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Der letzte Auftrag
Verfasser: Michael Dullau (15)
Verlag: Eigenverlag (23671), epubli (1889) und Stiftungs- und Initiativenverlag (15)
VÖ: 9. Mai 2022
Genre: Gegenwartsliteratur (3714)
Seiten: 208 (Taschenbuch-Version), 212 (Taschenbuch-Version Nr. 2)
Themen: 1989 (39), Auftrag (1264), Deutsche Demokratische Republik (233), Erpressung (368), Staatssicherheit (63), Waffen (263)
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Michael Dullau für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Der Oberst nickte dazu beifällig.
     Diese Einschätzung gefiel dem Staatssekretär.
     »Herr General! Das ist genau meine Rede«, ereiferte er sich weiter. »Die haben nicht nur den Umbruch in der DDR verschlafen! Nein! Die haben auch die Veränderungen im gesamten Ostblock verpennt!«
     Das Flackern seines Augenlides beschleunigte sich.
     »Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen«, fuhr er immer lauter werdend fort. »Diese Leute haben sich jahrzehntelang mit der deutschen Wiedervereinigung beschäftigt und dann ist sie da - und die waren auf nichts vorbereitet! Man hätte doch zumindest erwarten können, dass sie eine Art Blaupause für die Deutsche Einheit entwickelt haben - in all der Zeit, die sie während der Teilung hatten. Aber nichts! Die haben einfach nichts! Ich will es Ihnen ganz deutlich sagen: Wir hätten heute weniger Probleme, wenn dieses Ministerium in all den Jahren die Wiedervereinigung durchdacht und zumindest einmal durchgespielt hätte.«
     »Genau meine Meinung, Herr Staatssekretär«, bestätigte ihn der Brigadegeneral. »Dann hätten wir heute Richtlinien und Handlungsempfehlungen, an die man sich halten und nach denen man die Dinge umsetzen könnte. Es ist eine Schande, wie hier Steuergelder verschwendet wurden. Gelder, die jetzt fehlen und die man an anderer Stelle - zum Beispiel in Ihrem Ministerium, Herr Staatssekretär - wesentlich besser hätte einsetzen können.«

     Hochfeldts Miene hellte sich auf. Das war genau das, was er jetzt hören wollte. So fand man wieder eine gemeinsame Basis.
     »Also gut«, sagte der Staatssekretär versöhnlich. »Lassen Sie uns die Fakten zu dieser leidigen Angelegenheit zusammentragen, damit wir daraus zielgerichtet Handlungen ableiten.«
     Der General und der Oberst nickten beflissen.
     »Hier«, rief der Staatssekretär, nahm ein Blatt aus der offenen Akte und hielt es triumphierend in die Höhe. »Das sind die Zahlen zum Transitverkehr an der Grenzübergangs-stelle Helmstedt - Marienborn aus den Jahren 1984 bis 1989! Diese Aufstellung schuldet mich einige Gefallen!«
     Er machte eine kurze Pause.
     »Es sind zwar nur die Zahlen für eine einzige DDR-Grenzübergangstelle und auch nur für sechs Jahre. Aber wir können die Zahlen auf den Gesamtzeitraum und die anderen Grenzübergangsstellen hochrechnen.«
     Die beiden Militärs nickten eifrig.
     »Nun zu den Zahlen, meine Herren«, rief Hochfeldt. »Von 1984 bis 1989 wurden am Grenzübergang Helmstedt - Marienborn ca. 10,5 Millionen Pkws und Motorräder sowie 4,9 Millionen Lastkraftwagen und rund 140.000 Busse abgefertigt. Die Anzahl der Transitreisenden mit diesen Verkehrsmitteln betrug in diesem Zeitraum rund 36,4 Millionen Personen.«
     Er machte eine kurze Pause und ließ die Zahlen auf die beiden Offiziere wirken.
     »Wenn wir diese 36,4 Millionen Reisenden durch sechs Jahre teilen, erhalten wir rund sechs Millionen Transitreisenden pro Jahr, die von den DDR-Grenzorganen mittels der Gammastrahler an diesem einen Grenzübergang kontrolliert wurden. Die Gammastrahler selbst waren, nach derzeitigen Erkenntnissen, von Anfang 1979 bis Anfang November 1989 an der innerdeutschen Grenze installiert - also über zehn Jahre lang. Sechs Millionen Reisende mal zehn Jahre ergibt rund 60 Millionen Bundesbürger bzw. DDR-Bürger, die bei den Grenzkontrollen einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt waren. 60 Millionen! Lassen Sie sich diese Zahl auf der Zunge zergehen. Das entspricht rund 75 Prozent der gesamten Bevölkerung Deutschlands!«
     Der Brigadegeneral und der Oberst sahen den Staatssekretär mit offenen Mündern an.
     »So viele«, entfuhr es dem Oberst.
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