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Findelmädchen
Verfasser: Lilly Bernstein (2)
Verlag: Ullstein (1477)
VÖ: 11. Juli 2022
Genre: Historischer Roman (5989)
Seiten: 592 (Taschenbuch-Version), 593 (Kindle-Version)
Themen: Frauen (1083), Fünfziger Jahre (269), Köln (334), Nachkriegszeit (277), Waisenhaus (63), Wirtschaftswunder (12)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Findelmädchen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (9)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 15. August 2022 um 9:44 Uhr (Schulnote 1):
» Das Buch das Findelmädchen von Lilly Bernstein , ist der 2. Band der Reihe über Helga. Das Cover passt gut zur Geschichte und hat auf Grund der Ähnlichkeit einen hohen Wiedererkennungswert.
So sieht man gleich , die Bücher gehören zusammen.
Die Geschichte spielt im Köln der 50 er Jahre, so kurz nach dem Krieg, ist das Leben nicht einfach. Helga kehrt mit ihrem Bruder aus Frankreich zurück ins
zerstörte Köln , wo schon ihr Vater auf sie wartet.
Helga hat Träume , doch es kommt anders.
Die Geschichte ist berührend und hat Tiefgang.
Beim lesen taucht man mitten in die Geschichte ein und begleitet Helga auf ihrem nicht ganz einfachen Weg. Helga erlebt so viel Trauriges und doch ist sie mutig.
Ich empfinde das Buch als in sich geschlossen , so das es keine Vorkenntnisse braucht.
Aber so sehr mir diese Buch mir gefallen hat , wäre es sicher gut den 1. Band noch zu lesen.«
  10      0        – geschrieben von Minzeminze
Kommentar vom 14. August 2022 um 21:00 Uhr:
» Bei dem Buch "Findelmädchen" war es mal wieder so das ich es unbedingt haben & lesen musst. Helga & ihr Bruder Jürgen werden während des Krieges gefunden & von ihren Pflegeeltern in Frankreich aufgepäppelt. Bis ein Brief die Familie erreicht. So ziehen die beiden zurück nach Köln zu ihrem Vater. Dieser wird 1955 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen. In Köln beginnt dann für die beiden ein neues Leben. Da ihr Vater nichts davon hält das Helga auf ein Gymnasium geht, muss sie auf eine Haushaltsschule. Bei einem Praktikum in einem Waisenhaus lernt sie Bärbel kennen. & bekommt mit wie schlecht & brutal die Kinder behandelt werden.

Das Cover passt zu der Zeit in dem die Geschichte spielt. & ist sehr schön anzusehen. Mich hat es wie magisch angezogen. Die Charaktere sind präzise, authentisch & toll beschrieben. Helga war sehr sympathisch & einfach ehrlich. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich, flüssig, fesselnd, bildhaft & einfach sehr schön. Es gibt auch immer mal traurige Szenen, was denke ich zu der Zeit in der das Buch spielt so sein muss. Trotz allem ist es eine wunderschöne Geschichte die Hoffnung, Mut & Zuversicht macht.
Sehr gerne empfehle ich dieses Buch mit einer Reise in die Nachkriegszeit weiter.«
  6      0        – geschrieben von Zimtstern's Bücherregenbogen
Kommentar vom 8. August 2022 um 18:45 Uhr (Schulnote 2):
» Berührende Familiengeschichte

Schon seit 10 Jahren ist der Krieg vorbei, doch an den Folgen leiden immer noch viele Menschen. Helga ist erst 15 und ihr Bruder Jürgen nur wenig älter als sie. Jetzt im Jahre 1955, finden sie endlich den vermissten Vater wieder. Gemeinsam versuchen sie sich ein neues Leben in Köln aufzubauen. Der Vater betreibt ein kleines Büdchen, Jürgen beginnt bei Ford, nur für das aufgeweckte Mädchen scheint es keinen Weg zu geben. Sie soll auf eine Haushaltungsschule, dabei würde sie viel lieber aufs Gymnasium gehen und lernen, aber der Vater verweigert ihr diesen Wunsch. Helga fügt sich in ihr Schicksal. Nur die Frage, was aus ihrer Mutter geworden ist, treibt sie noch immer um.

Der Roman „Findelmädchen“ ist bereits der zweite Roman über die Nachkriegswirren, in denen Lilly Bernstein von den Kindern dieser Zeit erzählt. Den ersten Roman „Trümmermädchen“ habe ich bedauerlicherweise noch nicht gelesen. Ich sage leider, weil mir das aktuelle Buch der Autorin sehr gut gefallen hat. Die Geschichte von Helga und ihrer Familie trifft einen beim Lesen mitten ins Herz. Geschickt erzählt die Autorin aus dem Leben dieser Protagonisten in den 50er-Jahren. Sie lässt dabei nicht nur die Protagonisten lebendig werden, sondern auch das Köln dieser Zeit.

Der Erzählstil ist so ausgelegt, dass ich das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen mochte. Ein echter Page-Turner. Sicherlich nicht die spannendste Geschichte, die ich je gelesen habe, aber doch so warm und mitfühlend, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Die einzelnen Charaktere hat die Autorin lebensecht und glaubhaft geschildert. Sicherlich gab es Momente, wo klar war, wie es weitergehen würde, aber das macht überhaupt nichts, in diesem Fall macht es die Handlung sogar noch glaubwürdiger. Ich konnte sehr gut mit Helga mitfühlen. Zu sehen, wie sie sich ihren Weg erkämpft hat, war angenehm zu lesen.

Zudem hat es die Autorin geschickt verstanden, die Problematik der Zeit mit einzuweben. Helga soll ein Praktikum in einem Waisenhaus machen und mit der Protagonistin gemeinsam erfährt man nun, wie es in solch einem Waisenhaus zugegangen sein könnte. Erschreckend war vor allem, wie mit Kindern umgegangen wurde, die kein Zuhause mehr hatten oder die einfach nicht bei ihren Müttern und Vätern leben durften. Dieses Unrecht hat Lilly Bernstein sehr einfühlsam in Szene gesetzt. Teilweise war es schwer zu lesen, aber gleichzeitig auch so wichtig. Der warme Erzählstil der Autorin trägt mit dazu bei, dass die Geschichte sich so lebensecht anfühlt.

Fazit:

„Findelmädchen“ ist ein berührender Roman aus den 50er-Jahren. Mir hat die Geschichte von Helga, ihrem Bruder Jürgen und von Bärbel sehr gut gefallen. Lilly Bernstein hat es verstanden, den historischen Hintergrund dieser Zeit mit ihrer fiktiven Geschichte zu verweben. Entstanden ist ein Roman über Liebe und Hoffnung, Trauer und Verzeihen.«
  17      0        – geschrieben von nirak
 
Kommentar vom 8. August 2022 um 14:12 Uhr (Schulnote 1):
» Helga und Jürgen werden nach Kriegsende von einer französischen Familie aufgenommen. Auch wenn Tante Claire und Onkel Albert sie liebevoll umsorgen, so sind sie für die Franzosen die Boches, die verhassten Deutschen. „Man fand uns im Sommer nach dem Krieg vor einem Hochbunker in Köln… und schätzte unser Alter auf sechs und sieben Jahre…“

Beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes sind ihre Bilder seit mehr als sieben Jahren hinterlegt und nun hat ihr Vater nach Jahren in russischer Gefangenschaft sie endlich gefunden. Zurück in Köln findet Jürgen bei den Ford-Werken Arbeit, während Helga ihrem Traum, aufs Gymnasium zu gehen, nicht nachgehen darf. Vater ist strikt dagegen, er schickt sie auf die Haushaltungsschule und hier legt sie in einem Waisenhaus ihr Praktikum ab. Es herrscht ein strenges Regiment, die Nonnen lassen nichts durchgehen. Unter dem Deckmantel der Nächstenliebe werden all jene ausgegrenzt, die anders sind. Das Mischlingsmädchen Bärbel hat Helga ganz besonders in ihr Herz geschlossen, die Kleine möchte sich am liebsten ihre Andersartigkeit, ihre dunkle Hautfarbe, mit der Wurzelbürste abwaschen. Und sie ist fest davon überzeugt, dass ihre Mama sie bald zu sich holt.

