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Beifang
Verfasser: Martin Simons (2)
Verlag: Aufbau (1019)
VÖ: 19. Juli 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3764)
Seiten: 234 (Gebundene Version), 184 (Kindle-Version)
Themen: Enkel (73), Familien (1532), Großväter (186), Herkunft (168), Nachkriegszeit (275), Ruhrgebiet (171), Spurensuche (26)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Milieustudie anhand einer Großfamilie im Ruhrpott der Nachkriegszeit
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. August 2022 um 17:03 Uhr (Schulnote 1):
» „Beifang“ ist nicht nur der Titel des Buches. Auch eine Zechensiedlung trägt diesen Namen. Hier lebte Winfried, der Vater von 12 Kindern und Großvater von Frank. Martin Simons, der Autor, schreibt in der Ich-Form und aus Sicht Franks, wie es sich damals im Ruhrgebiet leben ließ. Schwerpunkt des Buches liegt auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Als Kind des „Potts“ habe ich diese typische Beschreibung der Menschen und ihrer Umwelt genossen. Viele Erinnerungen kamen auf und sehr oft musste ich schmunzeln. Nein, die Zechenarbeiter hatten es wahrlich nicht leicht. Aber die meisten von ihnen nahmen alles mit Humor und diesen ließen sie sich nicht nehmen. Aber viele Männer wollten ihr Elend auch vergessen und der Gang an den Kiosk „umme“ Ecke war normal. Dann kam es oft vor, dass Kind oder Ehefrau vergeblich auf den Ernährer mit seiner Lohntüte warteten.

Enge Wohnverhältnisse waren normal und Privatsphäre gab es nicht. Nachbarn hörten alles. Wer für sich sein wollte, der musste raus aus dem Haus und in einen Park gehen. Herr Simons schreibt abwechslungsreich und so, dass der Lesefluss nie gestört wird. Und nicht nur Menschen aus dem Ruhrgebiet empfehle ich das Lesen des Romans. Es lohnt sich, da er ein Stück der Geschichte Deutschlands erzählt.«
  7      0        – geschrieben von lielo99
 
Kommentar vom 20. Juli 2022 um 8:37 Uhr (Schulnote 3):
» Da seine Eltern das Haus verkauft haben, soll Vincent entscheiden, welche der eingelagerten Dinge vom Dachboden er noch haben will. Als er ankommt, entdeckt er eine rote Kiste auf dem Sperrmüllhaufen, die von seinem Opa stammt. Vincent erinnert sich an diese Kiste und ihm wird wieder einmal bewusst, dass sein Vater nie über die Vergangenheit spricht und ziemlich einsilbig wird, wenn man ihm Fragen stellt. Also beschließt Vincent, sich in seiner großen Verwandtschaft umzuhören.
Nachdem mich der Autor Martin Simons vor ein paar Jahren mit seinem Roman „Jetzt noch nicht, aber irgendwann schon“ angesprochen hatte, wollte ich auch diesen Roman unbedingt lesen. Doch dieses Mal wurde ich nicht wirklich gepackt. Der Schreibstil ist klar, nüchtern und eindrücklich. Den Charakteren kam ich nicht nah.
Irgendwann kommen wohl bei vielen Menschen Fragen über die Vergangenheit und die Vorfahren auf. Oft hat man dann keinen Ansprechpartner mehr, der einem noch etwas erzählen könnte. Vincent hat immer gehofft, dass sein Vater von sich aus erzählt. Doch dann kommt der Moment, an dem Vincent feststellt, dass er selbst aktiv werden und seine Fragen anderswo stellen muss. Er trifft auf eigenwillige Verwandte und Freunde, die alle ihre Anekdoten erzählen, aber sich doch relativ bedeckt halten. Es war auch kein leichtes Leben, dass Vincents Opa Winfried und seine Frau Rosa hatten. Das Haus in der Zechensiedlung Beifang war zu eng für die vielen Kinder, das Geld zu knapp und Ruhe gab es auch nie. Es ging dort hart und sogar gewaltsam zu. Jeder musste sehen, wie er zurechtkam. Es waren Verhältnisse, an die sich niemand gerne zurückerinnert. Lieber verschließt man alles in sich und macht das Beste aus seinem Leben.
Ein Roman über ein hartes beengendes Leben, der nachdenklich macht, mich aber nicht wirklich erreicht hat.«
  10      1        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 20. Juli 2022 um 6:01 Uhr (Schulnote 2):
» Bereits bei seinem Auftauchen in der Vorschau konnte
Martin Simons'
Roman
"Beifang"
mein Interesse wecken, welches durch die Lektüre der Leseprobe nur noch weiter verstärkt wurde.
Das auf mich ein wenig trist wirkende Cover passt gut zu den schwierigen Jahren im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit, selbiges gilt auch für den den Namen des Handlungsortes tragenden Titel und der Erzählstil trägt der überwiegend tragischen Familien- und Milieustudie ausgezeichnet Rechnung.

Vermisst habe ich allerdings ein Personenverzeichnis oder einen Stammbaum, denn die riesige Personenanzahl - allein in einer Generation gab es 12 Kinder! - bereitete mir häufig Probleme.

Auch eine Karte hätte sich als hilfreich erweisen können, denn Frank, ein Enkel der zentralen Figur, dem Hilfsarbeiter Winfried Zimmermann, und Vertreter der derzeit vorletzten Generation, kommt ganz schön herum, als er sich auf Spurensuche der Familie begibt.

Ohne je ins Kitschige abzugleiten (statt dessen eher mit einigen tragikomischen Aspekten versehen) wird der Lesende u. a. mit Armut, Anarchie, Gewalt, Stolz und Verzweiflung konfrontiert.«
  9      0        – geschrieben von victory
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