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Amelia
Verfasser: Anna Burns (2)
Verlag: Klett-Cotta (338)
VÖ: 21. Mai 2022
Genre: Historischer Roman (5988)
Seiten: 384 (Gebundene Version), 369 (Kindle-Version)
Original: No Bones
Themen: 1969 (13), Irland (496), Mädchen (3396), Nordirland (27)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Amelia« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (6)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 2. Juni 2022 um 17:22 Uhr (Schulnote 3):
» Im Jahr 1969 nehmen die Unruhen in Irland ihren Anfang. Das kümmert die fast achtjährige Amelia Boyd Lovett aber erst einmal wenig. Sie besucht jeden Tag ihr Versteck, um sich ihre Schätze anzugucken: ein kleines Plastikschaf, eine Münze mit einem eingeprägten Gebet, eine Tube Glitzer - und Gummigeschosse, die sie sammelt, seitdem die britische Armee angefangen hat, damit zu schießen…

„Amelia“ ist der Debütroman von Anna Burns, der im Original bereits 2001 erschienen ist.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 26 Kapiteln, die wiederum in Abschnitte unterteilt sind. Die Handlung umfasst mehrere Jahrzehnte: von 1969 bis Mitte der 1990er-Jahre. Immer wieder gibt es Zeitsprünge. Die entsprechenden Jahreszahlen befinden sich am Anfang der Kapitel. Dieser Aufbau ist nicht unkompliziert, aber geschickt komponiert.

Der Schreibstil ist dialoglastig und sehr plastisch, manchmal auf schmerzhafte Weise. Die Sprache wirkt nüchtern und schnörkellos und ist gleichzeitig eindringlich.

Amelia ist eine reizvolle Protagonistin. Daneben gibt es eine Vielzahl an weiteren Figuren.

Inhaltlich ist der Roman keine leichte Kost. Obwohl er schon vor mehr als 20 Jahren verfasst wurde und die Handlung in der weiter zurückliegenden Vergangenheit verortet ist, hat das Thema nicht an Aktualität eingebüßt. Die jüngsten Unruhen in Nordirland haben den Fokus der Öffentlichkeit wieder auf den Konflikt gelenkt. Daher hatte ich mir tiefergehende Einblicke erhofft, die ich leider aber nur teilweise erhalten habe. Allerdings konnte mich die Geschichte dennoch berühren.

Der deutsche Titel weicht erheblich von der englischsprachigen Originalausgabe („No Bones“) ab, passt aber natürlich auch. Das erfrischend ungewöhnliche Cover wurde übernommen.

Mein Fazit:
Auch mit „Amelia“ hat Anna Burns einen sehr speziellen und originellen Roman geschrieben. Trotz mehrerer Schwächen eine insgesamt lohnenswerte Lektüre.«
  16      1        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 31. Mai 2022 um 10:11 Uhr (Schulnote 6):
» Zum Inhalt:
Im Jahr 1969 begann in Irland die Troubles. Hier wird die Geschichte aus Sicht der achtjährigen Amelia geschildert, die zunächst überhaupt keinen wirklichen Einfluß spürt, doch das ändert sich bald und ändert auch Amelias Umgang mit dem Leben und sie muss ihren eigenen Weg finden mit der Situation umzugehen.
Meine Meinung:
Es gibt so Bücher, deren Klappentext einen anzieht und man glaubt ein spannendes und interessantes Buch vor sich zu haben. In gewissem Maß hat das Buch auch etwas interessantes, aber auf eine Art, die mich nicht angesprochen hat. Ich habe mich zunehmend gefragt, warum ich das Buch überhaupt lese, denn eigentlich hat mir das Buch nur ein ungutes Gefühl gegeben und ob man das haben muss, lass ich mal dahin gestellt. Für mich war irgendwann der Punkt gekommen, dass ich einfach nicht mehr weiterlesen wollte und ich habe das Buch letztendlich abgebrochen.
Fazit:
Nicht mein Ding«
  10      1        – geschrieben von brauneye29
Kommentar vom 24. Mai 2022 um 16:38 Uhr (Schulnote 5):
» Die Autorin Anna Burns, beschreibt in ihrem neu aufgelegten Debütroman „ Amelia“, schonungslos die tägliche Gewalt während der nordirischen „Troubles“, jedoch kaum Informationen zu den Ursachen des Nordirlandkonflikts.

