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Tofino Bears 3 - Riley: Knisterndes Comeback
Verfasser: Josie Charles (71)
Verlag: Eigenverlag (24578)
VÖ: 21. August 2022
Genre: Romantische Literatur (28920)
Seiten: 280 (Taschenbuch-Version), 282 (Kindle-Version)
Themen: Eishockey (232), Geheimnisse (5475), Kanada (324), Sportler (603), Zweite Chance (672)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Tofino Bears (5)
Erfolge: 1 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 14)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Tofino Bears 3 - Riley: Knisterndes Comeback« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Josie Charles für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Josie Charles gibt es bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ich setze mich und muss dabei kurz die Luft anhalten, um nicht zu keuchen, denn auf meiner linken Seite brennen die Rippen wie Feuer. Im zweiten Drittel habe ich einen ganz schön harten Check kassiert. Kurz darauf einen weiteren, bei dem die Schulter meines Kontrahenten mein Kinn erwischt hat. Sekundenlang habe ich Sterne gesehen und gleichzeitig gedacht, mir fliegen alle Zähne raus. Eigentlich hätte der gegnerische Spieler dafür eine Zeitstrafe kassieren müssen, aber der Schiri hat weggeschaut. Natürlich hat er das. Geschenkt, so etwas kenne ich schon. Ich weiß, was die Schiedsrichter der Liga über mich denken, genau wie meine Teamkollegen und so ziemlich jeder gegnerische Spieler. Ich erkenne es in ihren Augen, wann immer sie mir bei einem Zweikampf so nahe kommen, dass ich ihre Blicke erkennen kann. Darin steht nur ein Wort: Mörder.
     Natürlich ist das nichts als Scheiße. Ich habe niemanden auf dem Gewissen. Nur kann ich das nicht beweisen und werde es auch nie können, also lebe ich mit meiner Rolle. Immerhin spiele ich wieder und bin Manns genug, die vielen Checks und Tacklings wegzustecken. Trotzdem glaube ich, dass ich diese Nummer an meinen Rippen mal unter die Lupe nehmen sollte. Jetzt, wo ich sitze, werden die Schmerzen von Sekunde zu Sekunde stärker und ich habe wenig Lust auf einen nächtlichen Besuch beim Doc, damit ich beim nächsten Spiel wieder auf dem Eis stehen kann.
     Also stehe ich auf, während Brenda gerade einen Krug vor mir abstellt.
     »Was ist, flüchtest du vor einem geschenkten Drink?«
     »Würde ich nie, Ma’am.«
     Sie lacht ein heiseres Lachen. »Ma’am? Wer bin ich, deine Großmutter?«
     Das könnte sie durchaus sein. Wenn ich meine Großmutter auch nie Ma’am nennen würde.
     »Halt es für mich kühl«, schmunzle ich und verschwinde Richtung Klo.
     »Wie soll ich das machen, es zurück in den Zapfhahn stopfen?«, ruft mir Brenda noch nach, gefolgt von einem »Der Junge hat Nerven«.
     Dann mache ich die Tür zu den Toiletten hinter mir zu und es wird merklich ruhiger. Nur das Quietschen meiner Timberlands auf dem Kachelboden ist zu hören, als ich in eine der Kabinen gehe und mich dort einschließe. Ich schiebe mein Sweatshirt ein Stück hoch, um meine Rippen begutachten zu können.
     Der Check ist noch keine zwei Stunden her, aber die Stelle, die es erwischt hat, nimmt schon unsere Teamfarbe an. Leuchtend blau. Ich beiße die Zähne aufeinander und betaste sie vorsichtig, aber meine Rippen scheinen zum Glück noch alle da zu sitzen, wo sie hingehören. Kein Bruch, nur eine Prellung oder so. Trotzdem nehme ich mir einen Moment, bevor ich wieder rausgehe. Ein paar Sekunden, in denen ich mich gegen die Wand lehne, die Augen schließe und einfach durchatme.
     Es war ein langer, irrer Tag, so wie jeder Spieltag, seit ich wieder angefangen habe. Während die meisten meiner Kollegen von anderen Mannschaften zu den Bears gewechselt haben und entsprechend gut im Training waren, als wir im Sommer mit der Vorbereitung begonnen haben, hatte ich seit zwei Jahren nicht auf dem Eis gestanden. Ich ging von null auf hundert und so fühle ich mich auch. Bevor ich bei den Bears anfing, gab es kein Ziel in meinem Leben und ich trat auf der Stelle. Jetzt rasen die Tage. Ein ständiger Wechsel zwischen Anstrengung, Adrenalin, Schmerz und Triumph, und dazwischen immer wieder eine Erkenntnis, die mich selbst überrascht: Wir sind gut.
     Wir könnten ein wirklich großes Team werden.
     Vielleicht sogar den North America Cup gewinnen.
     Ich horche tief in mich, suche nach irgendeinem Gefühl, das diese Vorstellung in mir auslöst. Doch leider ist da nichts. Um ehrlich zu sein, fühle ich mich ziemlich ausgehöhlt, und das schon seit einer ganzen Weile.
     »Scheiß drauf«, raune ich mir selbst zu. »Sei keine Pussy.«
     Ich richte mich auf, öffne die Tür – und sehe mich Brenda gegenüber, die mir lautlos wie ein Ninja gefolgt sein muss. Tadelnd betrachtet sie mich und ich bekomme langsam das Gefühl, dass sie doch meine Grandma ist. Erst recht, als sie mir wortlos einen Eisbeutel reicht. »Kühl das besser, anstatt auf meiner Toilette vor dich hin zu schimpfen.«
     »Danke«, erwidere ich überrumpelt und nehme ihr den Beutel ab, um ihn unter meinem Oberteil auf den Bluterguss zu drücken. Dabei gebe ich ein zischendes Geräusch von mir, versichere Brenda aber zugleich mit einem halb missglückten Grinsen, dass alles in bester Ordnung ist.
     »Du bekommst jetzt erst mal eine Portion von meinem Spezialgericht«, beschließt sie. »Wenn etwas eine heilende Wirkung hat, dann mein gedämpfter Lachs!«
     Damit verschwindet sie und ich schaue ihr perplex nach, wobei ich mich frage, ob sie überhaupt Bescheid weiß. Über mich, die Gerüchte, den Skandal. Seit inzwischen zwei Jahren teile ich alle Menschen, denen ich begegne, in zwei Kategorien ein: die, die Bescheid wissen und über mich urteilen und die, die es nicht tun.
     Ich frage mich, ob das je wieder enden wird.


Kapitel 1

Eine Woche später

Celina


Ich überprüfe, ob ich alles erledigt habe, dann fahre ich den Computer herunter und beende meine erste richtige Arbeitswoche damit, dass ich mir eine kalte Coke aus dem kleinen Kühlschrank in der Ecke hole und mir einen Moment Zeit nehme, um die Geschehnisse der letzten Zeit Revue passieren zu lassen.
     Sechs Monate und zwölf Tage ist es jetzt her, dass ich mit Elias zurück in meinen Heimatort Tofino gezogen bin. Sechs Monate, die mein früher so geordnetes Leben in ein einziges Chaos verwandelt haben. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ich jetzt eine Single-Mom bin, die arbeiten muss und will. Seit einer Woche tue ich das nicht mehr von zu Hause, sondern vom Büro meines Bruders in der Eishalle aus. Ich hatte das Glück, mitten im Jahr einen Kita-Platz für Eli zu ergattern, was bedeutet, dass ich ab sofort viel flexibler bin und vor Ort für Kane arbeiten kann, der nicht nur mein Bruder, sondern auch mein Chef ist. Er ist außerdem der Besitzer der Tofino Bears und wenn er gerade nicht in der Stadt ist, was meist der Fall ist, da er im Silicon Valley ein erfolgreiches Start-up gegründet hat, vertrete ich ihn in Kanada. Das ist nicht so aufregend, wie es klingt. Ich bin eine Mischung aus Sekretärin und Mädchen für alles, und außerdem würde ich sagen, dass mein Bruder mich dafür viel zu gut bezahlt.
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