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Christian Harms 3 - Dschinn: Blutiger Sand
Verfasser: André Wegmann (12)
Verlag: Redrum Books (173)
VÖ: 15. August 2022
Genre: Horror (1733) und Thriller (7975)
Seiten: 327 (Taschenbuch-Version), 285 (Kindle-Version)
Themen: Höhlen (101), Jemen (12), Mordserie (461), Soldaten (639), Verschwinden (2576), Videos (138), Wüste (363)
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Reihe: Christian Harms (3)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei André Wegmann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu André Wegmann gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Nord-Jemen, ca. 45 km nordöstlich von Thamud


Das letzte Tageslicht spann ein Netz aus dunklen Schatten über der sandfarbenen Hügellandschaft. Sergent-Chef Sané betrachtete den Höhleneingang in 200 Metern Entfernung durch das Zielfernrohr seines HK416, bevor er die Waffe senkte und sich einem seiner Untergebenen zuwandte: »Sind Sie sicher, dass die Extremisten dort hinein verschwunden sind?«
     »Ganz sicher, Sergent«, sagte Caporal Smith, ein fünfundzwanzigjähriger Engländer, der wie alle anderen eine Wüstentarnuniform trug.
     Sané, ein dunkelhäutiger Ivorer, der mit zweiunddreißig Jahren der Älteste ihres Trupps war, nahm seinen hochmodernen Kevlar-Helm ab und rieb sich über die schweißbedeckte Glatze.
     »Ein perfekter Hinterhalt.« Der amerikanische Caporal Whittaker sprach aus, was Sané sofort gedacht hatte. Die Sache gefiel ihm nicht. Allerdings blieb ihm kaum eine andere Wahl, als weiter die Verfolgung aufzunehmen. Er führte einen fünfköpfigen Trupp an, der zu einer Kompanie der Fremdenlegion gehörte, die sich selbst als härteste Armee der Welt rühmte. Aufgrund eines möglichen feindlichen Hinterhalts einen Rückzieher zu machen, würden seine Vorgesetzten womöglich als Versagen werten, was für seine Aufstiegschancen zum Adjutanten nicht gerade förderlich wäre. Faire Camerone, was sinngemäß ›in den Tod gehen‹ bedeutete, war ein inoffizielles Motto der Legion, das von der Opferbereitschaft der Truppe kündete – hier war man jederzeit bereit, Leben zu riskieren, wenn es dem Missionsziel diente. Davon abgesehen trieb Sanés Ehrgeiz ihn dazu an, die Extremisten endlich zur Strecke zu bringen, denen sie schon den ganzen Tag auf den Fersen gewesen waren.
     Sané setzte sich seinen Helm wieder auf und sprach in das integrierte Mikrofon: »Basis, hier Team Desert Fox. Wir sind den Zielpersonen zu einem Höhlensystem ins Vorgebirge gefolgt und gehen gleich rein.«
     Es knisterte leise in den Kopfhörern des Helms. »Verstanden, Desert Fox. Wir haben Ihre Koordinaten. Viel Erfolg!«
     Benedikt Leistner, ein dreiundzwanzigjähriger Deutscher, betrachtete seinen Befehlsführer missmutig, während das nervöse Kribbeln in seiner Magengegend anschwoll. Er war als Legionär der ersten Klasse der Rangniedrigste ihrer Truppe und es handelte sich um seinen ersten Kampfeinsatz. Mehr als zwei Jahre hatte er sich von den härtesten Ausbildern schinden lassen und seinen Traum der Fremdenlegion gelebt. Doch selbst die anstrengendsten Übungen waren nur Übungen. Dem drohenden Tod ins Auge zu blicken, war eine ganz andere Sache.
     »Du siehst so blass aus. Sag bloß, du hast Angst.« Stoica, der Rumäne, warf ihm einen bohrenden Blick zu.
     »Keine Ahnung, was du meinst.« Leistner wandte sich ab.
     »Ihr habt es gehört, Leute, wir gehen rein!« Sané sprach mit fester Stimme. »Macht euch kampfbereit, aber es wird erst geschossen, wenn ich es sage oder wir beschossen werden, klar?« Die Männer brummten eine Bestätigung und überprüften ihre Sturmgewehre. »Caporal Whittaker, schalten Sie Ihre Helmkamera an. Falls wir uns da drin verlaufen, können wir so später einen Weg zurückfinden.«
     »Ja, Sarge.« Der junge Amerikaner hantierte an seinem Helm herum.
     »Smith, Sie gehen voraus«, befahl Sané.
     »Na toll«, entfuhr es dem Engländer.
     »Was war das?«
     »Ich sagte: Ja, Sergent.«
     Inzwischen war die Sonne untergegangen und die Senke lag in Dunkelheit getaucht vor ihnen. »Schalten Sie Ihre Nachtsichtgeräte an«, ordnete Sané an. Die Männer klappten die binokularen Nachtsichtgeräte herunter, die mit ihren zwei Okularen einem Fernglas ähnelten und ihnen ein insektenartiges Aussehen verliehen. Die Umgebung wurde in ein gespenstisches, milchiges Grün getaucht.
     Nachdem sie ihre Marschordnung eingenommen hatten, näherten sie sich über abschüssiges Geröll dem etwa drei Meter breiten Höhleneingang, der einem schwarzen Schlund glich. Die Anspannung der Soldaten wuchs, sie alle waren sich darüber im Klaren, dass jeden Augenblick in der Höhle Mündungsfeuer aufflackern und sie unter Beschuss geraten konnten. Vor dem Eingang schwärmten die Fremdenlegionäre aus und stürmten mit schussbereiten Waffen hinein.
     »Gesichert«, verkündeten Smith und Stoica nahezu zeitgleich.
     Ein Anflug von Erleichterung machte sich bei Sané breit, als sie kein Begrüßungskommando mit einem Feuerwerk erwartete. Hinter dem Eingangsbereich verschmälerte sich die Höhle zu einem etwa zwei Meter breiten Gang. Das wenige Licht von draußen drang nicht mehr zu ihnen durch. »Gehen Sie auf Infrarot.« Sanés Blick huschte über die kargen, steinigen Höhlenwände. »Weiter, Smith.« Der Engländer seufzte und Sané konnte es ihm nicht verübeln. Immerhin befand Smith sich an vorderster Front in der gefährlichsten Position.
     Während sich die Truppe vorsichtig voran bewegte, war lediglich das leise Stapfen ihrer Stiefel zu vernehmen, ansonsten herrschte absolute Stille. Staubkörner tanzten im trüben Grün vor den Visieren ihrer Nachtsichtgeräte.
     Der Gang mündete in einen Höhlenraum von der Größe eines geräumigen Wohnzimmers. Die Soldaten schwärmten aus und blickten sich um. In einer Seite klaffte ein düsteres Loch, das weiter in das Höhlensystem führte.
     »Guckt mal an den Wänden, sie sind überall«, sagte Stoica. Fremdartige Schriftzeichen überzogen die Seitenwände, die Soldaten wirkten einen Moment lang wie Museumsbesucher, die beeindruckende Artefakte bestaunten.
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