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Grisper Castle
Verfasser: Wolf September (2)
Verlag: Eigenverlag (24484)
VÖ: 1. Juli 2022
Genre: Fantasy (16007) und Romantische Literatur (28805)
Seiten: 254 (Gebundene Version), 276 (Taschenbuch-Version), 278 (Kindle-Version)
Themen: Bibliothekare (46), Geister (650), Hexen (1104), Homosexualität (3364), Schlösser (479), Schottland (812)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Der junge Hexer Marek landet nach dem Tod seines Adoptivvaters auf einem Schloss in Schottland. Dort angekommen stellt er schnell fest, das es im Schloss und bei seinen Bewohnern, viele Geheimnisse gibt. Während er allmählich dahinterkommt, was hinter dem Schloss steckt, lauern schon bald neue Gefahren, die alles infrage stellen.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Wolf September für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Wolf September gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Staunend blieb er vor dem Gebäude stehen. Das Haupttor war aus schwerem Eichenholz gefertigt. Klobige Stahlscharniere hielten es in den Angeln. Große bleiverglaste Fenster säumten die vordere Fassade. Auf Vorsprüngen thronten geflügelte Statuen, die über das Gemäuer zu wachen schienen.
     Marek lief langsam auf das Tor zu, bis er direkt davor stand. Auf Brusthöhe befand sich ein Türklopfer in Form einer Eule, die mit ausgebreiteten Flügeln einen Metallring in den Krallen hielt. Marek nahm den Ring in die Hand und klopfte zweimal schwungvoll. Dann wartete er. Er hörte Schritte im Inneren, die näher zu kommen schienen.
     Knarzend öffnete sich die Tür. Dahinter stand ein alter Mann. Seinem schwarzen Frack und der geraden Haltung nach zu urteilen, war er ein Butler. Er hatte weiße nach hinten gekämmte Haare, ein markantes Kinn und warme, freundlich blickende Augen, doch sein Gesicht zeigte keinerlei Regung. Trotz seines hohen Alters strahlte er Jugendlichkeit aus und war durchaus noch äußerst ansehnlich. In früheren Jahren dürfte er so manches Herz gebrochen haben.
     „Ja bitte?“, fragte er mit sonorer Stimme.
     „Hallo, ich bin Marek Wagner. Ich habe ein Vorstellungsgespräch bei Mr Chrisholm wegen der Bibliothekarsstelle.“ Marek lächelte den Butler freundlich an.
     Mit einem abschätzenden Blick und hochgezogener Augenbraue betrachtete der Butler Marek. Sein Blick wanderte von den Schuhen, über die Hose hinauf, bis zu seinem Gesicht. Marek war es unangenehm so gemustert zu werden, doch er lächelte den Hausbediensteten freundlich an und war froh, seine Schuhe noch geputzt zu haben.
     „Woher kommt diese Musik?“, erkundigte er sich.
     „Welche Musik?“, fragte der Butler.
     Marek lauschte. „Hören Sie sie nicht?“
     „Nein! Wenn Sie mir folgen würden. Ich werde dem Lord Ihre Ankunft mitteilen.“
     Der Alte drehte sich um und ging langsamen Schrittes zurück ins Schloss. Marek folgte ihm und schloss die Tür hinter sich.
     Sie durchquerten die Eingangshalle. Das Mauerwerk bestand aus schweren Basaltblöcken und dunkelrotem Ziegelstein, was der Halle trotz ihrer Größe eine heimische Gemütlichkeit verlieh. Auf der rechten Seite entdeckte Marek eine Art Rezeption. Mehrere Zweisitzer standen an den Wänden. Sie waren mit purpurrotem Samt bezogen und aufwendig verziert.
     „Marcus, da sind Sie ja“, rief eine ältere Dame, die soeben eine geschwungene Treppe hinunterkam, die sich schräg gegenüber der Rezeption in die oberen Stockwerke schraubte.
     „Hallo Mrs Abercrombie, dürfte ich Sie einen Augenblick vertrösten? Dieser junge Herr möchte zu Lord Chrisholm. Danach stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.“
     „Natürlich.“ Die Dame lächelte und nickte Marek freundlich zu.