Der Krieg ist vorbei, das zerbombte Köln befindet sich im Jahre 1955 in Aufbruchsstimmung. Die jungen Leute wollen Elvis Presley hören, so lässig sein wie James Dean, Blue Jeans und Petticoat sind angesagt. Und sie treffen sich bei Fanny, die sich ihren großen Traum einer eigenen Milchbar endlich erfüllt hat - mit tatkräftiger Unterstützung von Jürgen. Sie ist voller Herzenswärme, aber auch sie hat ein Schicksal, das sie verzweifeln lässt. Und nicht nur sie.

Helga und Jürgen leben mit ihrem Vater im renovierungsbedürftigen Haus ihrer verschollenen Mutter, deren Schwester Meta es nun als ihr alleiniges Eigentum betrachtet. Dementsprechend behandelt sie die Mitbewohner. Die Flüchtlinge Auguste und ihr Enkel Konradin werden einquartiert, Meta hat sie unters Dach verbannt. Und die alleinstehende, stets gut gelaunte Fanny übernimmt viele Hausarbeiten, dafür kann sie hier wohnen bleiben. Der Mietzins ist obendrein fällig.

Ich begleite Helga durch dieses für sie so ereignisreiche Jahr 1955, dazwischen lese ich Briefe ihrer Mutter, geschrieben 1945, als sie mit ihren beiden Kindern in einem Bunker ums Überleben kämpft. Während des Lesens nahm ein furchtbarer Verdacht immer mehr Raum ein, mein Glauben an das Gute bekam immer mehr Risse.

Lilly Bernstein hat mir eine sehr kurze Nacht beschert, ich konnte ihr „Findelmädchen“ nicht weglegen, bin mit ihren so authentischen Charakteren regelrecht abgetaucht. Es sind die Nachkriegsjahre, das Köln im Jahre 1955 ist im Wiederaufbau. Aus heutiger Sicht mutet vieles befremdlich an. Die Diskriminierung der Besatzungskinder ebenso wie die haltlosen Zustände in den Heimen und die Rechtlosigkeit der ledigen Mütter. Ohne Ehemann oder Vater kann eine Frau weder einen Arbeitsvertrag unterschreiben noch ein Konto eröffnen, auch wenn es sich um ihr eigenes Geld handelt. Auch die Sprachlosigkeit unter den Generationen und die erste Liebe sind anschaulich und gut nachvollziehbar geschildert.

„Findelmädchen“ ist ein berührendes Stück Geschichte. Die fiktionalen Figuren erzählen die gut recherchierten Fakten, alles zusammen gut lesbar aufbereitet. Die Autorin hat mit vielen ehemaligen Heimkindern gesprochen, nicht alle konnten sich öffnen. Aber doch so einiges kam ans Tageslicht, über das jahrzehntelang geschwiegen wurde. Denn je härter das Schicksal zuschlägt, je schlimmer die Erlebnisse, desto weniger kann man darüber sprechen.

Ein Buch, das ich nicht missen möchte. Ein zu Herzen gehender Roman vor historischem Hintergrund, das ich jedem an Nachkriegsgeschichte Interessierten ohne Wenn und Aber empfehlen kann.«
  21      0        – geschrieben von Magnolia
Kommentar vom 5. August 2022 um 19:39 Uhr (Schulnote 1):
» Sehr lesenswerter historischer Roman mit rheinischem Flair

Das Buch hat mich aufgrund seines Handlungsortes sowie der Zeit, in der es spielt auf Anhieb angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, habe ich direkt gut in die Geschichte hinein gefunden. Der unkomplizierte Sprachstil der Autorin machte die Lektüre kurzweilig und interessant. Auf geschickte Art und Weise ist es Lilly Bernstein insbesondere durch die eingerückten Tagebucheinträge der verschollenen Mutter gelungen, die Historie der Familie der Hauptprotagonistin Helga aufzurollen und die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Der Lokalkolorit und die rheinischen Bräuche wie beispielsweise Karneval und Maibaumstellen haben mir als Rheinländerin besonders gut gefallen. So gab es neben den tragischen Schicksalen und der Erkenntnis, was der Zweite Weltkrieg auch gut zehn Jahre nach seinem Ende noch für Auswirkungen auf die verschiedenen Protagonisten hat, auch einige Stellen zum Schmunzeln. Wer historische Romane der Neuesten Zeit mag, dem kann ich die Lektüre wärmstens empfehlen.«
  10      0        – geschrieben von Timisa
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