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Borkumer Polizei ermittelt 3 - Borkumer Melodie
Verfasser: Dörte Jensen (31)
Verlag: Klarant (876)
VÖ: 3. August 2022
Genre: Kriminalroman (10375)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 157 (Kindle-Version)
Themen: Bands (442), Kommissare (3003), Mord (7905), Ostfriesland (792), Sänger (512), Verdacht (909)
Reihe: Borkumer Polizei ermittelt (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Das Konzert der beliebten ostfriesischen Band Olde Düne auf der Borkumer Strandpromenade endet abrupt. In den Gesang von Anke Burkard mischt sich plötzlich ein Knall. Doch es war kein Fehler des Drummers. Sekundenbruchteile später legt die Sängerin die Hand auf ihr Herz und bricht tot zusammen. Ist der Täter im Umfeld der Band zu suchen? Als einziges Mitglied von Olde Düne hatte die Sängerin sich nämlich geweigert, einen lukrativen Vertrag zu unterzeichnen, um nicht zu einem Fließbandprodukt der Plattenindustrie zu werden. Nun hat Anke ihre letzte Melodie gesungen, und mit einer neuen Sängerin scheint der Weg zum großen Geld frei. Allerdings ermitteln Hauptkommissar Ragnar Hansen und sein junger Kollege Jan Jepsen in alle Richtungen. Auch der Ex-Mann des Opfers, der vor Kurzem nach Borkum zurückgekehrt ist und das Ende der Beziehung nie verkraftet hat, gerät unter Verdacht …
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Dörte Jensen gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kurz vor der Show hatten sie einen Platz gefunden, der nur wenige Meter vom Musikpavillon entfernt war. Die Sprechgesänge wurden immer lauter und endeten in einem kollektiven Aufschrei, als die Band den Pavillon betrat, bei dem alle Fenster geöffnet waren. Die Musiker winkten ihren Fans zu und stiegen mit der Melodie zu dem Lied Freiheit ist eine Insel, das eine Liebeserklärung an Borkum war, in den ersten Song ein.
     Die Sängerin wurde dabei von ihren Fans unterstützt, von denen die meisten den gesamten Text auswendig kannten. Beim Refrain wurde der Chor so laut, dass es den Anschein hatte, als würde jeder Zuschauer die Botschaft voller Inbrunst in den Abendhimmel brüllen. Auch Heike sang begeistert mit. Dass sie kaum einen Ton traf, interessierte hier niemanden.
     »Moin Borkum!« Nach dem Ende des Liedes begrüßte die Sängerin das Publikum, das ihr lautstark zujubelte. Dabei breitete sie die Arme aus, als wollte sie die ganze Insel an sich drücken. »Danke für diesen unglaublichen Empfang. Ihr seid die besten Fans der Welt. Wer von euch liebt einen Strandtag so wie wir?«
     Bei der Nennung eines ihrer größten Hits brandete Applaus auf, in den sich ein Gitarrenlauf mischte, der das Lied einleitete. Auch jetzt zeigten sich die Zuschauer äußerst textsicher und ließen den Refrain Strandtag, so wie ich ihn mag wie eine Hymne erklingen, die bis zum Festland zu hören sein musste.
     Als der Schlagzeuger mit ohrenbetäubender Lautstärke in den nächsten Song einstieg, legte die Sängerin urplötzlich die Hand auf ihr Herz – als wollte sie den Fans auf diese Weise für ihre Unterstützung danken. Dann fiel sie in sich zusammen wie eine Marionette mit zerschnittenen Fäden. Der Gesang des Publikums verstummte nach und nach, bis nur noch das Brandungsrauschen und die Schreie der Möwen zu hören waren.
     Eine kollektive Schockstarre schien die Anwesenden erfasst zu haben, denn einige Augenblicke lang rührte sich niemand. Der Gitarrist eilte zur Sängerin und beugte sich über sie, wobei ihm sein Instrument, das er noch immer mit einem Schultergurt gesichert hatte, im Weg war. Als er sich wieder aufrichtete, glich sein Gesichtsausdruck einer wächsernen Maske des Schreckens. »Wir brauchen einen Arzt. Sofort«, schrie er ins Mikrofon.
     Seine Durchsage löste die Menschen aus ihrer Erstarrung. Während einige Richtung Nordsee drängten, wollten andere über die Strandaufgänge verschwinden. Die Menge glich plötzlich einem tobenden Meer, bei dem einzelne Zuschauer wie Nussschalen auf wogenden Wellen hin und her geworfen wurden.
     Jan legte schützend die Arme um Heike. »Zum Strand. Dort haben wir mehr Platz.«
     Sie drückte sich an ihn und versuchte, seinen Schritten zu folgen, damit sie nicht über die Füße des jeweils anderen stolperten und sich gegenseitig zu Fall brachten. Die Wellenbewegungen der Fans wurden immer heftiger und drückten das Paar so fest zusammen, dass Heike kaum noch Luft bekam und panisch um sich schlug.
     »Bleib ruhig«, schrie Jan sie an und bugsierte Heike in eine Lücke, die sie etwas weiter zu ihrem Ziel brachte. Einige bange Minuten später standen sie zwischen den Strandzelten. Am Strand war so viel Platz, dass sich die Menschen dort gefahrlos verteilen konnten. Nach dem ersten Schrecken redeten nun alle durcheinander. Von der Nordseeklinik aus war das Martinshorn eines Rettungswagens zu hören.
     »Was ist passiert?« Heike stützte die Hände auf die Oberschenkel ab und schnaufte wie nach einem Marathon.
     »Keine Ahnung. Kommst du alleine klar? Ich muss wissen, was hier los ist.«
     »Natürlich.« Die Buchhändlerin nickte tapfer, auch wenn sie Jan am liebsten noch in ihrer Nähe gehabt hätte. »Pass auf dich auf, okay?« Sie ergriff seine Hand.
     »Geht klar. Ich melde mich später.«
     Er entzog ihr die Hand und war wenige Augenblicke danach in der Menge verschwunden. Heike drehte sich einmal um die eigene Achse. Inzwischen war der Strand voller Men¬schen, die in kleinen Gruppen zusammenstanden. Einige redeten wild gestikulierend miteinander, andere hielten sich in den Armen. In die aufgeregten Stimmen mischte sich immer wieder ein Schluchzen.
     »Was ist hier eigentlich los?« Ein korpulenter Mann von etwa dreißig Jahren kam auf sie zu. Hinter ihm schlurften zwei weitere Kerle, die anscheinend seine Freunde waren, durch den Sand.
     »Das wüsste ich auch gerne.« Heike kramte ihre Zigaretten aus der Hosentasche und zündete sich mit zitternden Händen einen Glimmstängel an.
     »Die Sängerin wurde erschossen.« Eine junge Frau mit langen schwarzen Haaren, die den Dialog gehört haben musste, blieb stehen.
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