     Marek folgte dem Butler an der Rezeption vorbei nach rechts. Sie liefen einen Gang, von dem mehrere Türen abgingen, entlang und kamen schließlich in einem großen Kaminzimmer an.
     „Bitte nehmen Sie Platz. Lord Chrisholm wird sofort bei Ihnen sein“, wies er Marek an und deutete auf die Sitzgruppe vor dem Kamin. Dann verließ er den Raum.
     Marek ließ sich auf das Sofa nieder und strich über den samtenen Stoff, der unter seinen Fingerspitzen kitzelte. Direkt gegenüber von ihm klaffte ein fast menschgroßes Loch in der Wand - der Kamin, vor dem drei weitere Sofas standen. Der sanfte Geruch nach Holz hing in der Luft und verbreitete eine stimmungsvolle Atmosphäre. Marek konnte sich vorstellen, wie er hier Abende verbrachte, mit einem guten Buch in den Händen, bei einem knisternden Feuer und Kerzenschein.
     Ihm war schon beim Betreten des Schlosses aufgefallen, dass sich der Besitzer sehr viel Mühe mit der Einrichtung gegeben hatte. Antiquitäten wurden mit modernen Einrichtungsgegenständen kombiniert. Dem Schlossherren war es gelungen, das Flair einer altertümlichen Burg mit zeitgenössischem Luxus zu vereinen, wie er fand.
     „Hallo, Mr Wagner, nehme ich an?“
     Marek war so fasziniert von der Räumlichkeit gewesen, dass er nicht bemerkt hatte, wie jemand den Raum betreten hatte. Er fuhr herum. Hinter ihm stand ein gutaussehender Mann in seinem Alter.
     „Richtig. Marek Wagner.“ Marek stand auf und reichte ihm die Hand zur Begrüßung, während er den Fremden freundlich anlächelte und ihn genauer betrachtete. War er bis eben noch äußerst entspannt gewesen, stieg nun Nervosität in ihm auf. Die rehbraunen Augen seines Gegenübers musterten ihn unter seinen dichten, ebenfalls braunen Augenbrauen. Leichte Geheimratsecken zogen sich am Ansatz, doch die verwuschelte Frisur kaschierte diesen Umstand. Gleichmäßig geschwungene volle Lippen, ein Dreitagebart und markante Gesichtszüge unterstrichen die attraktive Erscheinung.
     „Ich bin Craig Chrisholm. Schön, dass Sie hergefunden haben.“
     Craig umfasste Mareks Hand, er hatte einen festen Händedruck und ein Lächeln, das ihn dahinschmelzen ließ. Es erweckte Vertrauen und zog Marek sofort in seinen Bann. Er konnte nicht anders, als ebenfalls zu lächeln.
     „Wollen wir uns nicht setzen?“
     Craig deutete auf die Sitzgelegenheiten am Kamin und ließ sich auf einem der Sofas nieder. Marek setzte sich ihm schräg gegenüber. Es fiel ihm schwer, sich zu konzentrieren. Lord Chrisholm hatte ihm den Atem verschlagen. Er wirkte auf ihn, als wäre er nicht von dieser Welt. Lässig hatte er einen Arm auf die Rücklehne der Couch gelegt, den Knöchel des rechten Beins auf das linke Knie gelegt. Alles an diesem Mann wirkte edel und vornehm, obwohl er in Jeans und Hemd vor Marek saß. Lord Chrisholm strahlte ein ungeheures Selbstbewusstsein aber auch sehr viel Ruhe aus. Seine freundlichen Augen musterten Marek ausgiebig, doch Marek fühlte sich durch Craigs durchdringenden Blick nicht unbehaglich – ganz im Gegenteil, es schmeichelte ihm.
     „Hatten Sie eine gute Anreise? Wir sind ja ein wenig abgelegen.“
     Craigs wohlklingende Stimme war ein Genuss für Mareks Ohren. Er entspannte sich augenblicklich. Craigs Art mit ihm umzugehen und zu sprechen, signalisierte ihm, dass er willkommen war.
     „Ja, vielen Dank. Ich bin mit dem Taxi gekommen. Eine umwerfende Landschaft. Für jemanden, der in der Stadt aufgewachsen ist, ist es ein echtes Erlebnis“, erwiderte Marek lächelnd.
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