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TASCHENBUCH
 
Diabolischer Engel
Verfasser: Petra K. Gungl (6)
Verlag: Leinpfad (7)
VÖ: 4. Juni 2022
Genre: Spannungsroman (90)
Seiten: 372
Themen: Achtsamkeit (75), Berge (411), Hotel (999), Meditation (105), Mord (7590), Niederösterreich (8), Pfingsten (8), Schlösser (460), Unwetter (87), Verdacht (872)
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In Reichenau an der Rax freut sich die junge Juristin Agnes Feder auf ihr Meditationsseminar über Pfingsten. Dann aber schneiden heftige Unwetter und Muren das Seminarhotel nahe Schloss Hinterleiten von der Umwelt ab. Und völlig unerwartet stirbt vor aller Augen ein Mitglied der Meditationsgruppe.
Agnes findet heraus, dass dieser Tod keine natürliche Ursache hat. Das bedeutet: Sie alle sitzen offenbar mit einem Mörder im Hotel fest!
Nicht nur dieser Verdacht stellt Agnes‘ Welt auf den Kopf. Denn sie sieht nach zwei Jahren ihre große Liebe, den Anwalt Siebert Thal, wieder – er ist zum Feuerlauf angereist.
Doch da verschwindet bereits das nächste Seminarmitglied.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Petra K. Gungl für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Petra K. Gungl gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Kommendes Wochenende hüte ich also dein Hexenhaus und den Kater.« Theres sah sich um. »Das wird ein schöner Kurzurlaub für mich.«
     »Ich habe dir alles aufgeschrieben, worauf du achten musst.« Agnes zog einen Schreibblock aus der Tischlade und schob ihn ihrer Freundin hin. »Du kannst mich jederzeit in Reichenau an der Rax erreichen. Ist nur eine Stunde mit dem Auto, Theres. Falls du mich brauchst, komme ich ...«
     »Wenn etwas ist, rufe ich Tom an. Nur weil ich ein paar Tage für mich sein möchte, ist er immer noch mein Schatz. Mach dir keine Sorgen und genieße dein Meditationsseminar. Falls das möglich ist.«
     Agnes lehnte sich zurück und spürte der bitteren Süße ihres Tees nach. Stark wie Kaffee, aber viel feinsinniger. Entspannt pickte sie die letzten Kuchenkrümel vom Teller, steckte sie in den Mund und wischte sich an der Serviette die Finger ab.
     »Lästere nicht ständig über Meditation – das ist kein Esoterikkäse, sondern längst von der Wissenschaft bestätigt als hochwirksames Mittel gegen Depressionen, Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Bluthochdruck und noch viel mehr.« Agnes erhob sich von der Bank, um nach dem Herd- feuer zu sehen. »Mir hat das Meditieren unendlich geholfen mit meiner posttraumatischen Belastungsstörung. Die Panikattacken überrollen mich nicht mehr, ich bin wieder die Herrin in meinem Körper. Derzeit brauche ich bloß noch abends ein Medikament zum Einschlafen. Die positive Nebenwirkung dabei – ich habe keine Alpträume mehr.«
     Theres beobachtete sie mit einem Anflug von Skepsis. »Das war eine harte Zeit für dich, nach diesen Mordfällen in England.« Das Mitleid in Theres‘ Stimme ärgerte Agnes. »Du bist noch keine 30 und hast so schlimme Sachen erlebt.«
     Ein Holzscheit in der Hand, zog Agnes die Klappe zum Herdfeuer auf. »Ist anscheinend mein Schicksal.« Das Feuer loderte auf und einige Funken landeten knisternd auf den Fliesen vor dem Herd. Agnes stocherte mit dem Schürhaken in der Holzglut, bis ihr Ärger verrauchte und schloss die Öffnung. Sie drehte sich zu Theres und zeigte mit dem Schürhaken auf sie. »Gib dem Meditieren eine Chance, wenigstens zehn Minuten täglich, fürs Baby.«
     »Ich glaube, das hast du mir schon mal gesagt.« Theres grinste gutmütig. »Vielleicht. dir zuliebe. Oder wegen des Schürhakens.«
     Agnes warf das Werkzeug in die Holzkiste und richtete sie sich wieder auf. »Sollte ich noch ein weiteres Stück Gugelhupf esse, muss ich mir ab morgen Umstandskleider von dir borgen.«
     Begleitet von Theres‘ Lachen ging Agnes ins Bad und wusch sich die Hände. Theres folgte ihr durch den Flur, zweigte jedoch ins Schlafzimmer ab. Als Agnes sich zu ihr gesellte, stand Theres am Sekretär und betrachtete die dort im Silberrahmen befindliche Fotografie.
     »Immer noch Siebert – nach zwei Jahren?« fragte sie leise. In Agnes‘ Brust wurde es bei der Erwähnung seines Namens eng.
     »Was sind schon zwei Jahre.« Agnes mied Theres‘ Blick. Sie griff nach einer der Flaschen auf der Kommode und tropfte Rosenöl auf ihre Handflächen. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie ihre Freundin das Bild zurechtrückte und sich gleich danach die Bluse auszog. Agnes schob für sie den Stuhl zurecht, der bei ihrem kleinen Sekretär stand. Theres nahm rücklings Platz, zog die BH-Träger herunter und lehnte die Stirn gegen die hohe Rücklehne. Die unausgesprochene Frage war ein störender Dritter im Raum.
     »Du hast nie mehr etwas von ihm gehört?«, fragte Theres, als die Spannung nicht mehr auszuhalten war. Agnes rieb heftiger als notwendig die Hände aneinander und legte sie gleich darauf auf Theres‘ verhärtete Schultermuskulatur. Theres seufzte tief und Agnes konnte sehen, wie die Schultern ein gutes Stückchen tiefer sackten.
     »Es war ein klarer Schnitt.« Sie bemühte sich um eine feste Stimme. »So ist es am besten.«
     »Bestimmt«, erwiderte Theres eilig. »Zwei Juristen – das kann nicht gut gehen. Egal wie heiß der Typ war. Juristen drehen sich doch gegenseitig ständig die Worte im Mund herum. Oder?«
     Entschlossen, die aufsteigende Wehmut in jene Ecke ihres Herzens zurückzuverbannen, in der sie die vergangenen Jahre eingemauert verbracht hatte, begann Agnes die Muskulatur ihrer Freundin mit sanftem Druck zu lockern. Siebert war Vergangenheit. Warum hätte er ihr nachlaufen sollen – sie war es schließlich gewesen, die gegangen war.

(aus: Diabolischer Engel, Petra K. Gungl, ©Leinpfad Verlag; Spannungsroman)
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