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Der Klon
Verfasser: Jens Lubbadeh (6)
Verlag: Heyne (3255)
VÖ: 14. Juni 2022
Genre: Science Fiction (3286)
Seiten: 480 (Broschierte Version), 446 (Kindle-Version)
Themen: 21. Jahrhundert (315), Adolf Hitler (79), Berlin (1459), Gene (24), Journalisten (1304), Klonen (50), Studenten (1339), Zukunft (362)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor einigen Tagen hatten wir hier die ersten zehn Seiten von Jens Lubbadehs Roman »Der Klon« im Rahmen unserer Reihe »Projekt 10« thematisiert. Dieser kleine Auftakt gefiel unseren Testlesern so gut, dass sie anschließend das ganze Buch gelesen haben. Was bis zum jetzigen Zeitpunkt noch ausstand, war unsere Meinung zum gesamten Werk, und diese soll nun folgen. »Der Klon« ist eine 480 Seiten starke Veröffentlichung des Heyne Verlages, die man seit dem Juni für fünfzehn Euro bekommen kann. Für die E-Book-Ausgabe sind 11,99 Euro zu zahlen. Einem 12:27 Stunden langen Hörbuch hat Uve Teschner seine Stimme geliehen.

In Lubbadehs Buch macht man einen Sprung in die Zukunft, wenn auch nur einen vergleichsweise kurzen: In elf Jahren findet eine Journalistin heraus, dass es einen koreanischen Biologen gibt, der nicht nur verstorbene Hunde klont, sondern auch Menschen, die in den Augen seiner Auftraggeber zu früh das Zeitliche gesegnet haben. Ihre Recherchen ergeben, dass allerdings nicht nur tote Babys auf diese Weise zurück ins Leben geholt wurden, sondern auch der größte Verbrecher des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Journalistin versucht daraufhin zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt und gerät selbst in Gefahr, da diejenigen, die den Führerklon in Auftrag gegeben haben, alles andere als zimperlich sind.

Zunächst eine kleine inhaltliche Korrektur: Im Buch wird erwähnt, ein Sieg des »Deutschen Weges« bei einer Wahl im Jahre 2033 wäre der »erste Wahlsieg einer rechtsnationalen Partei seit einhundert Jahren«. Das ist natürlich nicht ganz richtig, denn bis ins Jahr 1938 gab es Reichstagswahlen, die von den Nationalsozialisten gewonnen wurden ... auch wenn es natürlich nur Scheinwahlen waren. Zweite kleine Anmerkung: Im Nachwort ist die Rede davon, dass das Buch auf »realen Fakten« basiert. Das Amüsante wie Traurige daran: Bis vor einigen Jahren hätten vermutlich viele Leute die Nase darüber gerümpft, dass dies eine unnötige Tautologie wäre, doch spätestens seit der Trump-Ära bedarf es vermutlich wirklich der Spezifikation, um welche Art Fakten es sich handelt. ;)

Unabhängig davon hat das Buch unsere Testleser mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen. Die eigentliche Idee ist natürlich ziemlich kreativ und gelungen, auch wenn sie natürlich ein wenig übertrieben ist. Und tatsächlich schafft es das Buch, seine Leser über weite Strecken zu unterhalten. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass ab einen gewissen Punkt ein Bruch hineinkommt. Auch wenn die vergangenen Jahre bewiesen haben, dass es scheinbar keinen Irrsinn gibt, dem unzählige Menschen nicht doch hinterherlaufen würden, ist es zum Beispiel ziemlich fragwürdig, wie einer der Akteure - der Chef einer politischen Partei - mit den seltsamsten Winkelzügen durchkommt, obwohl sie vollkommen abwegig und nicht sinnvoll zu begründen sind. Und so seltsam wie die Menschen auf diesen Mann und dessen Handlungen reagieren, so seltsam gehen sie beispielsweise auch mit der Frage um, wie viel Schuld auf Klone übertragbar ist ... zumal im Buch auch erwähnt wird, dass beispielsweise eineiige Zwillinge nahezu Klone sind, und da würde ja auch niemand auf die Idee kommen, Schauprozesse für die Schuld ihrer Geschwister abzuhalten. Und auch einige andere gesellschaftliche Verhaltensweisen wirken etwas merkwürdig »dahingebogen«, um die Story zum Funktionieren zu bringen.

Wie dem auch sei: »Der Klon« ist ein Buch, das zu unterhalten weiß, und das allein schon von seiner Grundidee so anders ist als viele bekannte »Hitler-Bücher«, dass es sich lohnt, einen Blick hineinzuwerfen. Es kann nicht ganz die Qualität bis zum Ende durchhalten, die in der ersten Hälfte angeschlagen wird, aber das als Wermutstropfen zu bezeichnen, wäre zu viel gesagt. Denn lesenswert bleibt es trotzdem, auch nach dem erwähnten Bruch, der darin steckt. Unsere Testleser waren jedenfalls zufrieden - vielleicht mögen nicht alle Erwartungen gänzlich erfüllt worden sein, aber man schlägt das Buch mit einem guten Gefühl zu.
– geschrieben am 3. Juli 2022 (3.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz