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Mein Dämon
Verfasser: Doris E.M. Bulenda (34)
Verlag: Edition Autorenflüsterin (167) und Eigenverlag (23692)
VÖ: 17. Juni 2022
Genre: Fantasy (15571) und Romantische Literatur (27908)
Seiten: 283 (Taschenbuch-Version), 209 (Kindle-Version)
Themen: Dämonen (1208), Pakt (178), Rache (2510), Sex (1380)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Juni 2022 nominieren
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Der Pakt!

Jena ist taff, böse und rachsüchtig!

Ein Pakt mit dem Dämon Se-Heido soll ihr auf ihrem Rachefeldzug helfen.

Zu ihrem Leidwesen findet der Bösewicht an ihr Gefallen und hält sie in dem Pakt gefangen.

Dass auch sie längst dabei ist, ihr dunkles Herz an ihren Begleiter aus der Hölle zu verlieren, merkt sie in ihrer Verbohrtheit nicht.

Die Forderungen des Dämons werden immer übler, nichts hilft, es muss ein weiterer Deal her!

Dass Beelzebub weitaus schlimmer als ihr eigener Gegenspieler ist, erfährt sie viel zu spät.

Kann Jena Se-Heido und sich noch rechtzeitig retten, oder sind beide für immer verloren?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Doris E.M. Bulenda für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Doris E.M. Bulenda gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

