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Grisper Castle
Verfasser: Wolf September (2)
Verlag: Eigenverlag (24484)
VÖ: 1. Juli 2022
Genre: Fantasy (16007) und Romantische Literatur (28805)
Seiten: 254 (Gebundene Version), 276 (Taschenbuch-Version), 278 (Kindle-Version)
Themen: Bibliothekare (46), Geister (650), Hexen (1104), Homosexualität (3364), Schlösser (479), Schottland (812)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Der junge Hexer Marek landet nach dem Tod seines Adoptivvaters auf einem Schloss in Schottland. Dort angekommen stellt er schnell fest, das es im Schloss und bei seinen Bewohnern, viele Geheimnisse gibt. Während er allmählich dahinterkommt, was hinter dem Schloss steckt, lauern schon bald neue Gefahren, die alles infrage stellen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Wolf September für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Wolf September gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
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Kapitel 1 - Ein Schloss in Schottland


„Nach Grisper Castle, bitte.“
     Marek stieg ein und schlug die Tür zu. Das Taxi fuhr los.
     „Wie lange werden wir brauchen?“, fragte er.
     „Etwa dreißig Minuten.“
     Die schottische Landschaft breitete sich vor ihm aus, als sie Darkmoor verlassen hatten. Sattes Grün in unendlichen Wiesen. Hin und wieder unterbrochen durch den ein oder anderen Fluss, der sich durch die Landschaft fraß. Dieses Land strahlte Ruhe aus. Eine Ruhe, die ihm hoffentlich guttun würde. Nach den Ereignissen der letzten sechs Monate war er froh, endlich ein bisschen abschalten zu können.
     In Wien hatte er es nach der Beerdigung seines Vaters nicht mehr ausgehalten. Ohne Ziel war er abgereist und hatte sich treiben lassen, kreuz und quer durch Europa. Sein altes Leben war mit Sebastian gestorben. Und für ein Neues hatte ihm lange die Kraft gefehlt. Nur die Magie war ihm geblieben, und Amadeus. Das geerbte Haus hatte ihm die Schwester seines Vaters abgekauft und seine persönlichen Sachen auf dem Dachboden eingelagert, bis er wiederkommen würde.
     „Ich weiß, dass du gehen musst, aber du sollst wissen, dass du hier jederzeit willkommen bist“, hatte sie ihm zum Abschied gesagt.
     Marek hatte der Einsamkeit entfliehen wollen, die in Wien an seinen Fersen geklebt hatte. Doch sie begleitete ihn, wie ein treuer Freund – egal, wohin er ging. Vor allem anderen musste er sich jedoch wiederfinden. Er war nun einmal besonders und konnte sich niemanden anvertrauen, was seine Einsamkeit noch verstärkte. Der einzige Mensch, der von seinen Fähigkeiten gewusst und ihn verstanden hatte, war Sebastian gewesen, weil auch er besonders gewesen war.
     Inzwischen hatte Marek viele Länder bereist, doch nirgends hatte er das Gefühl gehabt, wirklich hinzugehören – bis er hier in Schottland gelandet war. Dieses Land hatte Marek seit dem ersten Augenblick an in seinen Bann gezogen. Kurz nach seiner Ankunft war er auf eine Stellenanzeige gestoßen, Bibliothekar auf Grisper Castle gesucht. Kost und Logis in der Bezahlung enthalten.
     Die Zeitung mit der Anzeige hatte auf dem Bett in seinem Hotelzimmer gelegen, als er von einem seiner Ausflüge zurückgekehrt war. Er nahm an, dass sie das Zimmermädchen dort vergessen hatte. Die Aussicht darauf, endlich wieder als Bibliothekar zu arbeiten, war schlussendlich genug Überredung gewesen, sich zu bewerben.
     Und da saß er nun – in einem Taxi, auf dem Weg zu seinem Vorstellungsgespräch auf Grisper Castle.
     „Sind Sie Gast auf dem Schloss?“, fragte der Fahrer und blickte über den Rückspiegel zu Marek.