Inhalt:
1969 begannen in Irland die Troubles. Doch das kümmert Amelia Boyd Lovett erst einmal wenig. Noch klettert sie jede Nacht und jeden Tag in ihr Versteck, um sich ihre Schätze anzugucken: ein kleines Plastikschaf, ein Groschen mit einem eingeprägten Gebet, eine Tube Glitzer. Und siebenundreißig Gummigeschosse. Eins für jeden Tag, seitdem die britische Armee angefangen hat, damit zu schießen.

Amelia ist ein Buch über Gefühle, Familie und Irland während der Troubles. Aber erzählen Sie das nicht der achtjährigen Amelia. Immerhin ist sie es, die in einer verrückten Familie, in einer verrückten Gesellschaft aufwachsen muss und vergessen will, was um sie herum passiert. Denn das ist so einiges: Schülerinnen, die bewaffnet herumspazieren; Babies, die Bomben sein könnten oder auch nicht; Achtjährige, die merkwürdige Dinge sammeln. Wenn Amelia überleben soll, muss sie ihren eigenen Weg finden. Aber kann sie das an einem Ort, an dem die Menschen weder auf sich selbst noch andere Acht geben?

Meine Meinung:
Die Autorin hat einen sehr direkten Schreibstil, denn sie beschönigt nichts und schildert den nordirischen Alltag während der Troubles. Sie zeigt schonungslos und unsentimental die Gewalt, die das Aufwachsen der Kinder prägt. Bombenanschläge, Schießereien, zwielichtige Gruppierungen, tote Familienangehörige, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren sowie häusliche Gewalt, die Vergewaltigungen nicht ausschlossen. Eine Spirale, aus der es kein Entkommen gab. Die Flucht in Drogen und Alkohol schaffte kurzzeitiges Vergessen des trostlosen Alltags. Die Hoffnung auf Normalität ein unerfüllter Wunschtraum.

Die achtjährige Amelia Boyd Lovett lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in einfachen Verhältnissen in Belfast und wächst mitten in den „Troubles“ auf. Zunächst ist das für sie normal, sie kennt es nicht anders. Die Schilderungen rund um Amelia mit all den Grausamkeiten und gewaltsamen Darstellungen von weiteren Familienmitgliedern, sind schon sehr heftig, die sie erlebt. Es gibt nur Kleinigkeiten an denen sich Amelia erfreuen kann.

In dem Buch geht es um die Auswirkungen, die dieser Bürgerkrieg nicht nur auf Familien, sondern auf eine ganze Generation hat. Ganz außen vor bleiben „Gefühle“, selbst innerhalb der Familie konnte ich keine entdecken!

Fazit:
Der flüssige Schreibstil der Autorin gefällt mir zwar recht gut aber mit einer besseren Umsetzung bzw. Verknüpfung der Kapitel, hätte für mich die Geschichte weitaus mehr Potential gehabt. Die Handlung wirkte zum Teil fast unlogisch, da einige Ereignisse ohne einen Zusammenhang zu erkennen, plötzlich auftauchten und auch schon wieder abgehandelt waren. Die Geschichte wurde meinen Erwartungen nicht gerecht und konnte mich leider nicht überzeugen.«
  16      1        – geschrieben von Luise
Kommentar vom 23. Mai 2022 um 2:18 Uhr:
» Leider wieder aktuell
Das Cover hat mich angesprochen - daher wollte ich es gelesen. Es ist jedoch für den Inhalt und den Schreibstil zu unschuldig. Das Thema finde ich nicht so gut umgesetzt - hätte mir mehr zum Konflikt im allgemeinen an Informationen gewünscht. Dann hatte ich auch immer irgendwie das Gefühl in den einzelnen Abschnitten / Jahresberichten - da fehlt noch was - da blieben für mich zu viele Fragen offen. Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt. z.B. Seite 11. Lizzie knurrte + fletschte die Zähne (Lizzie ist die Schwester von Amelia). Es wird die Gewalttätige und Gewaltbereite Geschichte von Amelia s Familie erzählt - schade dass keine normale Familie gewählt wurde sondern eine die so schon Probleme hat. Das Thema ist aktuell wenn auch mit anderem Schauplatz - von daher ist es sicher für viele Lesenswert die gerne etwas über den Krieg lesen möchten. Es ist ein Kriegsgericht aus Kindersicht auch wenn es nicht so genannt wird.«
  10      0        – geschrieben von Magyar
Kommentar vom 22. Mai 2022 um 17:25 Uhr (Schulnote 2):
» In Belfast aufzuwachsen und zu überleben erfordert eine gewisse Gelassenheit und Cleverness. Auch wenn man es nicht so nennt, es herrscht Krieg auf den Straßen und in den Häusern und Kinder wie Amelia Lovett lernen schon in jungen Jahren, wer Freund ist, wer Feind ist und wann ein Feind auch mal zu Freund werden kann, weil es einen anderen, gemeinsamen Feind gibt. Gewalt spielt sich tagtäglich vor ihren Augen ab, gehört zu Leben wie die Schule. Da muss man manchmal gedanklich einfach abschweifen, um all das zu vergessen, was sich um einen rum zuträgt, denn sonst schlägt sich das irgendwann nieder.

Ihr Roman „Milchmann“ wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Man Booker Prize, dem National Book Critics Award und dem Orwell Prize, was die nordirische Autorin Anna Burns weit über ihre Heimat hinaus bekannt machte. „Amelia“ ist ihr Debüt aus dem Jahr 2001, welches ebenfalls von den Kritikern begeistert aufgenommen wurde und für zahlreiche Preise nominiert war. Beide Romane haben gemein, dass die Autorin mit einer ungeschönten, direkten Sprache das alltägliche Grauen, dem die Mädchen bzw. junge Frauen ausgesetzt sind, schildert und den Leser damit ins Mark trifft. Es ist manchmal nur schwer auszuhalten – verglichen jedoch mit der Realität, die sie einfängt, ist das Lesen ein Klacks, wenn man es sich realistischer Weise vor Augen führt.

Die Kinder leben während der Troubles eine Normalität, die man sich kaum vorstellen kann. Tote, Blut, Gewaltexzesse – nichts bringt sie mehr aus der Ruhe, weil es so normal ist, dass im Puppenwagen genauso gut eine Bombe wie eine Puppe liegen könnte oder dass der Vater oder Bruder morgen schon zu den Opfern gehören könnte. Die Frauen sind gleichermaßen abgestumpft und tragen ihre Streitigkeiten ebenso gewalttätig aus, wie die Männer. Es wirkt geradezu grotesk, wie Amelia die Tage zählt, bis ihr Elternhaus an der Reihe ist, niedergebrannt zu werden, nun ja, Troubles eben. Dass dies nicht ohne Spuren bleiben kann, gerade auch weil selbst innerhalb der Familie keine Loyalität zu erwarten ist, verwundert nicht. Die Spuren der Verwüstung ziehen sich zwar in anderer Art, aber nicht weniger heftig durch ihr Erwachsenenleben.

Die Geschichte Amelias überspannt mehrere Jahrzehnte, es sind kurze Kapitel, nur Episoden, die jedoch eindrücklich nachwirken. Sie erscheinen wie Flashbacks, böse Erinnerungen, die sich eingebrannt haben und die Amelia nicht mehr los wird. Narben, die sie zeichnen und eine von vielen Geschichten eines Landes im andauernden Ausnahmezustand erzählen.«
  13      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
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