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Vorübergehend verliebt
Verfasser: Lisa Torberg (30)
Verlag: Eigenverlag (24548)
VÖ: 27. Juli 2022
Genre: Romantische Literatur (28902)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 300 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 294 (Kindle-Version)
Themen: Auszeit (190), Burnout (49), Lügen (1400), Missverständnisse (81), Rom (220), Villas (235), Wohngemeinschaft (324)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Simone ist mit Herz und Seele Köchin im Restaurant ihrer Familie in Little Italy. Nur deshalb erträgt sie ihre rechthaberische Schwester – bis ihr Geduldsfaden reißt. Sie braucht Abstand, am besten einen Ozean entfernt. Als sie online ein Zimmer in einer Traumvilla mitten in Rom findet, schlägt sie zu – und landet in einer Männer-WG. Tommaso, von seiner Ex betrogen, vergräbt sich in seinem Job als CFO des Familienunternehmens – bis die Anzeichen eines nahenden Burn-outs unübersehbar sind. Sein Zwillingsbruder verordnet ihm eine Auszeit. Der Plan einer frauenfreien Sommer-WG scheitert jedoch, da der vierte Mitbewohner trotz des unverkennbar männlichen Vornamens eine Frau ist. Eine, die nicht einmal dann sein Typ wäre, wenn er Interesse an einem Urlaubsflirt hätte ... Eine Villa im Herzen von Rom, in der männliche Hormone regieren – bis eine Frau die Idylle stört. Lügen, Halbwahrheiten, Unterlassungen, daraus resultierende Missverständnisse und eine ordentliche Portion Humor. Liebesknistern vs. funkensprühende Abneigung. Bis zum Happy End.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Das kann nur – Tommaso Falcone sein.
     Mir wird plötzlich unerträglich heiß. Innerlich.
     Er runzelt die Stirn.
     Ich lege die Hand an den Türöffner.
     Der Taxifahrer ist bereits aus dem Wagen und öffnet die Tür, bevor der Mann es tun kann, dessen Arme nun unbeweglich neben seinen Beinen herabhängen.
     Er fixiert mich, als ich aus dem Wagen steige.
     Wie spricht man einen solchen Halbgott an. Sie? Du? Oder lieber Englisch, womit das Problem aus der Welt geräumt wäre. Ich entscheide mich für Letzteres.
     »Hi.« Ich strecke ihm meine Hand zum Gruß entgegen, darauf hoffend, dass sie nicht schweißnass ist. »Ich bin Simone Ferrara.«
     Er rührt sich nicht. Ignoriert meine Hand und sagt mit eiskalter Stimme: »Das ist nicht möglich. Simone Ferrara ist ein Mann.«


4. TOMMASO


»Ich werde sie wegschicken.«
     »Du machst dich lächerlich, Tommaso.« Andrea wirft mir über den Rand seines Whisky-Glases einen Blick zu, der wahrscheinlich jeden seiner Schüler zum Verstummen bringt. Mich nicht.
     »Warum?« Mein Ausruf führt zu erstaunten Blicken von einigen der Nebentische. Ich senke die Stimme, spreche weiter. »Wir haben vereinbart, dass wir die nächsten Wochen ohne Frauen verbringen.«
     »Haben wir das?« Nun ist es Gabriele, der mich kopfschüttelnd ansieht. »Ich kann mich nicht erinnern. Du wolltest eine Auszeit von New York und dem stressigen Trott, in den du verfallen bist. Jetzt bist du hier und wir sind endlich wieder einmal zusammen.«
     »Mit einer Frau!« Mit fahrigen Fingern öffne ich den Knoten der Krawatte, zerre daran, wickele sie um meine Hand und lege sie neben mich auf die mit Samt bezogene Bank. Dann nestele ich am obersten Hemdknopf und öffne ihn.
     »Das ist offensichtlich.« Gabriele hebt sein Glas an die Lippen und nimmt einen Schluck von seinem Bitter Campari. »Und was für eine.«
     »Und das aus deinem Mund«, murmele ich.
     »Erspar dir deine Anspielungen. Ich bin schwul, aber nicht blind.«
     »Ja, ja, schon klar. Nur liegt Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters.«
     »Wenn du jetzt sagst, dass Simone hässlich ist, stehe ich auf und gehe.«
     Ich seufze auf. Nein, ist sie nicht. Niemand, offensichtlich nicht einmal mein schwuler Freund, könnte das behaupten. Oder jemand wie ich, der längst aufgehört hat, Frauen einen zweiten Blick zu schenken. Vor allem blonden. Aber sie hat etwas Irritierendes an sich.
