Gesicht bohrte, Knochen zermalmte und dort, wo gerade noch Mund und Nase gewesen waren, ein kraterartiges Loch hinterließ. Noch ehe er darüber nachdenken konnte, was ihm widerfahren war, und Schmerzen einsetzen konnten, starb Caporal Whittaker.
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