     „Nein“, antwortete er lächelnd. „Ich habe mich auf eine Stelle beworben.“
     „Dann drücke ich Ihnen die Daumen. Lord Chrisholm ist ein sehr umgänglicher Mann, da kann man durchaus schlimmere Chefs erwischen“, erklärte er mit einem Lächeln auf den Lippen.
     „Kennen Sie ihn?“, fragte Marek, neugierig geworden, dass er den Lord kannte.
     „Nur flüchtig. Aber seit er das Schloss vor Jahren von seinem Vater geerbt hat, bin ich ihm schon ein paarmal begegnet. Einer muss ja die Gäste auf das Schloss bringen“, erwiderte er zwinkernd in den Spiegel. „Er war immer freundlich und zuvorkommend. Und die Gäste, die ich vom Schloss abhole, schwärmen alle von ihm.“
     „Die Menschen, die hier in der Gegend wohnen, scheinen alle äußerst freundliche Zeitgenossen zu sein“, stellte Marek fest.
     „Dann haben Sie Angus Ferguson und seinen missratenen Sohn noch nicht getroffen“, entgegnete der Fahrer lachend.
     „Nein. Dieser Namen sagt mir nichts.“
     „Seien Sie froh! Aber Sie haben schon recht. Die allermeisten hier sind wirklich freundlich und aufgeschlossen, auch Fremden gegenüber.“
     „Mich wundert es, dass hier so viele Touristen sind.“
     „Die Leute, die hierherkommen, sind nicht mit normalen Touristen zu vergleichen und bleiben für gewöhnlich auch länger. Ich denke, sie genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit. Aber Sie werden es ja gleich selbst erleben.“
     Die grünen Wiesen verschwanden aus dem Sichtfeld, stattdessen breitete sich vor Marek nun ein dichter Wald aus. Immer tiefer fuhren sie hinein, bis endlich das Schloss vor ihnen auftauchte. Wie in einem Märchen kam es Marek in den Sinn.
     Die letzten Bäume rauschten an Marek vorbei, dann rumpelte der Wagen über einen Schotterweg auf ein reich verziertes Metalltor zu, vor dem sie anhielten. Marek bezahlte den Fahrer, verabschiedete sich, bevor er aus dem Wagen stieg und schlug die Tür zu.
     Während das Taxi wieder davonfuhr, lief Marek auf das Tor zu. Auf dem Rasen vor der Schlossmauer blühten vereinzelt ein paar große Gänseblümchen, deren weiß-gelbe Blüten im satten Grün des Rasens leuchteten. Als er die Pforte durchschritt und den Schlosshof betrat, vernahm er leise Musik. Marek spitzte die Ohren und lauschte. Das Lied kannte er! Hasta Manana - das Lieblingslied seines Vaters. Marek versuchte auszumachen, woher die Musik kam, doch sie schien von überall zu ihm herangeweht zu werden. Die federleichte Melodie und die Melancholie, die in ihr mitschwang, trafen genau die Stimmung, in der er sich momentan befand. Sein altes Leben hatte er zurückgelassen, was ihn mit Traurigkeit erfüllte. Zudem vermisste er seinen Vater jeden Tag. Aber gerade jetzt war er auch voller Zuversicht und Vorfreude auf das, was das Leben für ihn bereithalten würde. Und irgendetwas sagte ihm in diesem Augenblick, dass dieser Ort eine Rolle dabei spielte.
     Langsam lief er auf das Hauptgebäude zu, das imposant in den Himmel ragte. Unzählige Türme und Bögen zierten den Bau. Zwischen der äußeren Schlossmauer und dem Schloss war ein wunderschöner Garten angelegt. Ein gepflegter Rasen, Sträucher und Blumenbeete umsäumten das Schloss, so weit Marek sehen konnte. Auf den Bänken saßen einige der Hotelgäste, wie er vermutete. Eine betagte Frau las in einem Buch und ein paar Meter entfernt unterhielten sich drei ältere Herren intensiv miteinander.
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