     Die Stunden, seitdem sie aus dem Taxi gestiegen ist und meine Stimmung aufgrund ihrer unübersehbaren Kurven, die so ganz und gar nicht männlich sind, auf den Tiefpunkt gesunken ist, waren hart. Ich bin absolut multitaskingfähig, auf beunruhigende Art und Weise, wie Maggie behauptet. Wobei sie das zu schätzen weiß, wie schon bei meinem Vater, als sie noch seine Sekretärin war. Doch die Mitarbeiter, die in unseren Büros im Financial District auf engem Kontakt mit mir arbeiten, sehen das offenbar anders. Jetzt würden sie wahrscheinlich alle nur verwundert den Kopf schütteln. Ich hatte Probleme, mich nach der holprigen Begrüßung auf anderes zu konzentrieren als diese Frau, die mit ihrem entwaffnenden Lächeln und der überschäumenden Freude während des Rundgangs durch die Villa meine beiden Freunde um den kleinen Finger gewickelt hat.
     »Sie ist nett«, gebe ich zu.
     »Nett ist die kleine Schwester von ...«
     »Ach, halt den Mund, Gabriele«, unterbreche ich ihn, bevor er den Satz beenden kann. »Du weißt genau, was ich meine.«
     »Tu ich das?« Er zieht eine Augenbraue hoch und beantwortet seine Frage unmittelbar selbst. »Nein, tu ich nicht. Es ist doch komplett egal, ob die Person, die uns deiner Aussage nach ablenken und deiner Idee den Anstrich von Normalität geben soll, eine Frau oder ein Mann ist.«
     »Also ich finde, dass es sogar besser ist, dass du dich bei der Beurteilung ihres Namens geirrt hast, Tommaso.« Andrea grinst.
     »Ich habe mich nicht geirrt. Es ist doch allgemein bekannt, dass Simone ein Männername ist.«
     Meine beiden Freunde lachen los. Ich hebe mein Glas mit dem Old Fashioned hoch, fische die Orangenzeste heraus und leere es mit wenigen Schlucken. Der Geschmack von Whisky und Cocktailbitter rinnen warm durch meine Kehle, der Alkohol besänftigt meinen Unmut. Ich hebe die Hand in Richtung des Kellners hinter der Bar und deute auf mein Glas. Er nickt.
     »Mach langsam, Tommaso.«
     »Bist du jetzt auch noch meine Mutter?« Ich funkele Gabriele an.
     Früher war er lockerer, während Harry’s Bar steifer war. Hier konnte man sicher sein, dass niemand ohne Krawatte und Jackett hereinkam. Aber das Dolce-Vita-Feeling, das hier seit über hundert Jahren herrschte, hat offenbar die letzten zehn, fünfzehn Jahre nicht unbeschadet überstanden. Oder meine Erinnerungen an meine ersten Besuche hier, als unser Vater Martino und mich in elegante Anzüge steckte und dem Oberkellner augenzwinkernd mitteilte, dass wir alt genug waren, um Alkohol zu trinken, waren verklärt. Was wir auch schon mit vierzehn, fünfzehn taten, »denn wer Spirituosen importiert, muss auch wissen, was er verkauft«, sagte er immer. Aber hier in dieser weltberühmten Bar im Zentrum von Rom schmeckte selbst der günstigste Chianti der Karte wie flüssiges Gold. Heute glänzte der Lack von Harry’s Bar nicht mehr wie damals.
     Darüber täuschen die mit Holz getäfelten Wände, die verschnörkelten Wandleuchter und die schweren, samtbezogenen Lehnstühle ebenso wenig hinweg wie die herausgeputzten Kellner. Nicht nur an den Tischen vor dem Lokal in der Via Veneto wird über die Kleiderordnung bis zu einem gewissen Punkt hinweggesehen. Ein paar Tische weiter sitzt ein Touristenpaar in Bermudas und Poloshirts, an den Füßen tragen sie weiße Socken und Sandalen, während die Römer unweit von ihnen mit dunklen Anzügen bekleidet sind. Verrückte Welt.
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