Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.836 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Blumiges Bücher...«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
The Cavaliers 4 - Mr. Captivating
Verfasser: Monica Bellini (22)
Verlag: Eigenverlag (24480)
VÖ: 10. August 2022
Genre: Romantische Literatur (28805)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 332 (Kindle-Version)
Themen: Hass (392), Jugendliebe (419), Rückkehr (1165), Tänzer (178), Weingut (161)
Reihe: The Cavaliers (4)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,00 (100%)
auf Basis von einem Blogger
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,40 (92%)
1
80%
2
0%
3
20%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 5 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Vincent Amblard lebt für das Weingut seiner Familie. Champagner zu produzieren war zwar nie sein Traumjob, aber auf den musste er ebenso verzichten wie auf eine Beziehung. Was egal war, da Frauen es nicht wert waren, geliebt zu werden. Doch als sich seine drei Freunde innerhalb kürzester Zeit verlieben, ihren Schwur brechen und er zudem erfährt, dass seine Jugendliebe in die Champagne zurückkehren wird, rastet er aus.
Margaux Maminot, die Danseuse Étoile der Pariser Oper, erklärt mit nur 32 ihren Rücktritt. Ihre Mutter, die sie aus ihrer Heimat entwurzelt, den Kontakt zu dem Nachbarsjungen unterbunden, sie kontrolliert und sich in ihrem Ruhm gesonnt hat, kann nichts mehr dagegen tun. Margaux sehnt sich nach ihrem Zuhause, ihrem Großvater ... und Vincent, der sie abgrundtief hasst.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monica Bellini für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monica Bellini gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Damals...
Margaux 8, Vincent 10.
Der Tag der ersten Audition.


»Du wirst dich nicht einmischen, Maurice! Margaux gehört mir!«
     Margaux rollte sich noch kleiner unter dem Klavier in ihrem Proberaum zusammen und schloss ihre Augen. Nur einen winzigen Spalt ließ sie offen. Durch den sah sie die Hände ihrer Mutter mit den knallrot lackierten Fingernägeln, die sie links und rechts in ihre Mitte stemmte, dort, wo das Oberteil und der Rock ihres dunkelgrauen Kleides zusammengenäht waren. Ihre Fingerknöchel waren schneeweiß.
     »Sie gehört dir nicht, Sophie. Unsere Kinder sind nicht unser Eigentum! Ab ihrer Geburt begleiten wir sie ein kurzes Stück auf ihrem Weg, bevor sie flügge sind und ihren eigenen Weg gehen. Wir können sie weder wie Hunde abrichten noch erwarten, dass sie ihr Leben auf unseren Träumen aufbauen.«
     Die Stimme ihres Großvaters klang ganz anders als sonst. Nicht so, wie wenn Papi ihr von ihrem Vater, seinem Sohn, erzählte und sie sich an ihn kuschelte. Da sprach er ziemlich leise und schien ein wenig traurig. Immer noch, obwohl Margauxs Papa schon so lange tot war, dass sie sich nicht an ihn erinnern konnte. Doch sobald Papi das alte abgegriffene Foto aus seiner Hosentasche zog, das mit dem weißen Streifen in der Mitte, wo es zusammengefaltet war, es behutsam öffnete und mit einer zärtlichen Geste darüberstrich, seufzte er jedes Mal auf. Und dann lächelte er, was sie wusste, weil die Enden seines Schnurrbarts nach oben zeigten. Sie saß immer ganz ruhig da und wartete, gab ihm Zeit, bis er das Foto so hielt, dass sie es ansehen konnte.
     »Ach, Maurice, welch weltfremde Ansicht! Aber was erwarte ich schon von dir? Du bist ein Mann, kannst das nicht verstehen. Nur eine Mutter, die ihr Kind neun Monate lang in sich heranwachsen fühlte und dann unter Schmerzen zur Welt gebracht hat, kennt die Wahrheit. Margaux gehört mir, und niemand weiß besser als ich, was für sie gut ist!«
     Margaux drückte Fanny, die weiche Stoffpuppe, die ihr Papa am Tag ihrer Geburt für sie gekauft hatte, ganz fest an ihre Brust, wo ihr Herz so fürchterlich laut hämmerte, und presste die Lippen aneinander. Sie mochte es nicht, wenn Mutter und Großvater ihretwegen stritten.
     »Du bist nicht in dir, Sophie!« Papi machte einen Schritt auf ihre Mutter zu. Das wusste Margaux, denn die Spitzen seiner alten Schuhe mit den Schlammspritzern waren nun ganz nah vor den schwarzen glänzenden Stöckelschuhen. »Du weißt nicht, was du dem Kind antust!«
     »O doch, das tu ich. Das Allerbeste will ich für sie! Und seitdem sie zur Welt kam, waren wir dem Ziel noch nie näher, alter Mann! Du hast selbst gehört, was jedes einzelne der sieben Mitglieder der Kommission gesagt hat. Der Auswahlkommission der Eleven für die beste Ballettschule weltweit, wohlgemerkt, die der Opéra National de Paris! Margaux ist ausgesprochen talentiert, waren ihre Worte, sie muss gefördert werden!«
     »Natürlich habe ich gehört, was sie gesagt haben. Ich bin ja nicht taub. Aber du hast offenbar nicht richtig hingehört, Sophie! Niemand von ihnen hat davon gesprochen, dass sie jeden Tag nach der Schule stundenlang proben muss. Sie ist doch erst acht, Sophie!«
     »Schon, Maurice. Schon acht, nicht erst! Andere wesentlich weniger talentierte Kinder in ihrem Alter werden im Herbst mit der sechsjährigen Ausbildung an der berühmtesten Tanzschule der Welt beginnen, nur sie nicht!«
     Ihre Mutter stieß einen wütenden Schrei aus und Margaux begann zu zittern.
     »Mon Dieu, Sophie! Du tust ja so, als ob die Welt untergehen würde, nur weil Margaux zwei Zentimeter zu klein ist, um die Aufnahmekriterien zu erfüllen.«
     Das hysterische Lachen ihrer Mutter jagte einen eiskalten Schauer durch Margauxs Körper.
     »Zwei Zentimeter, Maurice! Ein Fingerbreit, genauso viel wie der Unterschied zwischen meinem rechten und linken Bein.« Ihre Mutter wurde lauter, ihre Stimme abgehackter. »Zwei verdammte Zentimeter, die meine Verdammnis waren. Wegen derer ich nicht tanzen konnte, weil nicht einmal die mieseste kleine Provinzballettschule mich akzeptieren wollte. Und jetzt das? Meine Tochter, die schon mit fünf besser tanzte als andere Kinder mit sieben und die mit acht Plié, Relevé und Sauté sauber und exakt ausführen kann, was viele Zwölfjährige nicht schaffen. Margaux ist mehr als nur geeignet, um als Elevin an der elitären Tanzschule der Pariser Oper aufgenommen zu werden!«
     »Nein!«, erwiderte Papi mit donnernder Stimme. »Im Moment nicht. Sie muss noch ein wenig wachsen, um die Anforderungen der Körpergröße zu erfüllen, Sophie. Eins dreißig ist eben nicht die für eine Achtjährige erforderliche Mindestgröße von eins zweiunddreißig. Das ist eine unumstößliche Tatsache, genau wie die, dass Margaux größer werden wird, ohne dass du irgendetwas tun musst. Also mach keine Tragödie daraus, sondern sei froh, dass sie noch zumindest ein weiteres Jahr hier bei uns sein kann.«
     »Zumindest?«
     Ihre Mutter kreischte so laut, dass Margaux Fanny losließ und sich die Hände ganz fest auf die Ohren presste, um nichts mehr hören zu müssen.
     Als sie endlich unter dem Klavier hervorkroch, waren ihre Augen vom Weinen verschwollen und das Tageslicht vor den Fenstern verschwunden. Es war zu spät. Sie konnte sich nicht mehr aus dem Haus stehlen und über den Hügel nach unten zum Bach laufen, wo Vincent auf sie wartete – sie schüttelte den Kopf –, gewartet hatte, denn um diese Zeit war er sicher schon enttäuscht heimgegangen. Zwei Tränen lösten sich aus ihren Augenwinkeln und kullerten über ihre Wangen. Sie wischte sie mit dem Handrücken der einen Hand weg und umklammerte mit der anderen Fanny noch fester.
Seite: 1 2 3 4 5
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz