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Vorübergehend verliebt
Verfasser: Lisa Torberg (31)
Verlag: Eigenverlag (25405)
VÖ: 27. Juli 2022
Genre: Romantische Literatur (29790)
Seiten: 276 (Taschenbuch-Version), 300 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 294 (Kindle-Version)
Themen: Auszeit (197), Burnout (50), Lügen (1444), Missverständnisse (82), Rom (222), Villas (240), Wohngemeinschaft (339)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Simone ist mit Herz und Seele Köchin im Restaurant ihrer Familie in Little Italy. Nur deshalb erträgt sie ihre rechthaberische Schwester – bis ihr Geduldsfaden reißt. Sie braucht Abstand, am besten einen Ozean entfernt. Als sie online ein Zimmer in einer Traumvilla mitten in Rom findet, schlägt sie zu – und landet in einer Männer-WG. Tommaso, von seiner Ex betrogen, vergräbt sich in seinem Job als CFO des Familienunternehmens – bis die Anzeichen eines nahenden Burn-outs unübersehbar sind. Sein Zwillingsbruder verordnet ihm eine Auszeit. Der Plan einer frauenfreien Sommer-WG scheitert jedoch, da der vierte Mitbewohner trotz des unverkennbar männlichen Vornamens eine Frau ist. Eine, die nicht einmal dann sein Typ wäre, wenn er Interesse an einem Urlaubsflirt hätte ... Eine Villa im Herzen von Rom, in der männliche Hormone regieren – bis eine Frau die Idylle stört. Lügen, Halbwahrheiten, Unterlassungen, daraus resultierende Missverständnisse und eine ordentliche Portion Humor. Liebesknistern vs. funkensprühende Abneigung. Bis zum Happy End.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Lisa Torberg für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Lisa Torberg gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

3. SIMONE


Der cremeweiße Mercedes hält quietschend so knapp am Straßenrand vor dem Renaissancepalais, in dem das Sprachinstitut Dante Alighieri seinen Sitz hat, dass ich einen Schritt zurückspringe und den Griff meines schweren Rollkoffers loslasse. Der Taxifahrer springt aus dem Wagen und grinst mich mit einer entschuldigenden Geste an. »Mi scusi, Signorina. Ich wollte Sie nicht noch länger warten lassen.«
     Kann man Italienern böse sein? Die Frage schießt mir durch den Kopf und augenblicklich muss ich lächeln. Die Antwort liegt auf der Hand und hat sicher nichts mit dem Mann zu tun. Der ist nämlich ein kleiner väterlicher Typ mit schwarzem Schnurrbart, wettergegerbter Haut und dichtem grau meliertem Haar. Es ist egal, wie sie aussehen oder wie alt sie sind, sie haben etwas an sich, das sie haushoch über New Yorker stellt. Wahrscheinlich sogar über alle anderen Menschen egal welcher Nation.
     »Wohin soll ich Sie denn bringen? Zum Flughafen?«
     Lachend verneine ich mit einem Kopfschütteln. »Erst wieder in drei Wochen. Jetzt muss ich zu meiner Unterkunft«, fahre ich fort und nenne ihm die Adresse.
     Er zieht erstaunt beide Augenbrauen hoch, was seine Stirn in Falten legt. Dann greift er wortlos den Rollkoffer, legt ihn vorsichtig in den Kofferraum, greift nach der Reisetasche, die mit jeder Stunde an Gewicht zuzulegen scheint. »Den Rucksack sollten Sie nicht auf dem Rücken tragen«, meint er schließlich, als ich ihn abnehme, um in den Wagen zu steigen.
     Er ist nicht der Erste, der mir das sagt, seitdem ich kurz vor acht heute Morgen in Rom angekommen bin. Nach dem Zollbeamten am Flughafen, der mich nur deshalb beim Verlassen der Ankunftshalle aufgehalten hat, als ich wie ein Maulesel bepackt an ihm vorbeiging, riet mir ein Sicherheitsmann am Ausgang des Terminals dasselbe. Ornella Valieri, Professorin für moderne Sprachwissenschaften an der berühmten Universität Sapienza, die im Sommer exklusive und intensive Sprachkurse für Ausländer hält, hat nur einen Blick darauf geworfen und den Kopf geschüttelt.
     »Ich bin erst heute angekommen«, erkläre ich jetzt dem Taxifahrer, während er sich geschickt zwischen zwei Wagen einfädelt, woraufhin der rückwärtige ihn anhupt. Automatisch strecke ich die Hand aus, um mich an der Lehne des Vordersitzes festzuhalten, bevor ich dagegen fliege. Das Stop-and-go und das abrupte Abbremsen unterscheidet Rom und New York so gut wie nicht voneinander. Aber alles andere ... Ich bin im Himmel!
     Und das, obwohl ich nach dem langen Flug und den zurückliegenden Stunden in dem Sprach- und Kulturinstitut Dante Alighieri eigentlich todmüde sein sollte.
     Doch wie könnte ich an Schlaf denken, wenn jeder meiner Sinne unablässig mit derartigen Eindrücken bombardiert wird?
     Wir fahren am Ufer des Flusses Tiber entlang, den man jedoch nur in Nähe der Brücken kurz sehen kann, doch die Sonne scheint seit dem Morgen vom strahlend blauen Himmel. Es ist heiß, aber nicht so sehr, dass es wirklich unangenehm wäre, jedoch reichte es aus, um die riesige Portion Eiscreme als Mittagessen zu rechtfertigen. Zum Gelato aus drei Kugeln Stracciatella, Nocciola und Pistacchio mit Sahnehaube habe ich eine Packung Eiswaffeln gegessen, die ich sonst nie anrühre. Der herrlich duftende, heiße, tiefschwarze Caffè danach war dann das Tüpfelchen auf dem i. Dass die anderen sechs Kursteilnehmer mindestens zwanzig Jahre älter als ich und drei befreundete Paare aus Schweden sind, die in den Pausen bis auf ein paar freundliche Blicke in meine Richtung kein Interesse an mir haben, kann mir nur recht sein. Ich bin nach Italien gekommen, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und Grammatik zu lernen, nicht, um mich mit anderen Ausländern anzufreunden.
     Deshalb, und nicht nur, weil ich mich nach einer Dusche sehne, kann ich es kaum erwarten, endlich bei meiner Unterkunft anzukommen, die ich ausschließlich mit Italienern teilen werde. Als das Taxi sich vom Fluss entfernt und wenige Minuten später in eine ruhige, schmale Straße einbiegt, beschleunigt mein Herzschlag aus Vorfreude. Die Mauern der Grundstücke, an denen wir im Schritttempo vorbeifahren, sind allesamt hoch, die meisten von ihnen mit Efeu oder Glyzinien bewachsen. Das Taxi hält vor einem hohen, blickdichten Tor. Der Fahrer beugt sich aus dem Fenster und drückt auf die Klingel. Die beiden Torflügel öffnen sich – und mein Mund ebenfalls.
     Der Rasen beiderseits der mit kleinen weißen Steinen geschotterten Zufahrt zum Eingang der Villa, die in Natur viel größer wirkt als auf den Fotos, scheint mit der Nagelschere geschnitten. Farbtupfern gleich unterbrechen vereinzelt blühende Rosen das Grün, die einen hoch und schlank aufragend, andere rundlichen Büschen gleich. Ich schaue nach rechts, nach links und genau in dem Moment geradeaus, in dem der Wagen hält.
     Der Mann, der über die Stufen der zum Eingang des Hauses führenden Treppe nach unten kommt, die von zwei zurechtgestutzten Olivenbäumen flankiert wird, ist groß und schlank. Ein blütenweißes Hemd umspannt breite Schultern. Die Hemdsärmel sind bis zu den Ellenbogen hochgeschoben, die Unterarme sehnig. Ich schlucke beim Anblick der engen dunklen Jeans. Der Stoff betont muskulöse Oberschenkel und die schier endlose Länge seiner Beine. Am Saum blitzt nackte Haut hervor, seine bloßen Füße stecken in dunkelblauen Slippern. Ich räuspere mich, lasse meinen Blick genau in dem Augenblick nach oben gleiten, als der Mann das untere Ende der Treppe erreicht und sich dem Wagen nähert. Mir stockt der Atem. Sein dichtes, dunkles Haar fällt ihm über die Stirn, als er sich vorbeugt und einen interessierten Blick aus haselnussbraunen Augen durch das Fenster auf die Rückbank des Taxis wirft.
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