DIE BESCHWÖRUNG


Zweimal Umsteigen musste ich, jeweils mit langen Wartezeiten an den Haltestellen, dann war ich endlich zu Hause. Durchgefroren und mit immer noch ziemlich schlechter Laune warf ich mich in ein heißes Bad. Dazu gönnte ich mir ein Glas guten Rotwein, da ich den im Restaurant ja nicht getrunken, sondern verschüttet hatte.
     Als ich abgetrocknet, aufgewärmt und eingecremt auf meiner Couch saß, fiel mein Blick auf den Zettel, den ich diesem Markus entrissen hatte. Ich hatte ihn einfach in die Manteltasche gestopft und daheim auf den Tisch geworfen.
     Auf dem Papier war eine komplette Beschwörung verzeichnet, hatte er gesagt. Komisch, dieser merkwürdige Experte brauchte so etwas? Oder hatten die drei von Anfang an geplant, dass ich den Zettel mitnehmen sollte?
     Wahrscheinlich war ihnen klar, dass ich ihnen nie und nimmer so weit über den Weg trauen würde, um mich in ihre Behausung locken zu lassen.
     Egal, ich schenkte mir noch ein Glas Wein ein, trank es genauso schnell wie das erste und studierte dieses Schriftstück genauer. Ganz oben stand noch einmal die Warnung, diese Beschwörung bloß nicht an einem kirchlichen Feiertag durchzuführen. Auch ein Sonntag würde gefährlich sein, Freitag und Samstag waren ebenfalls zu meiden. Was für ein dämlicher Aberglaube. Da waren sie so selbstsicher und arrogant, diese Teufelsanbeter und Dämonenjünger, aber dann mussten sie sich nach willkürlichen kirchlichen Geboten richten? Lächerlich, einfach lächerlich!
     Mittlerweile war ich leicht besoffen und beschloss, diese komische Beschwörung auszuprobieren. Freitag, der 25. Dezember, der erste Weihnachtsfeiertag, erschien mir dafür das perfekte Datum. Schließlich glaubte ich nicht an diesen Mist. Oh Mann, was würde ich morgen im Training lachen, wenn ich Rainer erzählen konnte, dass ich einen Dämon gerufen hatte – und der glatt die Frechheit besessen hatte, nicht zu erscheinen. Natürlich würde kein Dämon erscheinen, in Wirklichkeit gab es so ein Wesen doch gar nicht.
     Die benötigten Dinge waren als Erstes aufgeführt, doch die Liste war nicht wirklich lang. Das Allermeiste hatte ich zu Hause. Nur schwarze, durchgefärbte Kerzen hatte ich nicht. Na gut, dann mussten es eben rote Christbaumkerzen tun. Durchgefärbt oder nicht, das konnte so einem blöden Dämon doch egal sein. Relativ langsam, da ich mittlerweile die ganze Flasche Wein geleert hatte und leicht hin und her schwankte, erhob ich mich und sammelte zusammen, was ich laut der Auflistung von Markus zur Beschwörung brauchte.
     Einen großen Bogen Packpapier breitete ich zum Schutz vor Dreck sorgfältig auf meinem neuen Teppichboden aus und übertrug gewissenhaft die kleinen magischen Zeichen, die ich laut Anweisung sehr vergrößern musste. Prominent auf dem Blatt war das Pentagramm, bei dem ich sehr oft radieren musste, bis es einigermaßen stimmig war. Auf die fünf Zacken kamen Kerzen, unter die ich vorschriftsmäßig Chilipulver gestreut hatte. Das fand ich einen echt guten Witz, ausgerechnet Chili! Vielleicht sollte das das Höllenfeuer imitieren … Betrunken kicherte ich vor mich hin.
     In die Mitte malte ich die restlichen Zeichen, legte einen meiner Modeschmuckringe zwischen die oberen Zacken, Ketten und Armbänder mussten in den Leerraum zwischen den restlichen Zacken platziert werden. Laut Vorschrift hätte ich echten goldenen Schmuck dafür verwenden müssen, aber der war mir zu schade für so einen Quatsch.
     Damit waren die Vorbereitungen auch schon beendet, jedenfalls laut diesem komischen Schriftstück. Das konnte doch nicht alles gewesen sein? Ich drehte den Zettel um, wo ich die Beschwörungsformel und die Gesten, die dazu gemacht werden mussten, aufgeschrieben fand. Na gut, wenn ich jetzt schon so weit gekommen war, dann würde ich auch den Rest der Beschwörung durchziehen. Zuerst übte ich die Gesten mit den Händen und die dazu passenden Fingerbewegungen, bis ich mir sicher war, das perfekt hinzubekommen. Na ja, zugegeben, sehr schwierig war es auch nicht.
     Zum Schluss lernte ich den Text, der keiner mir bekannten Sprache zuzuordnen war. Neugierig gab ich ihn sogar in den PC ein und startete ein Übersetzungsprogramm, dann ein zweites und ein drittes, aber keines brachte auch nur den Ansatz einer brauchbaren Übersetzung zusammen. Ich zuckte mit den Achseln, auch recht, dann musste ich das Zeug vom Blatt herunter radebrechen, ohne dass ich eine Ahnung hatte, was ich da aussprach.
     Dass ich das nie im Leben flüssig herausbringen würde, war mir klar, so merkwürdig, wie diese Worte und Buchstabenkombinationen aussahen. Ein paarmal murmelte ich sie nur leise vor mich hin, bis ich sicher war, dass ich den Bogen raushatte und das laute Aussprechen klappen würde.
     So, jetzt auf zur großen Beschwörung. Als Erstes zündete ich die Kerzen an, dann hielt ich die Hände gekreuzt über das Pentagramm, genau in der Mitte, ganz vorschriftsmäßig. Langsam stammelte ich die ersten Sätze, machte eine Pause, in der ich die angeblich magischen Gesten vollführte und quälte mich danach durch die letzten Sätze der eigenartigen Formel. Wie ich schon vorhergesehen hatte, passierte gar nichts.
     Angespannt starrte ich auf die magische Zeichnung, vor der ich im Schneidersitz hockte, aber es tat sich nichts. Hatte ich es doch gewusst, alles nur blöder Humbug.
     Jetzt bereute ich, diesen Quatsch nicht in Gegenwart meiner Freunde gemacht zu haben. Wie hätte ich da gelacht! Eine solche Komödie aufzuführen und dann als Ergebnis »Null« zu bekommen, das wäre doch urkomisch gewesen. Zumindest für mich, die drei Geisterbeschwörer hätten es wohl weniger lustig gefunden.
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