Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.840 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »clarissa_077«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
 
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
Game over
Verfasser: Wolfgang Wirth (5)
Verlag: Eigenverlag (24484)
VÖ: 8. Juli 2022
Genre: Thriller (7964)
Seiten: 344 (Taschenbuch-Version), 318 (Kindle-Version)
Themen: Gefängnis (758), Las Vegas (220), Studenten (1351)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1,00 (100%)
1
100%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 1 Stimme
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Game over« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Wolfgang Wirth für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Wolfgang Wirth gibt es auf seiner Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Ich muss mal«, wiederholte Flo eingeschüchtert und trat nach einem weiteren Winken des Wärters vorsichtig aus seiner Zelle in das grelle Licht des Korridors. Tatsächlich war der Druck auf seiner Blase zwar da, es war aber bei Weitem nicht so dringend, wie er vorgab. Vielmehr wollte er wissen, wo er überhaupt war und was mit ihm passierte.
     Demzufolge versuchte er sein Glück bei dem Hünen, der hinter ihm her stapfte, nachdem er seinem Gefangenen Handschellen angelegt und den Weg zur Toilette gedeutet hatte. Flo drehte sich zu seinem Bewacher um und setzte ein freundliches Lächeln auf. So freundlich man eben unter diesen widrigen Umständen noch schauen konnte.
     »Wo bin ich hier und was wird mir vorgeworfen? Kann ich mit einem Verantwortlichen sprechen oder mit einem Anwalt?«
     Der Schwarze namens Atlas schwieg jedoch und deutete lediglich auf die Türe zu den Waschräumen, als sie davor zum Stehen kamen.
     Dann brummte er mit dem tiefsten Bass, den Flo jemals gehört hatte: »Klein oder groß?«
     Der junge Mann starrte seinen hünenhaften Bewacher fragend an.
     Atlas deutete auf Flos Handschellen. »Wenn du nur ein kleines Geschäft zu erledigen hast, lass ich die an. Ich muss ja wohl nicht mit reinkommen, oder? Also mach keinen Scheiß und beeil dich. Ich warte hier.«
     Flo wusste, von dem Wachmann war nichts zu erwarten, was einer Klärung seiner Situation zuträglich gewesen wäre. Also ging er ohne weitere Fragen gemäß Atlas‘ Aufforderung auf die Toilette. Die ganzen Waschräume samt den Toiletten waren blitzeblank. Entweder waren sie hier nie benutzt worden oder ständig gereinigt, was Flo sich beides nicht vorstellen konnte. Oder aber man hatte den ganzen Bereich erst kürzlich neu installiert. Generell schien alles hier neu oder neu renoviert zu sein. Die Zelle, der Flur, der Nassbereich. Nun, bei allem Unglück, das Flo gerade widerfuhr, war es wenigstens ein Trost, dass er nicht in einem völlig verdreckten Loch gelandet war, unter hygienisch unzumutbaren Zuständen. Das hatte er im Fernsehen schon mehrfach gesehen und war bisher der Meinung gewesen, dass jemand, der im Gefängnis sitzt, nicht auch noch unter besten Verhältnissen einsitzen sollte. Schließlich kamen doch normalerweise nur Verbrecher in den Knast und hatten ihren Anspruch auf Luxus verwirkt.
     In seinem Fall war er dankbar, dass das hier scheinbar nicht so war.
     Während er seine Notdurft verrichtete, dachte Flo angestrengt nach. Niemand konnte oder wollte ihm sagen, warum er ins Gefängnis gebracht worden war. Weder die, die ihn verhaftet hatten, noch die, die ihn bewachten.
     Das durfte doch nicht sein.
     Er ging davon aus, dass ihm irgendein Verantwortlicher heute sagte, was man ihm vorwarf und wie es weiterging. Schließlich musste ihm ein Anwalt gestellt werden und er musste doch auch seine Familie in der Heimat informieren können.
     Er dachte an seine Mutter. Vielleicht war es sogar besser, wenn sie nichts davon erfuhr. Zumindest so lange, bis er wusste, was mit ihm geschah. Sie würde sonst einen Herzanfall bekommen.
     Flo trat wieder auf den Flur hinaus, wo Atlas ihn mit unveränderter Miene erwartete. Er zeigte mit dem Finger den Flur entlang in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
     »Könnte ich bitte mit jemandem sprechen«, startete er einen erneuten Versuch den Wachmann zu erweichen, ahnte aber, dass diesen das wenig beeindruckte.
     Er blickte sich um und sah in das Gesicht des Schwarzen, das wie eine Maske wirkte und starr nach vorne gerichtet war. Nur seine Augen bewegten sich und nahmen jede kleinste Bewegung wahr, die der Gefangene machte, jederzeit bereit zu reagieren.
     Flo schüttelte enttäuscht den Kopf und sah den Flur entlang. Tatsächlich gab es hier zehn dieser Stahltüren, die in irgendwelche Zellen führten. Jetzt vernahm er auch andere Stimmen, die durch die Gitterfenster drangen. Verschiedene Sprachen oder akzentuiertes Englisch, Gemurmel, sowie Rufe nach einem Wärter, ähnlich derer, die Flo vor einigen Minuten getätigt hatte. Offenbar schien der ganze Bereich langsam wach zu werden.
     Vor seiner Zelle angekommen, entfernte Atlas die Handschellen von Flos Handgelenken. Er gab neben der Türe den entsprechenden Zahlencode ein und der Riegel öffnete sich voll elektronisch, aber dennoch mit lautem, metallischem Schleifen.
     »Du wirst gleich geholt«, brummte er und nickte unmerklich. Dann schloss er die Türe und drückte einen Knopf. Mit einem Piepen schob sich der Riegel vor und verschloss die Türe.
Seite: 1 2
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2022)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz